Gerade auf Seo-united.de gelesen:

Der Suchmaschinenbetreiber Google hat gestern angekündigt, die Personalisierung seiner Ergebnisse auf sämtliche, d.h. auch auf nicht eingeloggte User auszuweiten.

Quelle: Gretus, Seo-united.de

Meine Meinung dazu: Die Serps werden sich bestimmt nicht auf den Kopf stellen, weil Google einen neuen Cookie gebastelt hat. Das Suchverhalten der einzelnen User ist so komplex, dass es wohl kein Cookie -nicht einmal von Google – schaffen könnte, auch nur annähernd ein "Such-Muster" zu bestimmen. Das soetwas nicht klappt, konnte jeder AdSense-Nutzer sofort erkennen, sobald er in seinem Konto die Interessenbezogene Anzeigen auf >> ON << gestellt hatte. Die Einnahme gingen sofort in den Keller.

Oder packt Google jetzt der Größenwahn?

Anfangs stillte Google unseren Wissensdurst noch wie eine prallgefüllte Mutterbrust, aber mit der Zeit wurde diese kleine gierige Suchmaschine selbst immer durstiger. Man darf sich wirklich schon fragen, wer saugt hier eigentlich an wem? Das ist Bespitzeln! Und mal ganz ehrlich, allein schon der Versuch einer Suchmaschine an soetwas zu experimentieren , stellt für mich ein absolutes Armutszeugnis dar. Wenn Google seine Serps sauber halten möchte, dann sollte er doch lieber seinen Algo verbessern oder seinen völlig überbezahlten Mr. Anti-Spam-Helden MattCutts feuern und nicht seine unschuldigen User beschatten. Die Suchmaschinen sind seit jeher für den Job gebaut worden Ordnung im Chaos zu schaffen. Dafür sollten sie sich dezent am Mainstream der Suchenden orientieren, versuchen Spam zu bekämpfen und nicht die individuellen Suchvorlieben gnadenlos auszuspionieren. Das hat das arme kleine Googlechen   bis auf den einen oder anderen Ausrutscher bisher auch super hinbekommen. Aber jetzt ist ein Level erreicht, welches an Einmischung in die  Intimssphäre ranreicht. Ja, Google ist ein Teil unseres persönlichen Alltags geworden, weil wir es zugelassen haben. Und ja, Google ist erfolgreich. Aber darf Google sich deshalb alles erlauben? Nein!

Ist der Web 2.0-Liebeszug abgefahren?

Anscheinend bekommt Google im  Web 2.0 doch Torschlusspanik, denn Orkut war ein Flop und  Yahoo! gehört flickr, Microsoft gehört ein Teil von Facebook   und Bing holt immer weiter auf.  Oder ist Google einfach nur vom  Web.2.0-Liebespfeil getroffen worden und fröhnt  seiner Hippi-Reinkarnation von Verbinden, Personalisieren, Lieben, Twittern  und Vernetzen ?  Das Suchverhalten also eine ultimative soziale Komponente die uns alle im Liebes-Kosmos des Web 2.0 – dank Google- selig verbinden soll? Ich glaub´s nicht.  Ich bin Benutzer der Suchmaschine und kein Mitglied einer Community. Meine Aktivitäten, Interessen und Vorlieben die sich in meinen Keywords widerspiegeln sind mein (geistiges) Eigentum und die verkaufe ich nicht, damit Google mir Suchergebnisse anzeigt.

Googles wahre Absichten sind evil

Google will uns seinen Super-Social-Cookie als eine Neuerung verkaufen, um die Serps-Qualität zu verbessern und um uns "zu verbinden",  aber in Wirklichkeit werden sie wohl mit diesem "Wissen" der Besucherinformationen nur  ihren schon ohnehin fetten Adwords-/Adsense-/-Goldesel weiter mästen.
Vielleicht werde ich wirklich bald auf Bing umsteigen, denn da fühle ich mich noch "anonymer".

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