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Samstag, 05. Dezember 2009

Google- die neue Spitzelmaschine?

1.474
KLICKS

Gerade auf Seo-united.de gelesen:

Der Suchmaschinenbetreiber Google hat gestern angekündigt, die Personalisierung seiner Ergebnisse auf sämtliche, d.h. auch auf nicht eingeloggte User auszuweiten.

Quelle: Gretus, Seo-united.de

Meine Meinung dazu: Die Serps werden sich bestimmt nicht auf den Kopf stellen, weil Google einen neuen Cookie gebastelt hat. Das Suchverhalten der einzelnen User ist so komplex, dass es wohl kein Cookie -nicht einmal von Google - schaffen könnte, auch nur annähernd ein "Such-Muster" zu bestimmen. Das soetwas nicht klappt, konnte jeder AdSense-Nutzer sofort erkennen, sobald er in seinem Konto die Interessenbezogene Anzeigen auf >> ON << gestellt hatte. Die Einnahme gingen sofort in den Keller.

Oder packt Google jetzt der Größenwahn?

Anfangs stillte Google unseren Wissensdurst noch wie eine prallgefüllte Mutterbrust, aber mit der Zeit wurde diese kleine gierige Suchmaschine selbst immer durstiger. Man darf sich wirklich schon fragen, wer saugt hier eigentlich an wem? Das ist Bespitzeln! Und mal ganz ehrlich, allein schon der Versuch einer Suchmaschine an soetwas zu experimentieren , stellt für mich ein absolutes Armutszeugnis dar. Wenn Google seine Serps sauber halten möchte, dann sollte er doch lieber seinen Algo verbessern oder seinen völlig überbezahlten Mr. Anti-Spam-Helden MattCutts feuern und nicht seine unschuldigen User beschatten. Die Suchmaschinen sind seit jeher für den Job gebaut worden Ordnung im Chaos zu schaffen. Dafür sollten sie sich dezent am Mainstream der Suchenden orientieren, versuchen Spam zu bekämpfen und nicht die individuellen Suchvorlieben gnadenlos auszuspionieren. Das hat das arme kleine Googlechen   bis auf den einen oder anderen Ausrutscher bisher auch super hinbekommen. Aber jetzt ist ein Level erreicht, welches an Einmischung in die  Intimssphäre ranreicht. Ja, Google ist ein Teil unseres persönlichen Alltags geworden, weil wir es zugelassen haben. Und ja, Google ist erfolgreich. Aber darf Google sich deshalb alles erlauben? Nein!

Ist der Web 2.0-Liebeszug abgefahren?

Anscheinend bekommt Google im  Web 2.0 doch Torschlusspanik, denn Orkut war ein Flop und  Yahoo! gehört flickr, Microsoft gehört ein Teil von Facebook   und Bing holt immer weiter auf.  Oder ist Google einfach nur vom  Web.2.0-Liebespfeil getroffen worden und fröhnt  seiner Hippi-Reinkarnation von Verbinden, Personalisieren, Lieben, Twittern  und Vernetzen ?  Das Suchverhalten also eine ultimative soziale Komponente die uns alle im Liebes-Kosmos des Web 2.0 - dank Google- selig verbinden soll? Ich glaub´s nicht.  Ich bin Benutzer der Suchmaschine und kein Mitglied einer Community. Meine Aktivitäten, Interessen und Vorlieben die sich in meinen Keywords widerspiegeln sind mein (geistiges) Eigentum und die verkaufe ich nicht, damit Google mir Suchergebnisse anzeigt.

Googles wahre Absichten sind evil

Google will uns seinen Super-Social-Cookie als eine Neuerung verkaufen, um die Serps-Qualität zu verbessern und um uns "zu verbinden",  aber in Wirklichkeit werden sie wohl mit diesem "Wissen" der Besucherinformationen nur  ihren schon ohnehin fetten Adwords-/Adsense-/-Goldesel weiter mästen.
Vielleicht werde ich wirklich bald auf Bing umsteigen, denn da fühle ich mich noch "anonymer".

Gruss DoFollowBlogger

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  • spitzelmaschine google

Kommentare (7)

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Kommentar von Speedy Eierbecher 2
  • Also ich finde das ganze nicht sehr problematisch!
    Die Spammer habe halt pech :D
    aber White Hatter können davon profitieren

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    1# —8. Dezember 2009 um 18:39 Uhr




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    Kommentar von Online Wahrsager 1
  • Ich begrüße, dass Bing Konkurrenz macht, aber ganz ehrlich: Die Ergebnisse sind einfach noch zu schlecht, um Google abzulösen.

    Ich logge mich jedenfalls immer aus, wenn ich selber suche.

    Grüße

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    2# —21. Dezember 2009 um 18:28 Uhr




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    Kommentar von Online-ing 2
  • Google macht auch immer verücktere sachen. Ich habe gehört dass sie zurzeit Bücher scannen um sie als e-books anzubieten,und das alles ohne dass google den autoren etwas bezahlt.Malu schauen wie sich das entwickelt…

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    3# —27. Dezember 2009 um 16:18 Uhr




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    Kommentar von Tarot 2010 1
  • Ich frage mich, was die Personalisierung dem User nützen könnte: Wenn ich auf ein Suchergebnis geklickt habe und mir die Site gefiel, habe ich doch sowieso ein Bookmark angelegt, wenn nicht, will dort auch nicht wieder hin. – Also wenn das dass dann beim nächsten Mal nach vorn sortiert wird ist das ein Zerrspiegel der wahren Verhältnisse! => Deshalb vor dem Suchen bei Google ausloggen und alle Cookies löschen.

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    4# —31. Januar 2010 um 23:12 Uhr




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    Kommentar von WoW T-Shirts 1
  • Ich finde das etwas nervig. Wenn ich etwas personalisiert haben möchte, dann benutze ich einfach iGoogle. Dem User sollte trotzdem die freie Möglichkeite gelassen werden ob er etwas personalisiert haben möchte oder nicht. Tja, aber was sollen wir machen.

    Wir haben ja auch schließlich google dazu gemacht was es jetzt ist ;)

    Gruß
    M.L.

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    5# —10. Februar 2010 um 13:19 Uhr




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    Kommentar von Hotel fränkische Schweiz 2
  • Ich gebe dir vollkommen Recht, die Dinge die sich Google immer wieder einfallen lässt hat mit einem vernünftigen Umgang der personenbezogenen Daten nichts mehr zu tun. Allerdings kommt ein Umstieg zu Bing oder Yahoo für mich denoch nicht in Frage, die Abfrageergebnisse sind bei keinem anderen so genau und treffsicher wie bei Google. Zudem mag ich die Seite von Yahoo beispielsweise nicht weil alles viel zu überladen ist. Ich denke zwar das es nur Gewohnheit ist, aber es muss eben auch alls heruntergeladen werden, was auf Dauer doch sehr zeitraubend ist.

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    6# —21. April 2010 um 09:35 Uhr




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    Kommentar von Micha S. 1
  • Also bei Google weiß ich nicht, woran ich bin. Werbung von denen nutze ich nicht mehr, aber die Suche ist das Maß aller Dinge. Was die personenbezogenen Daten angeht: Wir sind selbst schuld, wenn wir eine Suchmaschine aus den USA nutzen. Ist nicht alles so geregelt wie in Deutschland. MfG

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    7# —25. Juni 2010 um 14:35 Uhr




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