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  1. marcolino1107
    ·
    142 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Schonungslose Abrechnung mit der deutschen Politik!, 3. Mai 2016
    Von 
    marcolino1107 (Baden-Württemberg) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 100 REZENSENT)
      

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Wunschdenken: Europa, Währung, Bildung, Einwanderung – warum Politik so häufig scheitert (Gebundene Ausgabe)

    THILO SARRAZIN gehört seit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" zu den umstrittensten Autoren in Deutschland. Seine schonungslose Kritik an den Entwicklungen in Deutschland und das Anprangern von Missständen, hat ihn zu einer Zielscheibe für Linke und die entsprechenden Medien gemacht.
    Für sein Buch "Deutschland schafft sich ab" wurde er aufs Übelste beschimpft und beleidigt, trotz allem ist er keinen Deut von seiner Meinung abgerückt und hat das Rückgrat gezeigt das ich bei unseren politischen Vertretern vermisse. Auch wenn man nicht in allem einer Meinung mit ihm sein sollte, so wäre es doch wünschenswert wenn man seine Ausführungen und Thesen zum Anlass nehmen würde, um über die Missstände in unserem Land zu diskutieren. Aber leider begnügen sich seine Kritiker damit ihn als "Hetzer", "Brandstifter" oder "Rechtspopulist" zu bezeichnen, wohlwissend das in unserem Land sehr viele Dinge, die er auch anspricht und logisch erklärt, schon seit Längerem im Argen liegt.
    Oftmals wird er von Menschen kritisiert die seine Bücher noch nicht einmal gelesen haben, das ist für mich bezeichnend wie es um unsere Gesellschaft steht. Wer den Multikulti-Fantasien der ehemaligen Volksparteien und der Linken "Realitätsverweigerer" nicht artig Beifall klatscht, wird beschimpft, ausgegrenzt und als Nazi verunglimpft.
    Das dieser Umgang mit Kritik und das Vertuschen von unangenehmen Wahrheiten nicht hilfreich ist, zeigen die politischen Entwicklungen der letzten Monate. Das Erstarken der AfD ist keine momentane Protesterscheinung, im Gegenteil, diese Partei wird sich auf Dauer in der Politiklandschaft der Bundesrepublik etablieren und scheint sich immer größerer Beliebtheit zu erfreuen!

    Wie auch immer, ich freue mich und finde es auch wichtig, dass es Menschen wie THILO SARRAZIN gibt, die sich nicht den Mund verbieten lassen und unermüdlich den Finger in die Wunden legen. Auch in seinem neuesten Buch "Wunschdenken" spricht er alles an was seiner Meinung nach schief läuft, er spricht Fehlentwicklungen an und wirft einen sehr düsteren Blick in die deutsche bzw. europäische Zukunft. Er spricht dabei alle zukunftsrelevanten Themen an, von der Flüchtlingspolitik über die Bildungs-, Energie- und Europa-Politik bis hin zum Umgang mit Zuwanderung und Zuwanderern aus muslimischen Ländern. Auch der demografische Wandel wird thematisiert, ein sehr wichtiger Punkt wenn es um die Zukunft Deutschlands geht. Das Flüchtlingspolitik, Islam und Zuwanderung momentan ein sehr heikles Thema ist, bekommt jeder zu spüren der sich kritisch dazu äußert, auch THILO SARRAZIN wird dafür wieder sehr viel Prügel einstecken, ober recht hat oder nicht, ist dabei wahrscheinlich wieder einmal zweitrangig. Ideologische Spinnereien sind in der deutschen Politik momentan eben angesagter als die realen Probleme mit denen unser Land zu kämpfen hat.
    Unserer Politiker verfahren offensichtlich nach dem Motto: "Das worüber man nicht spricht, gibt es auch nicht!"

    SARRAZIN holt sehr weit aus und lässt Naturwissenschaften und Philosophie in seine weltanschaulichen Ausführungen einfließen, er bemüht PLATON und BISMARCK ebenso wie CHARLES DARWIN. Das alles ist etwas "zäh" und sehr "theoretisch", aber durchaus interessant, wenn auch sehr anstrengend zu lesen!
    Er schreibt in diesem Zusammenhang über Traditionen und wirtschaftlichen Erfolg, ebenso wie den Zusammenhang von Religion und Fortschritt. Er weist darauf hin das eine Religion umso erfolgreicher ist, je weltoffener und bildungsnaher sie ist und merkt an, dass "so manche Richtung des praktizierenden Islams weder Wissbegier, noch Forschergeist oder unabhängiges, kritisches Denken fördert". Dies schlage sich auch in der Wirtschaftskraft vieler arabischer oder afrikanischer Staaten nieder, die überwiegend muslimisch geprägt sind.
    Falsch? Eher nicht, die Realität scheint das zu bestätigen! Ob uns dann massenhafte Zuwanderung aus diesen Ländern weiter hilft? Sind diese Menschen, die tief in ihrer Religion und ihren Traditionen verwurzelt sind, dann tatsächlich die "Facharbeiter" der Zukunft? Eine sehr schwierige Frage, die Entwicklung der letzten Jahrzehnte macht mich da eher skeptisch!

    Die unterschiedlichen Auswirkungen von religiösen Traditionen auf den Erwerb von Wissen und dem daraus erfolgenden Wohlstand einer Gesellschaft werden auch sehr ausführlich behandelt. Er legt sehr gut dar, dass die eher wissensbejahenden Religionen, wie sie in Singapur, Korea oder vergleichbaren asiatischen Ländern vorherrschend sind, dem Erwerb von Wissen eher aufgeschlossen sind. Demzufolge ist die Zunahme des eher…

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  2. Ulrich Groh
    ·
    271 von 290 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Deutschland auf Kollisionskurs – Wohin soll die Reise gehen?, 22. April 2016
    Von 
    Ulrich Groh (Mittelhessen) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 500 REZENSENT)
      
    (REAL NAME)
      

    Rezension bezieht sich auf: Wunschdenken: Europa, Währung, Bildung, Einwanderung – warum Politik so häufig scheitert (Gebundene Ausgabe)
    Welch einen Rummel löste er aus, dieser Thilo Sarrazin im Jahre 2010. Ein einziges Buch genügte, um die Medien über Monate hinweg zu beschäftigen, die politisch am Ruder Befindlichen landauf, landab in kollektive Empörung zu versetzen. "Deutschland", so der provokante Titel, "schafft sich ab". Keine Verunglimpfung dieses einst von der Elite hofierten, allgemein als verdienstvoll Etikettierten wurde ausgelassen, keine Schmähung seiner Person übersehen. Als "nicht hilfreich" von der Kanzlerin abgetan (die es freilich nicht gelesen hatte…) diente der Mann exemplarisch für etwas, das man in diesem Land offensichtlich nicht tun darf, zumindest nicht insbesondere sozial ungestraft: Seine Meinung äußern, eine unpopuläre, vom Mainstream, vom vorgegebenen Pfad abweichende.
    Tapfer hielt er der in die ultrarechte Ecke weisenden Spitzhacke, die da unablässig auf ihn eindrosch stand, trotzte dem medialen Shitstorm, überstand Parteiausschlussververfahren, Diffamierungen übelster Couleur sowie dem bei seinen Lesungen häufig auftauchenden linken Mob, der diesen Mann am liebsten auch physisch abgeschafft hätte.

    Das Standvermögen, das er seinerzeit bewies, wird er auch angesichts dieses neuen Buches benötigen, das im Großen und Ganzen in die gleiche thematische Richtung weist und eine Art Bestandsaufnahme der nationalen Lage sechs Jahre nach dem zwischen zwei Buchdeckel gepressten Erstlings darstellt. Wieder gibt er den Unbequemen, den beinahe teflonbeschichtet wirkenden Standfesten, der sich nicht scheut, sich mitten ins Wespennest zu setzen. Faktenreich schildert der Autor den Ist-Zustand der Republik, den in diesem Ausmaß nie zuvor dagewesenen Flüchtlingsstrom, der die politisch Verantwortlichen wie auch die gesamte Bevölkerung mit ebenso ungeahnter Wucht traf, wobei Erstgenannte ebenso plan- wie hilflos agierten und versuchten, dem immer größer werdenden Gefühl allgemeiner Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung angesichts dessen, was sich da tut, mit Durchhalteparolen den Garaus zu machen. "Wir schaffen das", so die Parole. Alleine über das "Wie" schweigt man sich, da der Versuch, ganz Europa in selbstverständliche Pflicht zu nehmen scheiterte, bis heute aus.

    Was kann Politik, was darf sie, ohne sich der Gefahr auszusetzen, unglaubwürdig zu werden, das Heer der Nichtwähler zu vergrößern oder per Zwangsautomatismus in die ultrarechte Ecke Beförderte in die Arme genau jener zu treiben, die man zu Recht tabuisiert? Welches Quantum an Zweckoptimismus bei nicht existierendem Fahrplan ist moralisch vertretbar, ohne auch die Einfältigsten mehr und mehr rebellisch, zumindest aber sukzessive misstrauisch zu machen? Wo ist die Obergrenze gebetsmühlenartig heruntergebeteten Wunschdenkens, wo jene isolierter Entscheidungen, deren Konsequenzen in ihrem Ausmaß von niemandem konkret abgesehen werden können, jedoch dennoch eilfertig allein(!) aus humanitären Aspekten heraus getroffen werden und insofern ein unkalkuliertes Gefahrenpotential mit völlig ungewissem Resultat darstellen?

    Nein, auch Thilo Sarrazin spricht sich nicht gegen die Hilfe für Menschen aus, die kriegsbedingt täglich um ihr Leben bangen müssen, wohl aber gegen unbegrenzte Migration sowie Missbrauch bzw. Missachtung unserer Toleranz. Und natürlich hat auch er keine ultimative Rezeptur, wie all jene immensen Umwälzungen per Knopfdruck in allgemeines Wohlgefallen aufgelöst werden können. Wohl aber legt er auf gewohnte Art und Weise mit seinem Buch den Finger überall dorthin, wo es stört, wo es wehtut; dorthin, wo man lieber einlullt und beschwichtigt (und bei Bedarf auch allzugern einschüchtert). Ob er sich nun in der Rolle des Nonkonformisten, des Nicht-Opportunen, gar des "Querulanten" gefällt oder nicht, ist hierbei keineswegs von Relevanz. Wichtig allein, dass sich hier ein Unbequemer als eine Art Sprachrohr so Vieler zu Wort meldet, der den neuerlich zu erwartenden Shitstorms zu trotzen gewillt ist und einen dringend nötigen Diskurs darüber den Weg bahnt, wohin die Reise gehen soll und kann – und, zu aller Wohl, auch muss.

    Man muss dem Autor nicht in jede Richtung folgen, nicht jede Ansicht goutieren. Man muss auch den Menschen Sarrazin nicht mögen. Aber es ist ungemein wichtig, dass es kritische Geister wie ihn gibt, die sich kühn zu Wort melden, die anecken, die anstoßen und schlichterdings "stören". Opportunisten jedenfalls haben noch keine Gesellschaft weitergebracht. Derer gibt es ohnehin genug!

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  3. Happyx
    ·
    199 von 215 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    An meine Freunde in der SPD, mit der Bitte um einen Lese-Klausur in einem Kloster ihrer Wahl., 22. April 2016
    Von 
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    Rezension bezieht sich auf: Wunschdenken: Europa, Währung, Bildung, Einwanderung – warum Politik so häufig scheitert (Gebundene Ausgabe)

    Wenn man das Dilemma der SPD analysiert, die sich vor kurzem in Baden-Württemberg von 23 % nochmals halbiert hat und auch im Bund nach unten durchmarschiert, dann wundert man sich, dass Thilo Sarrazin (TS) nicht als Heilsbringer gesehen wird. Stattdessen wollte man ihn aus der Partei ausschließen, der heute die Bürger nicht mehr viel zutrauen.

    Wenn ich dieses Buch lese, dann würde ich sagen, dass es das Wunschdenken der SPD adressiert und mit richtigem Nachdenken einer Lösung zuführen würde. Die SPD braucht nicht den Betriebsrat von Porsche, der häufig und laut nachdenken TUT, sondern Thilo Sarrazin dringender denn ja. Ich fürchte, sie werden ihn aber nicht mal erhören, wenn sie zu einer 5% Partei am Rande des Meinungsspektrums geworden sind.

    Jeder, der hinter die Fassaden der üblichen politischen Sprechblasen blicken will, findet in diesem Buch die theoretische Herleitung unserer heutigen Situation, in einigen Teilen vielen möglicherweise etwas zu theoretisch (ich mag das), nichtsdestotrotz aber völlig zutreffend, ein Schatz an Erklärungen für die heutige Stärke, aber auch das Dilemma der westlichen Zivilisation

    Das Buch eröffnet mit einer Zusammenfassung von Büchern und Gedanken anderer Autoren, die insbesondere die Stärke der westlichen Kultur analysiert haben. TS "rezensiert" bzw. beschreibt die Facetten zutreffend und sieht als wesentlichen Startpunkt für technischen Fortschritt, rationales Denken und Menschenrechte die Trennung von Staat und Kirche. Dieses Buch bietet ebenfalls eine gute, m.E. noch bessere Zusammenfassung: Gegen den Strom: Für eine säkulare Republik Europa. Essays

    Karl Popper nannte die Auffassung, aus dem Studium der Geschichte ließen sich historische Entwicklungsgesetze ableiten, historizistisch. Er zeigte insbesondere die Verbindungen zwischen diesem Denken und Utopien auf und führte den Beweis, dass es aus streng logischen Gründen nicht möglich ist, den zukünftigen Verlauf der Geschichte mit rationalen Methoden vorherzusagen. Nichts daran hat sich geändert und der Marxismus ist ebenso sackgassenorientiert wie viele anderen Utopien, die im Grunde lediglich Denkfaulheit sind und die Unfähigkeit, lateral, kreativ immer neu auf sich verändernde Gegebenheiten einzugehen.

    Wir erleben heute in Europa die harten Reibungen zwischen offenen und geschlossenen Gesellschaften, so wie dies Karl Popper definiert hat. Dies leugnen zu wollen und sich gewissen Utopien unterzuordnen, führt zu Katastrophen. TS beschreibt diese Möglichkeiten drastisch, zählt aber auch auf, welche Gegenmaßnahmen von der Politik ergriffen werden müssten.

    In der Ideengeschichte des Abendlandes steht die offene Gesellschaft in der Gestalt der westlichen Demokratien am Ende einer langen Entwicklung. Mit der Renaissance und der europäischen Aufklärung vollzog sich allmählich die Verwandlung in eine offene Gesellschaft.
    ‚Eine Gesellschaft, die die unterschiedlichen Ziele und Lebensentwürfe gelten und die Menschen selber über ihren Weg entscheiden lässt, muss weniger Gewalt anwenden, um die gesellschaftliche Ordnung zu sichern.‘

    TS beschreibt die Eckwerte einer zukünftigen deutschen Politik, die heute und morgen vernünftig und geboten wäre. Der gesunde, klare Menschenverstand spricht aus seinen Schlussfolgerungen, denen ich völlig zustimme. Natürlich wird es leider nicht so kommen, die Starken werden ihre Auswege finden, während die Schwachen noch stärker an den Rand gedrängt werden. Kapital und Reichtum sind global mobil und beiden sind die meisten Problem gleichgültig, die Nationalstaaten aufweisen, sie kämpfen sogar gegen diese. Die Alten, Armen, Schwachen und Dummen zahlen die Zeche vor Ort, während sich die Superglobalisierten überall ansiedeln und das Kapital für sich arbeiten lassen können.

    Wenn die Politik versagt, werden Eliten zu Libertäten werden und mit Goethe sagen:

    ‚"Eines schickt sich nicht für alle.
    Sehe jeder, wie er"s treibe.
    Sehe jeder, wo er bleibe,
    und wer steht, dass er nicht falle."

    Deutschland und die Deutschen sind dem globalisierten Kapital relativ gleichgültig, und keine Geschichte der Vergangenheit kann uns erklären, was morgen wird. Wichtig aber ist, die wesentlichen Fundamente der Geschichte, der europäischen Geschichte zu kennen, um sie an wichtigen Eckpunkten beeinflussen und justieren zu können. Durch die Blindheit vieler Utopien, denen wir Deutsche anhängen, wird der Blick…

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