2016/11/ccee6_Kultur_26_Kunst_61SpsVBxByL

Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger

Google Anzeigen

Kultur & Kunst

Bandsalat und Vokuhila? Das Comeback deiner Jugend!

Es war das Jahrzehnt, als wir mit dem Kassettenrekorder Mixtapes aus dem Radio aufnahmen und Dallas-Frisuren trugen. Wer in dieser Zeit zwischen Neuer Deutscher Welle und YPS-Heft, Atomwaffen und Ententanz aufwuchs, erlebte ein Jahrzehnt, in dem alle trotz des drohenden Weltuntergangs durch sauren Regen und Kalten Krieg den Eindruck einer lustig-bunten Zeit hatten. Und: Irgendwie fing irgendwann in jener Zeit die Zukunft an!


Mehr auf Amazon:

Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger

Facebook Like
Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

Diesen Blog-Autor abonnieren:

Auf Facebook teile ich persönliche Dinge und stelle neue Projekte vor
YouTube nutze ich zurzeit noch nicht voll aus, kann aber noch kommen
Auf Google+ poste ich vorallem lustige Gifs und krankes Zeug
  Auf Twitter retweete ich lustige Tweets und twittere meine Posts
  Auf SoundCloud reposte ich Songs die ich gerne höre & lege Listen an
This post has been viewed 135 times

3 Kommentare

doFollow
  1. 7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Ära ohne Internet, 4. Oktober 2016
    Von 
    Raumzeitreisender (Station to Station) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 500 REZENSENT)
      

    Rezension bezieht sich auf: Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger (Broschiert)
    Die Liste der verstorbenen Helden zu Beginn des Buches macht nachdenklich und konfrontiert die Leser mit der Vergänglichkeit des Lebens. (5) Bei dem Buch handelt es sich aber nicht um eine wehmütige Hommage auf die 1980er Jahre. Es ist eher der Idealismus der 1980er Jahre, der wiederbelebt wird und der in den Ausführungen zu Peter Lustig prägnant zum Ausdruck kommt: "Was wir von ihm lernen können, ist, neugierig zu bleiben, den Dingen spielerisch auf den Grund zu gehen – und vor allem: sich eine gute Portion Humor zu bewahren." (270)

    Das Buch gliedert sich in vier Kapitel, in denen unterschiedliche Facetten der 1980er Jahre in Erinnerung gebracht werden. Bei den Erzählungen handelt es sich zu einem großen Teil um Erfahrungen der Autoren selbst, die in der Ich-Form oder genauer gesagt in der Wir-Form, auf verständliche Art und Weise aufbereitet wurden. Auffallend ist, dem Titel nach aber auch zu erwarten, dass Kassetten in den Fokus rücken. Dabei waren Kassetten bereits in den 1970er Jahren ein beliebtes Medium, um Lieblingssongs aufzunehmen. Und das geschah bereits in den 1970er Jahren über ein Verbindungskabel und nicht über das Mikrofon.

    Das Buch bietet eine bunte Mischung aus Musik, Filmen, Fernsehsendungen, Werbung, Spielen, Magazinen, Essgewohnheiten, politischen Ereignissen und Affären der 1980er Jahre. Dazu gehören auch Volkszählung, Aids, Ozonloch und die Öffnung der Mauer sowie Ausflüge in den Schulalltag und in das Freizeitverhalten. Auffallend sind die fehlenden Sicherheitsstandards gegenüber der heutigen Zeit. Kinder wurden zwar schon "von einem gut organisierten Netz aus Mama-Taxis flächendeckend zu Musikschulen, Ballettklassen oder Sportvereinen gekarrt" (76), jedoch befanden sie sich noch nicht in einem Kokon wie unsere heutigen Kinder.

    Die Besonderheiten der 1980er Jahre werden anschaulich vermittelt. Wer diese Zeit erlebt hat, wird vieles wiedererkennen, wer die Zeit nur vom Hörensagen kennt, bekommt einen guten Überblick. Dennoch sind einem Sachbuch bei der Behandlung eines solchen Themas Grenzen gesetzt. Es überwiegen die rationalen Beschreibungen. Das Lebensgefühl lässt sich prägnanter in einem Roman verarbeiten, selbst wenn dabei auf manches Detailwissen verzichtet wird.

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

    Missbrauch melden
    | Kommentar als Link

    Kommentar Kommentar

  2. 6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Da werden Erinnerungen wach, 15. Oktober 2016
    Von 
    Sagittarius – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger (Broschiert)
    Als jemand der in den 80ern in die Schule gegangen ist, habe ich mir natürlich sofort dieses Buch zugelegt und in wenigen Tagen verschlungen. Es weckt allerhand Erinnerungen die man zutiefst im Gedächtnis verborgen hat.

    Das Buch ist eigentlich sehr einfach aufgebaut. Es erzählt keine Geschichte sondern es wird im WIR Ton berichtet wie der Alltag in der Schule,zuhause, im Urlaub usw war. Hin und wieder gibt es ein Zitat eines Künstlers/Sportler zu einem bestimmten Thema.

    Wie gesagt erinnert an viele Dinge an die ich nur noch rudimentaere Erinnerungen habe, aber die nun plötzlich wieder ins Gedächtnis gerufen wurden. So habe ich mir auch immer Elmar Hörig im Radio angehört und die Spass am Dienstag Folgen mit dem wuseligen seltsamen gelben Punkt gesehen.

    Als Fan des 64ers habe ich auch die Spielezeitschrift ASM und 64er gekauft, sowie Powerplay und TeleMatch, ich habe Spiele auf Datasette gehabt und oft eine halbe Stunde gewartet bis sie drin waren…

    Schön berichtet Bonner auch über die TV Sendungen der damaligen Zeit, ob dies nun Wetten Dass war oder die aufkommenden Soap Operas wie Dallas oder DenverClan. Auch die Musik der 80er wird genügend erwähnt und man wird in Versuchung geraten die alten Hits mal wieder anzuhören.

    Auch die Politik der 80er wird betrachtet von dem Tschernobyl Disaster über Kohl und Barschel,Kalter Krieg und Mauerfall.
    Über den technischen Fortschritt (Atari VCS System und C64, PC) wird für mich etwas zu wenig erzählt aber das ist natürlich eher meine eigene Vorliebe.

    Als Fazit : ein tolles Buch für alle Kinder der 80er, die heutige Generation wird da wenig davon haben. Im Stakkato Tempo werden Erinnerungen an die 80er wieder wach, jeden zweiten Satz kann man mit "Achja das hatte ich ja ganz vergessen" kommentieren. Den Erzaehlstil wird vielleicht nicht jeder so gut finden (ist eben kein Roman)- ich fand es aber in Ordnung.

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

    Missbrauch melden
    | Kommentar als Link

    Kommentar Kommentar

  3. 5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Wortgewandte Zeitreise in die 80er Jahre mit vielen glückseligen aber auch denkwürdigen Erinnerungen, 12. Oktober 2016
    Von 
    TheUjulala – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Wir Kassettenkinder: Eine Liebeserklärung an die Achtziger (Broschiert)
    Ganz nach dem Stile der 80er ist das Cover grell und bunt und spiegelt das Zeitalter gekonnt wieder. Es quietscht förmlich beim Betrachten, so grell war auch das Zeitalter. Das Cover passt zum ganzen Thema und natürlich zum Titel. Denn Kassetten waren damals das non plus ultra Medium. Die einzelnen Kapitel werden durch exakt treffende Illustrationen begleitet.

    Schon in der Einleitung wird im Nähmaschinen-Stakkato das gesamte Jahrzehnt mit geballter Ladung schon fast atemlos umrissen. Hier tauchen schon viele Ereignisse auf, die das Leben uns in den 80ern sehr geprägt haben und mir ein bisschen nostalgische Tränen in die Augen getrieben haben.

    Köstlich amüsiert habe ich mich über die Beschreibungen der Geschmacksrichtung, Punker, Popper oder Rapper? So bunt wie wir damals waren, so bunt war auch die Musik und rasant hat sich die Technik entwickelt. Und mir wird bewusst, dass wir die Kinder waren, die diese Entwicklung mitgemacht haben und aufgesaugt haben wie ein trockener Schwamm. Jedes Kapitel bietet viele tolle Erinnerungen und auch einige a-ha! Momente. Wir werden mitgenommen auf unsere Zeitreise zurück in unsere Schule, in unsere verqualmten Wohnzimmer, aber auch wieder zurück an unseren ersten Fernseher mit der ersten VHS-Kassette, an unseren ersten Walkman, an unsere Ausflüge mit dem Fahrrad ins Freibad, die Erinnerung an das Auspacken unserer ersten Schallplatte und an unseren ersten PC-Monitor, der damals noch schwarz mit weißer, gelber oder grüner Schrift leuchtete.

    Auch wenn die meisten Alltagsbeschreibungen sich denen von heute gleichen, so wird einem trotzdem bewußt, dass das, was in den 80ern angefangen hat, heute um ein vielfaches schlimmer oder anders ist. Seien es die Mama-Taxis, die heute zu Helikoptern mutiert sind, oder das damals erwachende Umwelt- und Gesundheitsbewußtsein, dass heute zu ekstasischem Ausmaß angewachsen ist. Und natürlich nicht zu vergessen der Beginn der (mobilen) Technik in Form einer Kassette im Walkman.

    Es ist klar, dass nicht alle Kassettenkinder exakt das Gleiche erlebt haben, und das kann auch das Buch nicht liefern. Die Autoren haben aber in ihrer sehr ausgefeilten und pointierten Sprache versucht, alle regionalen und gesellschaftlichen Unterschiede aufzugreifen und wieder zu spiegeln. Und ich denke, man kann schon sagen, dass wir im Groben und Ganzen doch alle gemeinsam das Gleiche erlebt haben, und uns heute noch zusammen schweißt. Weil es damals auch noch nicht so eine Reizüberflutung mit den vielen verschiedenen Möglichkeiten gegeben hat. Und das wird in diesem Buch – finde ich – recht anschaulich erzählt. Ich finde es auch gut, dass nicht nur die positiven oder lustigen Erinnerungen aufgeführt wurden, sondern auch das, was nicht so toll war und uns auch bis heute noch geprägt hat, wie zum Beispiel Tschernobyl und der Krankheit AIDS. Es war nicht alles gold, was glänzte damals. Auch wenn wir alle so nostalgisch an die 80er zurückdenken. Ja, es war auch eine Zeit mit neuen Ängsten und Katastrophen, deren Ausmaß wir jetzt erst vielleicht besser begreifen können.

    Es war ein schöner, nostalgischer aber auch ein bisschen nachdenklicher Ausflug zurück in meine Kindheit und Jugend. Es war genau die Zeit, in der ich vom Kind zum jungen Mädchen wurde, zwischen 6 und 16 Jahre. Die wildesten und aufregendsten Jahre meines Lebens, in dem noch alles möglich und offen war. Danke für diese gelungene Zeitreise, ich habe mich in so gut wie allen Kapiteln und Erzählungen wieder gefunden! Und wenn Eure Kinder fragen, wie es denn damals so war als Kind, dann drückt ihnen das Buch in die Hand!

    Auch wenn ich das heutige Zeitalter, Smartphones und Vernetzung nicht verzichten möchte. Manchmal wünschte ich mir schon ein "back to the roots“. Und ich werde auch gleich mit meinen Kindern „Zurück in die Zukunft“ anschauen!

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

    Missbrauch melden
    | Kommentar als Link

    Kommentar Kommentar

Kommentar zum Artikel verfassen

Pflichtfelder *

Vollständiger Name. Wird, falls vorhanden, mit Ihrer Homepage verlinkt.

Optional, nicht erforderlich.