Kommentare

3 Kommentare

  1. Alexander Ewald
    ·
    1.117 von 1.206 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Spielerisch…, 24. November 2007
    Von 
    Alexander Ewald (NRW) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (REAL NAME)
      

    Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich – und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
    …dieses in der Buchbeschreibung auf dem Umschlag mehrfach auftauchende Wort beschreibt Richard David Prechts "Wer bin ich? und wenn ja, wie viele? Eine philosophische Reise" in meinen Augen soweit treffend.
    Ich habe mir das Buch, weil es eingeschweißt war, einfach mal auf gut Glück gekauft und bekam einiges zu lesen.

    Precht möchte mit seinem Buch einen Einblick geben, einen Einblick in die großen philosophischen Fragen des Mensch-Seins, verknüpft mit Ergebnissen und Sachverhalten aus Psychologie und Biologie – demnach ist das Buch also der Versuch, den Leser auf eine einleitende vielperspektivische Reise mitzunehmen, wo alles miteinander zusammenhängt.

    Rein strukturell hangelt der Autor sich an den berühmten kantischen Fragen "Was kann ich wissen?", "Was soll ich tun?" und "Was darf ich hoffen?" entlang und reißt dabei die unterschiedlichsten Themen an, wie z.B.

    Kapitel 1: Was kann ich wissen?
    – Was ist Wahrheit?
    – Wie funktioniert mein Gehirn?
    – Wer ist "Ich"?
    – Was sind Gefühle?

    Kapitel 2: Was soll ich tun?
    – Warum soll ich gut sein?
    – Kann ich wollen, was ich will?
    – Ist Abtreibung moralisch?
    – Warum sollen wir die Natur schützen?

    Kapitel 3: Was darf ich hoffen?
    – Gibt es Gott?
    – Was ist Liebe?
    – Was ist Freiheit?
    – Hat das Leben einen Sinn?

    Auffallend ist die Breite der angelegten Fragen – der Autor verknüpft philosphische Überlegungen mit Biologie und Psychologie, ist bemüht um das vernetzte Denken und Fragen stellen.
    Innerhalb der jeweiligen Kapitel stellt Precht verschiedene Aspekte der jeweiligen Disziplinen vor (beispielsweise Kants kategorischen Imperativ, Descartes "cogito ergo sum", Die Experimente Libets), wägt sie ab und entfaltet zum Ende hin eine Art Standpunkt, von dem aus er geschickt zum nächsten Kapitelthema überleitet.
    Das Ganze erfolgt auf eine irgendwo spielrisch wie leichte Art und Weise und macht das Buch amüsant lesbar.

    Vor allem entfaltet dieses durch diese spielrische Herangehensweise seinen eigenen Charme, der es sowohl für Einsteiger in die Philosophie aber auch für mehr bewandelte Leute interessant macht:

    Der Einsteiger findet eine Menge an Informationen, Gedanken und Fragen vor und wird so auf ganz leichte Weise zum Nach- und Weiterdenken ermuntert.
    Dennoch kann ein wenig Zeit lassen beim Lesen nicht schaden – die Informationsmenge ist sehr hoch und das Sortieren derselben kann, gerade wenn zum Ende hin die Querverbindungen häufiger werden, dazu führen, dass das Behalten des Überblicks gefährdert sein könnte.

    Dem etwas mehr bewandelte Leser kann es Freude bereiten, zu sehen, welche Verknüpfungen Precht herstellt. Sicherlich wird er fachlich nicht allzu viel Neues erfahren, wenn überhaupt, und es mag sich bei manchen Verknüpfungen im Detail Zweifel oder gar Widerspruchsgeist regen – dies ist dem Autor durchaus bewusst – aber kombiniert mit den entfalteten Standpunkten kann man das Werk spielerisch wie ernster als (Neu)Ausgangspunkt zur Selbstreflexion eigener Standpunkte und Anregung von Gedanken betrachten, wo dann mE auch über das Buch hinausweisendes miteinbezogen werden kann – kurzum: ein interessantes und Freude bereitendes Buch.

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

    Missbrauch melden
    | Kommentar als Link

    Kommentar Kommentare (8)

  2. Rene Borbonus
    ·
    287 von 326 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Die wirklich interessanten Dinge des Lebens, 11. April 2008
    Von 
    Rene Borbonus – Alle meine Rezensionen ansehen
    (REAL NAME)
      

    Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich – und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
    Schon am Titel merkt man, dass es sich hierbei um ein unterhaltsames, ein anderes Buch handelt. Ein Buch, dass einem das Hirn ein wenig verdreht. Und das ist wirklich so. Das Buch ist eine philosophische Reise und streift einige wirklich interessante Fragen: Was ist Wahrheit? Was ist Sprache? Gibt es Gott? Darf man Tiere essen? Brauchen wir Eigentum?… um nur einmal ein paar zu nennen. Das Tolle ist, dass Precht niemals belehrt, sondern vielmehr zum Denken anregt. Dazu vertritt er sehr oft verschiedene Sichtweisen argumentativ so gut, dass man erst der einen, dann der anderen lauthals zustimmen möchte, um am Ende eines Kapitels wirklich ins Grübeln zu kommen. Ganz nebenbei erfährt man auch sehr viel über die großen Philosophen. Die werden aber – anders als in anderen Philosophie-Büchern – nur am Rande erwähnt, etwa, wenn ihr Denken zu einer der Fragen, die Precht stellt, passt. Außerdem werden die Philosophie-Stars sehr menschlich dargestellt, manchmal erinnert das ein wenig an die philosophische Hintertreppe.

    Alles in allem: Eine wunderbare Lektüre für zwischendurch, wenn man sich mal wieder um die wichtigen Dinge im Leben scheren möchte.

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

    Missbrauch melden
    | Kommentar als Link

    Kommentar Kommentar (1)

  3. S. C.
    ·
    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Ein Einstieg für Anfänger, 16. November 2016
    Von 
    S. C. (Düsseldorf) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich – und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise (Broschiert)
    Herr Precht ist inzwischen ja relativ präsent im Fernsehen, und das hat er sich auch verdient. Der Grundstein dafür ist "Wer bin ich – und wenn ja wie viele?".

    Es handelt sich natürlich um ein unterhaltendes Buch dass die Tiefen der Philosophie nicht ergründet. Aber als Normalsterblicher der versucht hat "Heidegger" zu lesen kann ich auch sagen dass dies nicht schlechtes ist. Am Ende steht ja immer die Frage: Was ist richtig, was ist falsch, was ist der Sinn? Und hier liefert Herr Precht sehr viele tolle Denkanstösse. Er gibt Beispiele, veranschaulicht in einer kurzen Übersicht Vor-und-Nachteile der Denkrichtungen und wertet manchmal auch deutlich. Da muss man natürlich nicht zustimmen, aber es regt zu eigenen Gedanken an.

    Für die breite Masse ist "Wer bin ich …" ein tolles Werk dass den Einstieg in die Werke der großen Denker sehr erleichtert. Und damit erfüllt es seinen Zweck perfekt!

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

    Missbrauch melden
    | Kommentar als Link

    Kommentar Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

doFollow