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  1. Hope
    ·
    5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Erschütternd und schockierend, 8. Februar 2011
    Von 
    Hope – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Wenn der Krieg nicht endet: Schicksale von traumatisierten Soldaten und ihren Angehörigen (BALANCE Erfahrungen) (Taschenbuch)
    Dieses Buch geht einem so tief unter die Haut.
    Es ist unvorstellbar, was diese Männer während des Krieges und oftmal ihr ganzes Leben lang ertragen müssen.
    Jemand der es nicht am eigenen Leib erlebt hat, kann es wahrlich nur schlecht nachvollziehen.
    Umso beeindruckender ist dieses Buch und gibt Erklärungen über die Handlungsweisen der Betroffenen.
    Ich finde es unheimlich mutig und bewegend, das hier so viele den Mut gefasst haben über ihre Probleme zu berichten.
    So oft liest man oder sieht im TV Dinge über den Krieg. Doch überlegt man wirklich einmal, was mit dem einzelnen Soldaten dort passiert?
    Erschüttert ist man, wenn man hört, das wieder ein Soldat gefallen ist. Doch was ist mit denen, die das ganze überlebt, jedoch nie verarbeitet haben?
    Diese Berichte zeigen in seiner ganzen nackten Wahrheit, mit was diese Menschen noch Jahre…ja manchmal sogar ein ganzes Leben lang….zu kämpfen haben.
    Erschütternd, wie so einige daran fast zerbrachen, einige ihr Leben nur durch Medikamente noch einigermassen meistern können und einige es "besser" wegstecken.
    Gut beschrieben wurde auch, wie hilflos sich so mancher gefühlt hat, weil er nicht wusste was mit ihm passiert war und es oft Jahre dauerte, bis sie an die richtige Stelle kam, um eine Diagnose zu erhalten. Nämlich PTBS!
    Bewundernswert fand ich auch die Angehörigen, die dies alles aus Liebe zu ihrem Partner mit durchstanden.
    Einige von ihnen bekamen dadurch selber psychische Probleme, andere mussten gehen um sich oder ihre Kinder zu schützen.
    Ich habe den allertiefsten Respekt vor diesen Menschen.
    Vielleicht ist es durch dieses Buch gelungen in dem einen oder anderen etwas auszulösen.
    Nämlich zu hinterfragen, warum manch einer gereizt im Straßenverkehr, im Supermarkt oder bei einer zufälligen Berührung reagiert.
    Keiner kann sich vorstellen, was diese Personen erlitten und teilweise heute noch erleiden müssen.
    Dafür zollt jedem einzelnen von Ihnen mein allergrößter Respekt!
    Es sollte mehr von solchen Büchern geben, damit die Menschen wieder verantwortungsvoller und sensibler mit einander umgehen.
    Denn nicht nur durch Krieg, auch durch andere schlimme Schicksalsschläge kann das Leben aus den Fugen geraten und die Persönlichkeit sich ändern.
    Für mich das bewegenste Buch seit langem!!!
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  2. Klaus Roth (Autor)
    ·
    7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Sehr gutes Buch zum Verständnis kriegsbedingter posttraumatischer Belastungsstörungen und dem dazugehörigen Symptomspektrum, 25. März 2010
    Von 
    Klaus Roth (Autor) (Wiesbaden) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 500 REZENSENT)
      

    Rezension bezieht sich auf: Wenn der Krieg nicht endet: Schicksale von traumatisierten Soldaten und ihren Angehörigen (BALANCE Erfahrungen) (Taschenbuch)
    90 % des Buch machen die 21 Schilderungen von Betroffenen kriegsbedingter PTBS und ihren Angehörigen aus, daneben finden sich nur sehr wenige Erklärungen und einige Adressen für Betroffene. Dies macht jedoch nichts, da ich aus den Fallschilderungen schon sehr viel für mich mitnehmen konnte.

    Da es das erste Buch über kriegsbedingte PTBS ist, dass ich las, kann ich keine Vergleiche zu anderen Büchern zu anderen Büchern in dem speziellen Ecken geben. Wovon ich aber ausgehe ist, dass es im Gegensatz zu den Geschichten einzelner Betroffener das Spektrum von Reaktionen aufzeigt. So wird von manchen geschildert, durch das Trauma habe sich bei ihnen garnichts geändert, während andere die Welt völlig anders betrachten. Teils wird vermutet, man könne mit Traumata in Zukunft besser umgehen und teils, der nächsten Traumatisierung stehe man ebenso hilflos gegenüber. Für sehr wichtig halte ich das Buch für Unbetroffene, da so Verhaltensweisen deutlich besser verstanden und nachvollzogen werden können.

    Wenn man von sehr wenigen Ausnahmen(wie spontanen Angriffsreaktionen auf überraschende Reize)und der Intensität absieht, unterscheiden sich kriegsbedingte Traumatisierungen nicht von anderen. Bei anderen PTBS-auslösenden Erfahrungen kommt es etwa auch zu Übererregung, Vermeidung, Intrusionen(= Überflutungen mit belastendem Material), sozialem Rückzug und emotionaler Taubheit. Ich kann das Buch daher auch sehr Menschen empfehlen, die durch andere Ereignisse(wie Vergewaltigungen, Überfällen u. ä.) belastet wurden. Denn die Literatur speziell zum vorgefallenen Trauma erleben Selbstbetroffene häufig als sehr belastend.

    Für mich war es sehr aufschlussreich, denn bisher wunderte ich mich häufig über das fehlende Verständnis meiner Mitwelt für meine(nicht-kriegsbedingte) PTBS. Das Buch zeigte mich durchgehend immer wieder, dass ich mit dem Problem weit weniger allein dastehe, als ich bisher dachte. Gerade bei Traumatisierungen durch Einsätze in Krisengebieten könnte man erwarten, dass ein Verständnis für die Nachwehen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Vermutlich trifft hier etwas zu, dass auch im Buch von vielen geschätzt wurde: Man kann es jemandem, der es selbst erlebte oder intensiv mit einem Betroffenen zu tun hatte, einfach nicht verständlich machen.

    Teilweise ist es etwas bedrückend und beängstigend, wie belastend und langfristig PTBS bei einem Menschen bleiben kann(In Einzelfällen und unbehandelt kommt es vor, dass PTBS-Symptome auch nach 50 Jahren noch komplett vorhanden sind). Dadurch wird auf der anderen Seite aber aufgezeigt, wie schwierig eine solche Belastung ist und wie wenig man sich schämen muss, selbst auch länger an dieser Problematik zu leiden.

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  3. Carla
    ·
    5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Erschütternde Einzelschicksale,, 14. Juni 2010
    Von 
    Carla – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Wenn der Krieg nicht endet: Schicksale von traumatisierten Soldaten und ihren Angehörigen (BALANCE Erfahrungen) (Taschenbuch)
    die insgesamt ein gutes Bild für den Laien zum Verständnis von Traumatisierungen geben. Hat man nach dem Vietnam-Krieg noch über Veteranen geurteilt und auf sie herabgeschaut, wenn sie mit Sack und Pack durch die Nächte gezogen sind und Gruben im Garten gebuddelt haben, weiß man heute, warum sie dies taten. Sicher auch für aktuell Betroffene und Angehörige ein kleiner Trost, zu wissen, daß sie nicht alleine sind, Adressen von Selbsthilfegruppen und Anlaufstellen im Anhang.
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