Wenn aus Wetterdaten "Klima" wird …: Der Einfluss ozeanischer Zyklen aus PDO und AMO auf die Temperaturtrends der Schweiz (Schriftenreihe des Instituts … Geoökologie und Klimawissenschaften)

Geologie

Der vorliegende Band nutzt zur Betrachtung des Problems "Klima und Temperaturveränderungen" u.a. die Daten der Wetterstation Genf. Es werden die Original- wie die homogenisierten Zahlenreihen dargestellt. Auch GISS u.a. Daten werden aufgezeigt.
Die Ausführungen und Grafiken sollen dazu anregen, sich Gedanken zu machen, ob nicht im Modell des Klimawandels bisher etwas sehr Wichtigem viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde, nämlich den ozeanischen Zyklen (wie PDO und AMO) mit der jeweils im Wasserkörper des Pazifiks bzw. Atlantiks immanenten Wärmespeicher- bzw. Wärmeabgabefunktion der Wasseroberflächen. Daraus resultiert eine Beeinflussung der weltweiten Lufttemperaturen über den Abtransport von Energie durch die über die Meeresoberfläche hinwegstreichende atmosphärische Zirkulation. Die Folge wären an- und absteigende Lufttemperaturen, je nach wärmerem bzw. kühlerem Status der ozeanischen Speicher – bzw. Wasserspiegel-Kontaktflächen, auch in entfernteren Regionen der Erde. D.h. im Ergebnis aber auch, dass es so wäre, wie wir es in CH oder D mit Zeiträumen von zu- bzw. abnehmenden Temperaturen tatsächlich registrieren. Sind die "schwingenden" Wärmeniveaus der ozeanischen Oszillationen sowohl des Pazifiks (PDO) als auch des Atlantiks (AMO) bzw. deren Zusammenspiel, eine denkbare Ursache für den zeitraumveränderlichen Verlauf der Temperaturen in Europa … ob (beispielhaft) in eher städtischer Umgebung (Genf und Zürich, Genua) oder ob innerhalb eines ganzen Landes (Deutschland)? Dass es grundsätzliche Korrelationen zu den weltweit zu beobachtenden Lufttemperaturen gibt, ist nicht neu. Ob es sich jedoch nur um eine einfache Beziehung handelt oder es vielmehr um eine von den energiereichen Wasserkörpern der Ozeane ausgehende wärmende (positive AMO/PDO) bzw. kühlende (negative AMO/PDO) Wirkung auf die Lufttemperaturen auch entfernter Gebiete, quasi in Form einer Art "Warmwasserheizung mit Umluft" geht, sollte diskutiert werden.
Könnte es sein, dass wir bisher den "Elefanten im Raum" übersehen haben?
Sicher ist, dass die Veränderungen der PDO und der AMO mit dem langfristigen "auf und ab" der Luft-Mitteltemperaturen in der Schweiz bzw. Deutschlands korrelieren. CO2, das von vielen als Primärfaktor für die Entwicklung hin zu immer höheren Temperaturen angesehen wird, spielt eine Rolle im Geschehen ansteigender Lufttemperaturen, ist aber offenbar kein bestimmender Faktor für die Grundschwingung der Lufttemperaturveränderlichkeit in Mitteleuropa.


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