Was das Haben mit dem Sein macht: Die neue Psychologie von Konsum und Verzicht

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Sozialpsychologie

Wie unterschiedlich wir Menschen doch sind. Manche sind im Konsumrausch – sie kaufen in volle Schränke, erfreuen sich an materiellen Gütern und schöpfen daraus Selbstbestätigung. Anderen wiederum ist Besitz gleichgültig – sie sind auf der Sinnsuche und auf außergewöhnliche Erfahrungen ausgerichtet, die sie weiterbringen.
Der Sozialpsychologe Jens Förster zeigt sehr anschaulich, welchen Einflüssen unsere Bedürfnisse unterliegen, weshalb wir unsere Lebensziele verfolgen und ob sie tatsächlich geeignet sind, uns glücklich zu machen. Er lotet unsere Befindlichkeiten in der heutigen Überflussgesellschaft aus und entwickelt auf dieser Basis eine völlig neue Theorie der Beziehung zwischen Sein und Haben.


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Was das Haben mit dem Sein macht: Die neue Psychologie von Konsum und Verzicht

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  1. Schreibmaschine Schreibmaschine sagt:
    11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Eine Theorie des Glücks., 22. Oktober 2015
    Von 
    Schreibmaschine (Hamburg) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Was das Haben mit dem Sein macht: Die neue Psychologie von Konsum und Verzicht (Gebundene Ausgabe)
    Das Buch beschäftigt sich mit einer psychologischen Sichtweise auf die heute oft nur unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtete Frage wie viel Haben eigentlich für ein zufriedenes Sein nötig ist. Ausgehend von frühen Überlegungen Erich Fromms entwickelt der Autor eine Theorie zu diesem Thema, welche aktuelle Forschung aus vielen Bereichen der Sozialwissenschaften berücksichtigt. Was sich zunächst wie ein sehr abstraktes Thema anzuhören schein, wird von Jens Foerster sehr anschaulich und für den Laien verständlich dargelegt. Trotzdem findet auch der mit Thema vertraute Leser eine neue und überraschende Perspektive, die zum Nachdenken anregt und das Bedürfnis nach einer psychologischen Sicht auf mikroökonomische Entscheidungen für oder gegen Konsum oder Verzicht weckt.
    Es würde der deutschen Psychologie gut tun, wenn sich mehr Forscher hin und wieder aus dem Elfenbeinturm heraus wagen und den interessierten Laien zum Dialog herausfordern würden. Dieses Buch bietet viele Anregungen zum Nachdenken und auch zum Kritisieren. Aber es lässt den Leser sicher nicht kalt. Mehr kann ein populärwissenschaftliches Buch eigentlich nicht leisten. Darum ist „Was das Haben mit dem Sein macht“ so gelungen.
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  2. M. Lehmann-Pape M. Lehmann-Pape sagt:
    7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Zur Balance zwischen Haben und Sein, 30. November 2015
    Von 
    M. Lehmann-Pape – Alle meine Rezensionen ansehen
    (REAL NAME)
      

    Rezension bezieht sich auf: Was das Haben mit dem Sein macht: Die neue Psychologie von Konsum und Verzicht (Gebundene Ausgabe)
    In Anlehnung an Erich Fromms bahnbrechendes Werk (in dem, verkürzt, das „Haben“ mehr oder minder nicht mehr als ein notwendiges Übel gewertet wird und im äußersten Gegensatz zum (eigentlich bedeutenden) „Sein“ steht. Als die eigentlich anzustrebende innere wie äußere Haltung), erweitert und setzt Jens Förster nun die Auseinandersetzung mit den beiden Kräften im Menschen, den beiden Bedürfnissen, den beiden Lebensformen fort.

    Ebenso, wie bei Fromm, geht es auch bei Förster um das „Erwachsen-Werden“, um das Verlassen eines Zustandes des „ewigen Säuglings“, wie Fromm es bezeichnet. Dies aber nun um einiges differenzierter angelegt als bei Fromm.

    Wobei Förster natürlich in den Grundzügen Fromm zustimmt, das das „Haben“ sich auch auf „nicht-materielle Gegenstände“ erstreckt und auch Ideologien, Haltungen mit „aufsaugt“. Die treffenden Beispiele der „Vermarktung“ von „Achtsamkeit, Wellness, Bio“ etc. in Form von (immer noch Billig-) Produkten in Supermärkten spricht hier Bände, wie jede Idee, jede innere Form des Suchens umgehend dem Markt zugeführt wird.

    Dennoch:

    „Hier trennen sich unsere Sichtweisen….glaube ich, dass jeder Mensch sich widersprechende Haltungen…..im Kopf hat“. Die eben, nach Förster, erst einmal, „Sein dürfen“ und dennoch nicht unverändert stehen bleiben sollten, will der Mensch tatsächlich befriedigend zu sich selber finden.

    Der (immer noch, trotz Konflikten um eine konkrete Studiendatenerhebung) renommierte Sozialpsychologe Jens Förster folgt in den Darstellungen seinem bekannten Stil, sehr flüssig und verständlich Forschungsergebnissen der Psychologie mit philosophischen Überlegungen und immer dem konkreten Blick auf das Individuum aufzubereiten und in der Konklusion argumentativ überzeugende Zusammenhänge offen zu legen.

    „Wir haben ein Problem“.

    Was sicher keine unbedingt neue Erkenntnis ist (immerhin beruht die gesamte psychologische Wissenschaft auf einem solchen Postulat).
    Dennoch aber bietet Fördert in sehr differenzierter, klarer und eben überzeugender Form seine Analyse der Problematik des konkreten, allgemeinen Problems eines „Immer mehr“ an Konsumverhaltens (und „Haben Wollen“ in anderen Formen) und des demgegenüber doch eher wenigen substanziellen „Ertrags“ für das innere Wohlbefinden des Menschen an.

    Wobei Fördert nicht müde wird, immer wieder ganz praktisch und praktikabel Vorschläge zu gestalten, Impulse zu setzen, wie das „Sein“ mehr in den Mittelpunkt der Lebensführung rücken könnte. Ohne das „Haben“ dabei vollständig zu verteufeln.

    „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, das könnte ein Leitsatz der Bewertung des persönlichen Energieaufwandes für das „Haben“ sein, was natürlich dann je individuell zu füllen ist.

    Dass die „Versionen des Habens“ dann den Leser durchgehend „ertappen“ und erschrecken ist ebenso der klaren Sicht Försters geschuldet, wie die „Versionen des Seins“ tatsächlich bei der Lektüre motivieren und für eine innere Reflexion sorgen, die den Hinweisen Försters und der Skizze eines „Seins“ zustimmend folgt. Denn, letztlich, bei allem Verständnis, das Förster entfaltet und bei allem, was er dem modernen Menschen an „Haben“ zugesteht, all dies dient am Ende nur der Vorbereitung seines Ergebnisses aus aller Analyse:

    „Wie wäre es denn mit Sein statt Haben“. Und das mit einer interessanten und nachhallenden „hedonistischen“ Komponente, die Förster überzeugend vertritt und in der viele Ergebnisse seiner Arbeit im Rahmen der Motivationspsychologie in guter Weise zusammenfließen.

    Eine rundum empfehlenswerte Lektüre, locker im Ton und gehaltvoll im Inhalt mit sehr vielen lebensnahen „Griffen in die Praxis“ und den Alltag.

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  3. ericus jacobus ericus jacobus sagt:
    10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    3.0 von 5 Sternen
    nicht so begeistert, 29. Dezember 2015
    Von 
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    Rezension bezieht sich auf: Was das Haben mit dem Sein macht: Die neue Psychologie von Konsum und Verzicht (Gebundene Ausgabe)
    ich habe damals erich fromm gelesen und war von den aussagen als überwiegend richtig überzeugt, ohne-nun ja- selbst danach zu leben.das buch von förster ist keine Revitalisierung der frommschen ausgabe, auch-wie ich meine- keine kritische Auseinandersetzung.der wesentliche unterschiedung besteht wohl darin, dass fromm letztendlich moralisiert und bewertet ,während förster nur psychlogisiert. die folge von försters Betrachtungsweise ist die Erkenntnis, dass sein oder haben oder beide zusammen gut oder weniger gut sein können.ich hatte das gefühl, dass die aussagen in eine konturenlose Beliebigkeit abdriften, ja fast zu profanen aussagen verbleichen.sicherlich versteht man menschliches verhalten bei sein und haben etwas mehr, aber als Kompass, als helfender Wegweiser ist das buch nicht zu gebrauchen.
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