Sturmwarnung: Das aufregende Leben des Kapitäns Jürgen Schwandt. Auf See und in den Häfen.

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Biografien & Erinnerungen

Ein Leben wie ein ewiges Abenteuer: Orkane auf See, Stürme im Rotlicht der Häfen. Momente zwischen Leben und Tod. Kapitän Jürgen Schwandt, Jahrgang 1936, hat alles erlebt. Aufgewachsen in den Trümmern Hamburgs, ging er früh zur See – und tauchte ein in jene exotische Welt aus Fernweh und Sternenstaub, von der er immer geträumt hatte. Dabei lernte er auch früh die Schattenseiten der Seefahrt kennen: den unbarmherzigen Ozean und die harte Arbeit.

STURMWARNUNG ist eine liebevoll und mit Augenzwinkern erzählte Lebensgeschichte. Eine turbulente Biografie voller Weisheit, Toleranz und Zigaretten.


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Sturmwarnung: Das aufregende Leben des Kapitäns Jürgen Schwandt. Auf See und in den Häfen.

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Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

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3 Kommentare

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  1. 78 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Lesen! Unbedingt lesen!, 4. Mai 2016
    Von 
    Gospelsinger (Berlin) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 1000 REZENSENT)
      
    (VINE®-PRODUKTTESTER)
      

    Rezension bezieht sich auf: Sturmwarnung: Das aufregende Leben des Kapitäns Jürgen Schwandt. Auf See und in den Häfen. (Kindle Edition)
    „Ich bin ein Seemann. (…) Wir haben geschuftet, wenig Lohn bekommen, wir haben gehungert und waren miserabel untergebracht. Trotzdem möchte ich nicht einen Tag und nicht eine Reise missen. Mein Leben war ein großes Abenteuer.“
    Das Abenteuer des Kapitäns Schwandt begann in den Trümmern des im Krieg zerstörten Hamburgs. 1945 gab es keinen Schulunterricht; Schwandt und seine Kumpel nutzten die Zeit, um mit ihrer Jugendbande für den Lebensunterhalt ihrer Familien zu sorgen. Hunger war ein ständiger Begleiter in dieser Zeit, ebenso wie die Kälte des Hungerwinters 1946.

    Schwandt träumte sich weg, er wollte Seemann werden und in wärmere Länder fahren. Sein Schulleiter unterstützte den Sechzehnjährigen, der in der Seefahrt bereits als volljährig galt, gegen die Widerstände seiner Mutter, einer Tochter aus gutem Haus. Seeleute hatten keinen guten Ruf, und sie hatte Angst, dass ihr Sohn mit einer Tätowierung nach Hause kommt…

    Im Sommer 1952 wurde für Schwandt der Traum Wirklichkeit. Nur, dass die Wirklichkeit erst einmal nicht gerade traumhaft war. Erst einmal hieß es, im Heuerbüro zu warten, jeden Tag, den ganzen Tag über. Bis endlich ein Schiffsjunge für die „Argonaut“ gesucht wurde. Das Schiff entpuppte sich allerdings als kleiner Gaffersegler aus dem Jahr 1883, mit einem besonders geizigen Kapitän und Eigner.

    Eindringlich wird die elendige Schufterei unter mehr als primitiven Bedingungen an Bord geschildert. Arbeitsschutz war ein Fremdwort.

    Auf dem Weg zum Kapitänspatent musste Schwandt mehrere Stufen durchlaufen: Schiffjunge, Jungmann, Leichtmatrose und Vollmatrose. Er fuhr daher auf einem Küstentanker und später auf einem kleineren Frachter, der MS Amisia.
    Dort waren die Arbeitsbedingungen ein wenig besser.

    1955 ging es dann endlich auf Große Fahrt, mit der Franziska Sartori auf den Nordatlantik. In das klassische Schlechtwettergebiet, das Mensch und Material das Äußerste abverlangt und saugefährliche Stürme hervorbringt. Dieses Buchkapitel trägt nicht umsonst die Überschrift „Wiedergeburt“.

    Das harte Leben an Bord sorgte für Exzesse. Alkohol, Glücksspiel, Schlägereien und natürlich die nächtelangen Partys an Land.
    „Am Klischee, dass ein Seemann in jedem Hafen eine andere Braut hat, war zu meiner Zeit als Matrose einiges dran. Wir haben nichts ausgelassen.“
    1966 wurde Schwandt Kapitän der Ludwigsburg, nun in etwas ruhigeren Gewässern. Später wechselte er seiner Frau zuliebe zum Wasserzoll. Aber alle zwei Jahre geht er noch einmal auf Fahrt.

    Dieses Buch hat mich völlig fasziniert, ich habe es begeistert verschlungen. Ich liebe das Meer, und ich habe schon einige Bücher über die Seefahrt gelesen, aber keines hat mich so beeindruckt wie dieses.
    Das liegt zum einen an den plastischen Beschreibungen, die eine längst vergangene Zeit lebendig werden lassen, an den spannenden und atemberaubenden Erlebnissen, an den wunderbaren Fotos, vor allem aber an der Persönlichkeit des Kapitän Schwandt, dem ich auch auf Facebook folge.

    Mir gefällt Schwandts Ehrlichkeit (im Buch redet er auch offen über seine Alkoholsucht), sein Humor, seine Klugheit, seine Ironie, sein Respekt vor anderen Menschen, egal, woher sie kommen.

    „Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun.“

    Recht hat er.

    Als Bonuskapitel sind im – wie immer bei Ankerherz liebevoll gestalteten – Buch einige der Kolumnen enthalten, die Kapitän Schwandt für die Hamburger Morgenpost schreibt.

    Respekt vor anderen und eine tiefe Menschlichkeit, das zieht sich als roter Faden durch das gesamte Buch, das ich nicht nur denen, die das Meer lieben, ans Herz legen möchte, sondern allen, die wissen möchten, was es bedeutet, in gefährlichen und bewegten Zeiten Anstand zu bewahren.

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  2. 12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Sehr lesenswert – nicht nur für maritim veranlagte "Landratten", 3. Juli 2016
    Von 
    O. Kirch – Alle meine Rezensionen ansehen
    (REAL NAME)
      

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Sturmwarnung: Das aufregende Leben des Kapitäns Jürgen Schwandt. Auf See und in den Häfen. (Gebundene Ausgabe)
    Ich muss beruflich sehr viel lesen – daher fällt es mir privat nicht leicht, ein Buch bis zum Ende durchzubringen. Fasziniert es micht nicht völlig, ist es nicht spannend oder unterhaltsam, fliegt es in die Ecke. Oder landet im Bücherschrank. Oder eben bei Amazon, um einen neuen Besitzer zu finden. Dieses Buch hier, "Sturmwarnung", gehört garantiert nicht dazu. Ok, ich gebe zu: Ich liebe das Meer und die Freie und Hansestadt Hamburg, aber auch "Nicht-Seebären" könnten Ihren Spaß haben: Von Pokerrunden auf See, die abrupt beendet werden, über Rotlichtgeschichten bis hin zu politischen Statements zur aktuellen Lage ist hier alles vorhanden. Authentisch, lebensecht und vor allem nie peinlich berichtet Kapitän Schwandt aus seinem Leben. Ein absoluter Lesetipp – ich hatte das Buch nach vier Stunden durch. Dazu kommt eine liebevolle und hochwertige Aufmachung sowie Illustration. Die rund 30 Euro habe ich wirklich gerne ausgegeben und es wird nicht das letzte Buch aus dem Ankerherz-Verlag sein. Dafür habe ich hier und da zu sehr gelacht und ebenso oft genickt. Sehr gute Unterhaltung!
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  3. 3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Der Wind bestimmt den Kurs, 14. August 2016
    Von 
    Ernst Groechenig (Aarau) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (REAL NAME)
      

    Rezension bezieht sich auf: Sturmwarnung: Das aufregende Leben des Kapitäns Jürgen Schwandt. Auf See und in den Häfen. (Gebundene Ausgabe)
    Die Nordlichter unter Ihnen haben wieder einmal einen Vorteil. Sie haben die Hamburger Morgenpost praktisch vor der Haustüre und damit schon lange Zugang zu den Kolumnen on Kapitän Schwandt, von denen ich als Alpenländer erstmals in diesem Buch gehört habe und in deren Genuss ich zum ersten mal in Form eines Bonusmaterials am Ende des Buches kam. Und ich habe selten so gelacht. Meine Güte, der Mensch hat Humor, Weitblick, Ironie, Zynismus und vor allem einen unglaublich sympathischen Humor. Zu dem würde ich mich sofort an den Tisch setzen und bei einem Kaffee seinen Erzählungen lauschen.
    Zu erzählen hat er was. Wer 1936 in Hamburg geboren wurde, kam nicht gerade unter einem guten Stern auf die Welt. Jürgen Schwandt erzählt davon, in lebhaften Bildern, ohne Mitleidsheischend zu sein. So wie es damals für ihn war und so, wie er es empfunden hat. Als Leser hat man das Gefühl, die verdorbenen Essensreste riechen zu können, die Kinder der Nachkriegszeit hungrig suchten, weil es das einzige Essen war, das sie bekamen. Und dann, wenn der eigene Magen schon knurrt, kommt zwischendrin eine Passage, so unerwartet, humorvoll und witzig, dass man lachen muss und sich hinterher gleich dafür schämt.
    Das Buch habe ich in einem Zug durchgelesen, was bei 191 Seiten gut machbar ist. Es ist eine packende, spannende Lebensgeschichte, deren Authentizität in jeder Zeile spürbar ist. Das Leben eines Menschen, der schon als Kind klare Prinzipien und Ziele kannte. Kennen musste. Beeindruckend, wie er daran festgehalten hat, beeindruckend, wie er nichts auslässt und auch über Dinge redet, die man nach seinen eigenen Worten besser verschweigt. Der Leser wird auf verschiedene Seereisen mitgenommen und bei jeder auch mit der Weiterentwicklung der Schifffahrt. Keine unechte Romantik, keine überspannten Abenteuergeschichten, nicht sensationslüstern, aufgebauscht, einfach geradlinig, so, wie es gewesen sein muss. Und dazwischen spart er nicht mit Gesellschaftskritik, beobachtet die Generation „Wisch“ in den U-Bahnen, hört deren Gespräche mit ohne aber zu urteilen oder geringschätzig abzutun. Offen erzählt er über seine Alkoholabhängigkeit und über seinen kalten Entzug, den er ohne fremde Hilfe durchgezogen hat. Hut ab, das war vermutlich die grösste Leistung, die er in seinem Leben vollbracht hat.

    Schon lange hat mich eine Biographie so fasziniert wie diese und ich empfehle sie uneingeschränkt. Nicht nur Menschen mit Schwäche für das Meer werden diese gerne lesen und ebenfalls begeistert sein.

    Jürgen Schwandt wäre jetzt ein Mensch, den ich gerne einmal persönlich treffen würde und dem ich gerne einmal die Hand schütteln würde. Es wäre mir eine grosse Ehre!

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