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  1. Mr.Tortellini
    ·
    4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Anregendes und inhaltlich vorbildliches Standardwerk für Studenten und Interessierte der Sozialpsychologie, 8. Juli 2015
    Von 
    Mr.Tortellini – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Sozialpsychologie (Springer-Lehrbuch) (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Einführungswerk deckt die allgemeinen Grundlagen zur Sozialpsychologie ab und kann für die ersten Semester im Fach Sozialpsychologie als Vorbereitung und Nachbereitung oder Vertiefung genutzt werden. Aber auch Interessenten der Sozialpsychologie können sich mit diesem Buch einen Überblick zu diesem Fachgebiet verschaffen oder durch selektives Lesen Erklärungen und Theorien zu alltäglichen Phänomenen in sozialen Beziehungen finden.

    Das Buch ist verständlich und motivierend geschrieben, die Sachverhalte werden so beschrieben und erklärt, das der Leser die wichtigsten Konzepte versteht ohne das die Sachverhalte zu technisch/wissenschaftlich oder vereinfachend dargestellt werden. Die Autoren bemühen sich in dem Buch zudem praxisnahe Beispiele zu liefern und versuchen auch aktuelle Weltereignisse aus sozialpsychologischer Sicht zu beleuchten (z.B. Spendenbereitschaft für Flüchtlinge ist nicht so groß da sie nicht zur In-group gehören; d.h. für die Eigengruppe ist prosoziales Verhalten eher gegeben zum Beispiel Spendenbereitschaft bei Überflutung im eigenen Land). Die Tabellen und Grafiken sind fast immer sehr nützlich und didaktisch sinnvoll (z.B. tabellarische Darstellung des Kovariationsprinzips mithilfe der einzelnen Informationsarten, S. 76).

    Inhalte bzw. Themen:

    • Einführung/Einleitungskapitel (Was ist Sozialpsychologie, Definition, Geschichte der Disziplin etc.)
    • Forschungsmethoden (Schwerpunkt auf quantitativen und experimentelle Methoden aber auch ein Abschnitt zu qualitativen Methoden)
    • Soziale Wahrnehmung und Attribution (Attributionstheorien z.B. Kovariationstheorie von Kelley)
    • Soziale Kognition („un/bewusste“ Entscheidungen, Schemata, Stereotypen)
    • Das Selbst und soziale Identität (Selbstkonzept, Selbstregulation etc.)
    • Einstellung und Einstellungsänderung (Inhalt, Struktur, Komponenten von Einstellungen, Messen von Einstellungen)
    • Sozialer Einfluss (Persuasion, Einstellungsänderung durch Anreize, Normen, Compliance, Gehorsam, Autorität)
    • Aggression (Theorien, individuelle und situative Faktoren, Prävention und Intervention)
    • Prosoziales Verhalten (Altruismus, spezielle Themen zum Hilfeverhalten)
    • Zwischenmenschliche Anziehung (Attraktivität, Liebesbeziehungen, allgemeine Prozesse)
    • Gruppenprozesse und Intergruppenprozesse (Gruppendynamik, Gruppenleistung, Führung, Vorurteile
    • Kulturelle Unterschiede (Erfassung und Messung, Kognition, Kultur und Selbstkonstruktion, interpersonelle Beziehungen)
    • Serviceteil (Glossar, Literatur, Namensverzeichnis, Stichwortverzeichnis)
    • Externes Zusatzmaterial (online): Lerncenter (Zusammenfassungen der Kapitel, Verständnisfragen, Memocards), Lernforum auf Facebook (Möglichkeit Fragen zu stellen, die von anderen Lesern und/oder ein Autor des Buches beantwortet)

    Sehr nützlich sind auch die weiteren Literaturangaben (Einführungen, Bücher, wissenschaftliche Artikel, klassische bzw. einflussreiche Originalarbeiten, kritische Kommentare) nach jedem Kapitel, sodass der Leser gleich eine Anlaufstelle hat, um sich tiefer in die Materie eines jeweiligen Themas einzulesen. Dabei wird nützlicherweise in 1-2 Sätzen erläutert, welches Unterthema vertieft wird und was der Leser von der empfohlenen Literatur zusätzlich lernen kann.

    Das online Zusatzmaterial kann nicht ganz das halten, was auf dem Buchrücken versprochen wird. Zwar gibt es einen Lerncenter (den andere Verlage gar nicht erst anbieten), jedoch sind die Zusammenfassung sehr knapp und die Antworten der Verständnisfragen aus dem Text herauskopiert (eine Option für Stichworte wäre sinnvoll gewesen; es wird als Antwort ein gesamter Abschnitt angezeigt, was nicht sehr lernförderlich ist). Die Memocards sind dagegen sehr praktisch zum Lernen von Begriffen und Theorien. Das Lernforum auf Facebook ist eingerichtet, jedoch wurde es bisher von den Lesern noch nicht aktiv genutzt. Die versprochenen „Web-Links zu Online-Quellen und spannenden Videos“ auf der entsprechenden Lehrbuch Seite fehlen komplett.

    Es sei nochmal darauf hingewiesen, dass dieses Buch nicht alle Aspekte sozialpsychologischer Forschung abdeckt und damit insgesamt nicht sehr spezifisch ist. Jedoch bietet das Buch eine Übersicht zu den grundlegenden Kernbereiche und Kerntheorien des Fachgebiets der Sozialpsychologie, also genau so wie es für eine Einführung einer großen Teildisziplin sinnvoll ist. Zu speziellen Themen der Sozialpsychologie (z.B. in vertiefenden Uni-Seminaren zur Sozialpsychologie) wird der Leser also nur allgemeinere Theorien finden. Trotzdem kann hierfür das Buch als…

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  2. Thorsten Gablonski
    ·
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Umfassendes, gut leserliches Gesamtwerk der Sozialpsychologie – vor allem für Psychologie-Studierende!, 28. November 2014
    Von 
    Thorsten Gablonski – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Sozialpsychologie (Springer-Lehrbuch) (Gebundene Ausgabe)
    Den Herausgebern des Buches ist es gelungen, ein umfassendes, gut leserliches Gesamtwerk der Sozialpsychologie herauszugeben.

    Pro:
    1) Aufbau des Buches: Neben einer Vielzahl von Abbildungen und Tabellen, zeichnet sich das Buch durch das überaus gelungene Layout und weiteren sehr hilfreichen „Extras“ aus. Es umfasst zu Beginn jedes Kapitels die dort vorkommenden Schlüsselbegriffe (welche am Ende des Buches im Glossar gut übersichtlich auffindbar sind) sowie eine einleitende Lernfrage, die in dem jeweiligen Kapitel beantwortet wird. Ein kurzer prägnanter „Trailer“ gibt einen sehr hilfreichen Überblick über die Inhalte des Kapitels. Wichtige Begriffe werden in separaten Textfeldern in Form einer Definitionsbox dargestellt, was vor allem für das Lernen sehr hilfreich ist. Außerdem werden biographische Auszüge wichtiger Persönlichkeiten dargestellt. In jedem Kapitel finden sich Bezüge zur Forschung sowie Transfers in alltägliche Situationen. Neben weiterführender Literatur findet man am Ende des Kapitels eine schöne und hilfreiche Zusammenfassung.

    2) Inhalt: Um den Einstieg in die Sozialpsychologie vor allem für Nicht-PsychologInnen zu vereinfachen, beginnt das Buch mit einigen klassischen sozialpsychologischen Experimenten (Sherifs-Ferienlagerexperiment, Asch-Linienexperiment, Stereotyp-Experimente, …), in dessen Folge die Definition der Sozialpsychologie und eine kurze geschichtliche Abhandlung folgen, um anschließend in das Fach der Sozialpsychologie einzusteigen. Alle für die Sozialpsychologie relevanten Theorien und Sachverhalte (sofern als Nicht-Sozialpsychologe beurteilbar) sind enthalten, so dass ein sehr breites Spektrum abgedeckt wird. Innerhalb der Kapitel werden außerdem immer wieder Bezüge hergestellt. Fachbegriffe, die in vorangehenden Kapitel erläutert wurden, werden unter Bezug der Kapitelangabe dargestellt.

    3) Multimedial: Sowohl für Lehrende als auch Lernenden finden sich auf der Website eine Vielzahl an Downloadmöglichkeiten (z.B. Lernkarten, Videos, …).

    Contra:
    1) Wenn überhaupt erwähnenswert (da es sich ja um ein Übersichtswerk handelt), ist das Buch für eine vertiefende Arbeit in einem bestimmten Themenbereich weniger geeignet, da die einzelnen Kapitel eine gewisse fachliche Tiefe nicht überschreiten.

    2) Für Statistik-interessierte könnten die Exkurse „Aus der Forschung“ nicht nur eine verschriftlichte Ergebnisdarstellung, sondern auch eine statistische Ergebnisdarstellung enthalten.

    Fazit:
    Sowohl für Nicht-PsychologInnen als auch für PsychologInnen bietet das Buch eine durchaus gelungene und umfassende Übersicht über die Sozialpsychologie. Aufgrund des stetigen Forschungsbezugs („Aus der Forschung“) und den vielen Lern-Unterstützungen, wie zum Beispiel die Definitionsboxen und weiterführende Literaturangaben, ist das Buch vor allem für Psychologie-Studierende eine sehr gute Lerngrundlage. Auch die sehr abwechslungsreiche und anschauliche Konzipierung macht das Lernen leichter.

    5***** für eine tolle Übersicht der Sozialpsychologie.

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  3. Anonymous
    ·
    5.0 von 5 Sternen
    Sozialpsychologie heißt „Stroebe, Jonas & Hewstone“, 12. April 2016
    Von 
    Sandra Fuchs – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Sozialpsychologie (Springer-Lehrbuch) (Gebundene Ausgabe)
    Das Buch „Sozialpsychologie“ der namhaften Herausgeber in der mittlerweile 6. Auflage ist die perfekte Begleitung durch das entsprechende Grundlagenfach im Bachelor- und Masterstudiengang Psychologie. Trotz der Komplexität des Faches ist es leicht verständlich geschrieben, und insb. farbig hervorgehobene Schlüsselbegriffe zu Beginn eines jeden Kapitels sowie Textfelder mit Definitionen erleichtern das gezielte Nachschlagen von Informationen. In Kombination mit Kapitelzusammenfassungen ist ein erster schneller Überblick über die jeweilige Thematik möglich auch im Rahmen der Weiderholung für die Prüfung eine erhebliche Erleichterung.
    Sehr gut gefallen mir der aktuellen Auflage die farbigen Abbildungen, die das Gesamtbild sowohl auflockern als auch das Lernen abwechslungsreich gestalten.
    Im Gegensatz zu vorigen Auflagen findet sich statt der Marginalien nun ein Volltext in 2 Spalten je Seite gliedert, so dass der Text weiterhin übersichtlich und nicht „überladen“ wirkt.
    Die sonst in Springer-Lehrbüchern üblichen Kontrollfragen am Ende eines jeweiligen Abschnitts sind in der aktuellen Auflage ersetzt durch Einstiegsfragen zu Beginn eines Themenabschnitts.
    „Stroebe, Jonas und Hewstone“ ist das empfehlenswerte Standardwerk für die Sozialpsychologie, mit dem sich auf jede sozialpsychologische Fragestellung eine Antwort finden lässt!
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