Sohn einer Mörderin: Never Give Up

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Straftäter

Bruno, die Figur des Romans, hat einen ungewöhnlichen Start in sein Leben: geboren von einer in Deutschland lebenden Österreicherin in den Fünfzigern, lässt sie ihn kurz nach seiner Geburt im Krankenhaus zurück. Sodann kam er im Alter von zehn Monaten zu Pflegeeltern.
Diese leben in einem kleinen Dorf in der Nähe von Landsberg/Lech. Er ist Bayer, sie gebürtige Schlesierin, beide mit traditionellem Rollenverständnis.
Das provinzielle, dörfliche Leben bestimmt Brunos erste Lebensjahre. Die Pflegemutter entpuppt sich als überfordert und herzlos und erzieht ihn mit Strenge und übertriebener körperlicher Gewalt.
An seinem ersten Schultag schon, wird Bruno direkt und unerwartet mit der Situation konfrontiert, ein Pflegekind zu sein. Die selbstverständliche Welt des Sechsjährigen wird bis in die Grundfesten erschüttert. Das Urvertrauen ist zerschmettert. Doch dies solle nicht das letzte Mal in seinem Leben bleiben, dass er sich mit emotionalen Katastrophen konfrontiert sieht, sein ganzes weiteres Leben durchzieht sich mit Enttäuschungen, Vertrauensmissbrauch, dem Tod geliebter Menschen usw.
Die Plötzlichkeit der Offenbarung, dass Bruno dieser Tatsache ausgesetzt wird, legen einen wichtigen Grundstein für späteren Charakter und sein Selbstverständnis. Ein Gefühl von Ungeliebt sein, Ungewollt sein und Verlorenheit formen ihn.
In die oberflächliche Normalität, die sich wieder in der Pflegefamilie einstellt, platzt unerwartet eine katastrophale Neuigkeit: seine leibliche Mutter wird wegen Mordes gesucht. Sie ist flüchtig und wird später von der Polizei gefasst. Zeitungsberichte halten die erschreckten und angewiderten Dorfbewohner auf dem Laufenden. Bruno wird plötzlich zu „einem Sohn einer Mörderin“… Anfeindungen und Schuldzuweisungen werden der Familie entgegengebracht und belasten auch die Beziehungen untereinander. Bruno wird wieder zum Spielball seines Schicksals.
Er erträgt die Ausgrenzungen, die aggressiven Ausbrüche und regelmäßigen Schläge seiner Pflegemutter, den Spott seiner Klassenkameraden. Er sucht Hilfe und Verständnis bei seinem Pflegevater. Der ermutigt ihn, sich zu wehren und sein Selbstwertgefühl zu verteidigen, ohne von dem Fehlverhalten seiner Frau zu wissen.
In der Pubertät trifft Bruno als fünfzehnjähriger die Entscheidung, seine Umgebung zu verlassen. Ausgelöst wird dies durch einen heftigen Streit mit seiner Pflegemutter. Er setzt sich gegen die körperlichen Züchtigungen zur Wehr und lässt sich nicht länger zum Opfer machen.
Eine Versöhnung ist nicht mehr möglich. In die angebotene, kleinbürgerliche Geborgenheit mit ihren Qualen zurückzukehren, keine Option.
Heimaufenthalte und katholische Erziehungsmaßnahmen folgen. Bei Leidensgenossen sucht er Zusammengehörigkeitsgefühl und Nähe, doch er ist kein Mitläufer. Er beginnt eine Lehre. Sie soll ihm die Möglichkeit eröffnen, ein angepasster, solider Teil dieser Gesellschaft zu werden. Der Wille ist da, doch bei der Umsetzung tut er sich nicht leicht.
Da tritt seine leibliche Mutter in sein Leben. Inzwischen aus dem Gefängnis entlassen, verheiratet und äußerst gut situiert, will sie eine Beziehung aus eigennützigen Gründen, zu ihm aufbauen. Er möchte das nicht, doch er ist noch minderjährig und sein Wunsch wird ignoriert. Katholische Geistliche befürworten den Kontakt von Mutter und Sohn und sprechen davon, Vergebung walten zu lassen. Doch sie greift autoritär in sein Leben ein und versucht ihn mit ihren Geldgeschenken zu verführen. Sie will ihn in die höhere Gesellschaft einführen und aus Gewinnsucht vor ihren Karren spannen. Ihn später sogar als Killer an ihrem eigenen Mann anheuern. Doch in seinem späteren Leben erweisen sich nur der Kontakt zu seinem Pflegevater und seinem Stiefvater, dem Ehemann seiner leiblichen Mutter, als tragfähige, vertrauenswürdige Beziehungen.
Aus seinem – von den Heimpfarrern ignorierten Wunsch – zu seiner leiblichen Mutter die Distanz zu wahren, entwickeln sich bei Bruno, inzwischen sechzehn ………….


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