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  1. Claudia Bett
    ·
    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Ein Psychothriller im wahrsten Sinne des Wortes – beklemmend, furchteinflößend und fesselnd, 15. Dezember 2016
    Von 
    Claudia Bett – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet: Psychothriller (Taschenbuch)

    Inhalt:

    Als Grace an einem Sonntagnachmittag im Londoner Regent’s Park den attraktiven und erfolgreichen Anwalt Jack Angel kennenlernt, ist sie sofort verliebt und kann es kaum fassen, dass sich dieser charmante Mann offensichtlich auch zu ihr hingezogen fühlt. Grace ist zwar bildschön, klug und warmherzig, hatte aber bislang wenig Glück mit Männern. Ihre Schwester Millie hat das Down-Syndrom, und da ihre Eltern mit der Behinderung ihrer jüngsten Tochter vollkommen überfordert sind, fühlt sich Grace für ihre kleine Schwester verantwortlich. Momentan lebt Millie in einem Internat, aber Grace möchte sie zu sich nehmen, sobald Millie volljährig ist und das Internat verlassen muss. Ihre bisherigen Partner hatten immer ein Problem mit Millie und wollten nicht akzeptieren, dass sie in Grace‘ Leben einen so hohen Stellenwert einnimmt und sogar bald bei ihr leben soll. Doch Jack ist vollkommen anders als alle anderen Männer – er ist liebevoll, warmherzig und hat Millie sofort ins Herz geschlossen.
    Auf diesen Mann hat Grace ein Leben lang gewartet, sodass sie keinen Augenblick zögert, als Jack ihr schon nach wenigen Monaten einen Heiratsantrag macht. Alle Frauen beneiden sie um diesen gutaussehenden, liebenswürdigen und verständnisvollen Mann, der sich als Anwalt vor allem für die Rechte misshandelter Frauen einsetzt. Außerdem ist Jack sehr vermögend und lässt für Grace ein wunderschönes Traumhaus bauen, das ganz ihren Vorstellungen entspricht.
    Niemand aus dem Bekanntenkreis zweifelt daran, dass Grace und Jack das perfekte Paar sind und ein perfektes Leben führen – fast ein wenig zu perfekt, um wahr zu sein. Doch was sich hinter dieser perfekten Fassade verbirgt, ahnt niemand…

    Meine persönliche Meinung:

    Ich habe das Buch schon vor einigen Monaten in der Verlagsvorschau entdeckt und war sehr gespannt auf das Debüt der britischen Autorin B. A. Paris. Zweifellos war "Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet" eines der spannendsten Bücher, das ich in diesem Jahr gelesen habe und überraschte mich gleich in mehrfacher Hinsicht, denn was zunächst nach einem Psychothriller nach bekanntem Strickmuster klingt, entpuppte sich als außergewöhnlich beklemmend und furchteinflößend.
    Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Grace geschildert und auf zwei Zeitebenen erzählt. Der Leser begleitet Grace nicht nur durch ihr Martyrium in der Gegenwart, kurz vor dem bevorstehenden Einzug ihrer Schwester Millie, sondern wirft mit ihr auch einen Blick zurück in die Vergangenheit, in die Zeit, als sie Jack kennenlernte und schon kurz darauf heiratete. Beide Zeitebenen liegen zunächst nur achtzehn Monate auseinander und näheren sich im weiteren Handlungsverlauf dann immer näher an.
    Die Anzahl der Protagonisten ist sehr überschaubar, und die Handlung fokussiert sich vollkommen auf Jack und Grace. Ein paar Nebenfiguren, wie Millie, Menschen aus dem Freundeskreis und sogar George Clooney kommt zwar eine Schlüsselrolle zu, jedoch ohne dass man diese Personen näher kennenlernt oder sie überhaupt in Erscheinung treten. Nur Millie, Grace‘ siebzehnjährige Schwester, die am Down-Syndrom leidet, lernt man etwas besser kennen, ist mir auch sofort ans Herz gewachsen und hat es immer wieder geschafft, mich zu überraschen.
    Das Buch setzt während einer Dinner-Party in der Gegenwart ein, auf der Grace und Jack vor ihren Gästen das perfekte Ehepaar mimen und die Perfektion ihres Liebesglücks grandios inszenieren. Auch ohne den Klappentext gelesen zu haben, spürt man, dass an dieser Perfektion etwas nicht stimmen kann, denn jedes Wort, jedes Lächeln und jede noch so banale Geste wirkt einstudiert und aufgesetzt, sodass man sich sofort fragt, was sich hinter dieser makellosen Fassade verbergen mag.
    Im nächsten Kapitel schildert Grace dann, wie sie den charmanten und attraktiven Jack kennengelernt hat, und man kann sehr gut verstehen, dass sie sich in diesen Mann sofort verliebt hat, denn es ist geradezu rührend und herzerwärmend, wie liebevoll er sich gegenüber ihrer Schwester Millie verhält. Jack ist so warmherzig, charmant und einfühlsam, dass Grace ihr Glück kaum fassen kann und schon nach wenigen Monaten, ohne zu zögern, seinen Heiratsantrag annimmt.
    Doch schon am Tag der Hochzeit lässt Jack seine Maske fallen und zeigt sein wahres Gesicht, sagt auch unverblümt, wie er sich die Zukunft mit ihr vorstellt und gibt Grace unmissverständlich zu verstehen, dass sie sich seinen Wünschen beugen muss und ihm niemals mehr entkommen wird. Seine Zukunftspläne sind so unfassbar grausam und abgrundtief böse, dass mir das Blut in den Adern gefror…

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  2. Anonymous
    ·
    2.0 von 5 Sternen
    Verschenktes Potential, 26. November 2016
    Von 
    Eskalina (Hannover) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 500 REZENSENT)
      

    Rezension bezieht sich auf: Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet: Psychothriller (Taschenbuch)
    Ich hatte mich von der Leseprobe locken lassen. Da wird beschrieben, wie Grace auf einer Party ihren Gästen das perfekte Essen serviert und irgendwie ahnt man, dass ihre Ehe mit Jack nicht so wunderbar ist, wie sie ihren Gästen klar machen wollen. Ok, das klingt ja schon mal nach einem netten Schmöker, doch wie geht es weiter? Auf ungefähr 80 Seiten wird beschrieben, wie perfekt sie zueinander passen und wie perfekt das Essen ist und wie perfekt ihre Ehe ist und dass ihr Haus perfekt ist und und und…Perfekter geht es also gar nicht mehr und dann Wumm, Überraschung, ist natürlich doch nicht alles so, wie es scheint und der gute Jack hat ein paar ungute Eigenschaften. Unter anderem die, dass er Grace gefangen hält. Nein, ich verrate nicht zu viel, denn das ist nun mal die Haupthandlung des Buches.

    Der Aufbau des Buches verwirrt. Es wird kapitelweise zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her gesprungen.
    Die Story hat viel Potential, doch sie ist so simpel aufgebaut, dass sie ein Grundschüler in einem Kurs „Wie schreibe ich einen Psychothriller?“ zusammenbasteln könnte. Gerade ist Jack noch perfekt und plötzlich ist er das Böse schlechthin. Schade, eine langsame Entwicklung hätte dieser Figur und der Handlung gut getan. Stattdessen erzählt er, wann immer er auftaucht, wie böse er doch ist. Irgendwann hat auch der begriffsstutzigste Leser es begriffen.

    Und Grace? Grace ist natürlich das arme Opferlamm, das so doof ist und sämtliche sich bietende Gelegenheiten um Hilfe zu bitten oder zu fliehen, verstreichen lässt.

    Über Jacks Motive und den Verlauf der Story verrate ich natürlich nichts, aber auch das Ende ist mehr als unlogisch und ärgerlich. Sicherlich wird das Buch trotzdem viele Leser begeistern. Wenn man nichts hinterfragt und einfach irgendwas zum Lesen braucht, dann könnte das Buch eventuell infrage kommen. Ich habe das Buch beim Friseur gelesen und auch gleich dort absichtlich vergessen, ein Äquivalent zu den dort ausliegenden Zeitschriften „Was macht Prinz Harry im Dschungelcamp?“ oder „Caroline von Monaco zum 1292.sten“ ist es sicherlich.

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  3. Anonymous
    ·
    5.0 von 5 Sternen
    Kennst du die Person, mit der du dein Bett teilst?, 25. Dezember 2016
    Von 
    Yvonne Hantschel – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet: Psychothriller (Taschenbuch)
    Grace ist eine junge Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Schon früh kümmerte sie sich um ihre jüngere Schwester, die von den gemeinsamen Eltern eher geduldet als geliebt ist, da sie am Down Syndrom leidet. Sie hat einen guten Job und ein geregeltes Leben – nur der Traumprinz fehlt noch zum perfekten Glück. Diesen findet Grace eines Tages im Park, als sie den erfolgreichen Anwalt Jack kennenlernt, der sich darauf spezialisiert hat, in der Ehe misshandelte Frauen zu verteidigen. Jack entpuppt sich als perfekter Mann, er ist höflich, zuvorkommend, reich und auch gegen Milli, Grace’s Schwester hat er nichts. Schon nach wenigen Wochen macht er Grace einen Heiratsantrag, die ihn natürlich überglücklich annimmt. Der Tag der Hochzeit rückt näher und als es endlich soweit ist, passiert leider ein Unglück mit der Schwester von Grace, die auch die Brautjungfer sein sollte. Doch Grace muss schnell feststellen, dass dieses Unglück wohl der Auftakt eines absoluten Alptraumes ist, aus dem es kein Entkommen gibt……..denn der perfekte Jack entpuppt sich schon in der Hochzeitsnacht als Psychopath.

    „Saving Grace – bis der Tod und scheidet“ ist der Debütroman der britischen Autorin B.A. Paris, die mit ihrer Familie in Frankreich lebt. Das Buch ist dem Genre Psychothriller zu zuordnen und ich kann sagen, selten hat mich ein Psychothriller so gefesselt. Von der ersten bis zur letzten Seite fieberte ich mit Grace mit, zitterte, tobte und ängstigte ich mich mit der Hauptprotagonistin. Grace ist unwahrscheinlich authentisch dargestellt, ihr Verzweiflung war in jedem Wort spürbar und oft stellte ich mir beim Lesen die Frage: „Wie hätte ich an ihrer Stelle reagiert“? Nicht anders als Grace es getan hat musste ich feststellen. Wie entkommt man der Hölle, wenn man nichts mehr besitzt außer das eigene Leben? Dieses aber zu jeder Sekunde von einer anderen Person kontrolliert wird und man nach außen hin das perfekte Ehepaar spielen muss, weil man weiß, tut man es nicht, folgt die Strafe auf dem Fuß? Und dann ist da auch noch Milli, für die Grace die Verantwortung trägt und um die sie sich kümmern muss.

    Der Titel des Buches passt hier wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge und sagt eigentlich alles Wesentliche über den Inhalt des Buches aus.
    Schon beim Lesen der ersten Seiten spürt man diese nicht greifbare Spannung zwischen dem Ehepaar und man wartet förmlich auf die Explosionen, die dann auch auf dem Fuße folgen.

    Die Kapitel sind übersichtlich eingeteilt auf 350 Seiten. Die Handlung ist aus Sicht der Hauptprotagonistin Grace geschrieben und es gibt 2 Zeitebenen im Buch. Die erste Zeitebene spielt in der Vergangenheit und erzählt den Beginn der Beziehung zwischen Grace und Jack. Die andere Zeitebene spielt in der Gegenwart und erzählt uns, wie Grace versucht, dem Alptraum zu entkommen.

    Die Spannung ist von Beginn an auf einem hohen Level, man kann gar nicht aufhören mit Lesen. Gegen Ende bekommt der Leser dann einen Showdown geboten, der einem die Haare zu Berge stehen lässt. Es bleiben keine Fragen offen und ich war auch selten mit dem Ende eines Psychothrillers so zufrieden wie es hier der Fall war. Wer sich einmal auf dieses Genre einlassen möchte, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

    Die Charaktere sind allesamt sehr gut beschrieben, auch die am Down Syndrom erkrankte Milli war authentisch dargestellt in ihrem Handeln. race merkte man ihre Verzweiflung und Ausweglosigkeit spürbar an, ihre Handlungen waren absolut realistisch nachvollziehbar und selbst Jack als Charakter fand ich sehr gut ausgearbeitet, wenn er auch keine Sympathiepunkte hatte bei mir. Aber einen "Bösewicht" muss es ja schließlich geben im Buch.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut zu lesen, es gibt keine großartigen Verschachtelungen in den Sätzen, so dass man hier ein echtes Lesevergnügen hat.

    Mir hat dieser Debütroman der Autorin sehr gefallen und das Buch bekommt von mir verdiente 5 Sterne sowie eine Leseempfehlung für alle Fans des Psychothrillers und jene, die es werden wollen. Ich freue mich schon auf weitere Werke von B.A. Paris.

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