Richard Wagner: … dem Vogel, der heut sang …

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Seit über hundert Jahren versucht man verbissen das Genie Richard Wagner als Antisemiten, Frauenfeind und undankbaren Verschwender fremden Geldes hinzustellen. All das ist nicht wahr und wird hier richtiggestellt. Darüber hinaus ist es auch ein persönliches Buch, geschrieben mit der silbernen Feder der Verehrung und der Liebe zu diesem Genius Loci.
Der Verfasser kennt die Wunderwerke Wagners nicht nur aus der Theorie. Da er alle Opern des Meisters oft und gerne selber gesungen hat, ist er vielleicht noch realistischer in die Materie eingedrungen, als es manchem Theoretiker möglich ist. Und wenn er etwas pointiert über das Leben Richard Wagners schreibt, so ist das niemals despektierlich gemeint, sondern zeugt immer von einer großen Liebe diesem Mann gegenüber. Einer Liebe zu seinem Werk, aber auch zu seinem Leben, denn das eine ist ohne das andere nicht zu haben.


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  1. Rolf von Criegern Rolf von Criegern sagt:
    8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Eine Liebeserklärung, 3. Januar 2015
    Von 
    Rolf von Criegern (München) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: … dem Vogel, der heut sang … (Gebundene Ausgabe)
    René Kollo, unter anderem bedeutender Heldentenor in Wagneropern, hat dieses Buch "mit der silbernen Feder der Verehrung und der Liebe" geschrieben. Es ist kein Sachbuch, das in strenger Ordnung und immer mit Quellenangaben belegt Wagners Leben und Werke darstellte. Vorkenntnisse, beispielsweise über Wagners Opern, werden vorausgesetzt. Nein, es ist eine große Liebeserklärung, die in einem lockeren Plauderstil geschrieben ist und sich nicht immer an die Chronologie hält. Es ist dem Autor vorrangig wichtig, ein Charakterbild Wagners zu zeichnen und es auch mit den Intentionen in seinen Werken zu belegen. Immer wiederkehrendes Thema ist der angebliche Antisemitismus Wagners, den Kollo leidenschaftlich und überzeugend bestreitet. Auch die Schlußansprache des Hans Sachs erhält dank Kollos Erläuterungen eine historisch belegbare Bedeutung und wird vom Vorwurf des Chauvinismus entlastet. Eine Wohltat für jeden Wagnerfreund ist auch die klare Verurteilung der heute in Deutschland weit verbreiteten Aufführungspraxis, die dem "Irrglauben" anhängt, "dass alles immer wieder neu und heutig erzählt werden muss." "Eine amerikanische Tankstelle im Rheingold interessiert und berührt uns … nicht."
    Leider hat wohl das Geld nicht gereicht für einen guten Lektor, und so kommen fehlerhafte Satzkonstruktionen und einige Schreibfehler vor, die eigentlich jemandem hätten auffallen sollen ("Wangner" auf S. 188, "Pauslus" (statt Paulus) auf S. 207, "gottgebenen" und "gottgegeben" (anstatt "gottgegebenen") auf S. 138). Auch fehlen Hinweise auf diejenigen Autoren, die den Vorwurf des Antisemitismus in ihren wissenschaftlichen Publikationen entkräftet haben (Scholz (2000), Weikl (2012), Irad Atir (2013)). Läppisch und unangemessen finde ich den Schluß des Buches, an welchem Kollo eine belanglose anekdotische Betrachtung über … Hörnchen bringt.
    Dennoch: Dieses Buch kann jedem Liebhaber Wagnerscher Musik warm empfohlen werden. Es ist flüssig und unterhaltend geschrieben und liest sich fast wie ein Krimi.
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    Kommentar Kommentare (4)

  2. Hans-Georg Seidel Hans-Georg Seidel sagt:
    6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    3.0 von 5 Sternen
    Kann denn Liebe zu Richard Wagner "Sünde" sein?, 14. Januar 2015
    Von 
    Hans-Georg Seidel (Düsseldorf) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (REAL NAME)
      

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Richard Wagner: … dem Vogel, der heut sang … (Gebundene Ausgabe)
    Kann es, wenn man so schreibt wie Rene Kollo.
    In hymnischer Zuneigung schreibt er hier eine Rosamunde Pilcher Fassung in Sachen Wagner. Es lohnt sich nicht inhaltlich darauf einzusteigen, denn außer Hymnus und Verniedlichung problematischer Aspekte gibt es kaum Substanz.
    So sahen Wagner Jünger ihren Meister bevor sie ihn nach seinem Tod überführten in den rassistischen Kreis mit den bekannten Folgen. Mit schöngeistiger Verblendung Wagner glatt gebügelt. Faktendarstellung und Bezüge werden wunschorientiert drapiert.
    Wenn man, wie der Autor, die Problematik wagnerianischer Ideen, negiert, nicht erkennt, bietet man auch künftigen Gefolgsleuten des braunen Terrors wieder eine Plattform. Denn bei Wagners Werken lugt die braune Geneigtheit wieder aus jeder Ecke, wenn die Möglichkeit dazu vorhanden wäre.
    Um es klar zu sagen, Wagner war nicht schuld am Holocaust, es lässt sich auch keine Vernichtungsmentalität aus seinen Schriften ableiten. Dies zu proklamieren, ist ideologisch vorfixierte Simpelststrategie. Aber er war eine ideologische Stellschrauben-Figur der Kunst, die in diese Richtung gedreht wurde und werden konnte.
    Wagner aus dem geistigen Horizont des 19. Jahrhunderts interpretieren, völlig klar. Aber so, wie Kollo das macht, geht das nicht. Man kann einem Künstler wie Wagner nicht fundiertes Wissen, einen philosophisch gesellschaftspolitischen Horizont attestieren und ihn dann inhaltlich in 10.klässler Manier abhandeln.
    Kollos Vorstellungen zum Musiktheater und zu Inszenierungen ist praktiziertes, gesundes Volksempfinden. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    Es kann nie eine Wahrheit über Wagner geben, das hat die Wissenschaft seit Jahrzehnten gezeigt. Aber es gibt sehr differenzierende Darstellungen. Was der Autor hier schreibt, ist eher für das Kaffeekränzchen in Sachen Wagner.

    Aus Sympathie für den Künstler Kollo noch drei Sterne, obwohl das inhaltlich eigentlich nicht geht und in Teilen schon atemberaubend einfältig ist.

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