Pantanal: Von der Arche Noah zum Auslaufmodell

Südamerika

Es gilt als größtes Feuchtgebiet der Welt, als exotische tropische Wildnis, als moderne Arche Noah für Jaguare, Papageien und Kaimane: Das Pantanal im Dreiländereck Brasilien, Paraquay und Bolivien gehört zu den letzten unberührten Naturwundern auf der Erde – so scheint es zumindest.

Was die riesige Ebene inmitten des südamerikanischen Kontinents so einzigartig macht, ist die ungewöhnliche Mischung an Lebensräumen, die hier nebeneinander existieren: Vom Dschungel, über Trockenwälder, Savannen, Steppen bis hin zu Seen und mächtigen Flüssen.

Und einmal im Jahr, während der Regenzeit, verwandelt sich das Patanal sogar in ein überdimensionales Schwimmbad, ein Meer aus Wasser. Es saugt die Regenmassen auf wie ein Schwamm und gibt sie nur zögernd wieder ab. Alles Leben in der Region hat sich perfekt an diesen rhythmischen Wechsel von nass und trocken angepasst oder ist geflohen.

Doch das Pantanal ist längst keine sichere Enklave mehr für exotische Tiere und Pflanzen. Vergiftete Flüsse, gerodete Wälder, Erosion, Überweidung, ungeklärte Abwässer – dies sind nur einige der zahlreichen Probleme mit denen Mensch und Natur dort zu kämpfen haben. Umweltschützer befürchten sogar, dass das Pantanal bereits in 50 Jahren vollständig verschwunden sein könnte…


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