Mein Weg: Bilanz eines Grenzgängers

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Er ist der berühmteste Bergsteiger der Welt, seine Erfolge sind legendär, seine Auftritte spektakulär. Reinhold Messner steht immer schon im Fokus der Medien, die das wahre Wesen des Extrembergsteigers, Biobauern, Wüstenwanderers, Europapolitikers und Museumsgründers zu fassen versuchen. Die Zusammenschau der aussagekräftigsten Interviews und persönlicher Texte von Messner selbst – Expeditionsberichte, Reportagen, Essays – macht den Grenzgänger greifbarer denn je: Sie zeigt einen kompromisslosen Werdegang, offenbart dessen Brüche, verrät Messners tiefste Gedanken und den Weg zu sich selbst. Das Kaleidoskop eines Lebens, authentisch und aufregend.Schon wieder ein Buch von Reinhold Messner, mag manch einer denken. Und tatsächlich vergeht kaum ein Jahr ohne ein neues Werk über den Südtiroler Wunderkletterer. Mehr als drei Dutzend Bücher hat Messner bereits publiziert, von zahlreichen Aufsätzen und Interviews mal ganz abgesehen. Doch auch zwischen zwei Neuerscheinungen taucht der Name Messner ständig in den Medien auf, sei es aufgrund der aufgekochten Vorwürfe bezüglich der lang zurückliegenden Nanga-Parbat-Tour, bei der sein Bruder verstarb, sei es in puncto frisch eröffneter Messner Mountain Museen oder bezüglich Messners politischer Tätigkeiten als Europaparlamentsabgeordneter. Kurzum: Das streitbare und nimmermüde Bergsteiger- und Grenzgängeridol ist auf allen Kanälen präsent.

Was als bringt sein neues Buch Neues? Zum einen, ließe sich antworten, ist Messner von einer derartigen Umtriebigkeit beseelt, dass er tatsächlich so viele und dank seines Hangs zum Extremen auch spannende Geschichten erlebt, dass selbst aufmerksame Lesebegleiter immer wieder bislang Unentdecktes entdecken. Zum anderen handelt es sich bei dem vorliegenden Buch — von einigen Essays abgesehen nicht um ein Werk von Reinhold Messner, sondern über ihn. Vornehmlich in Gestalt von Interviews — für „Playboy“, „SZ am Wochenende“, „TV Hören und Sehen“ und viele andere — offenbart Messner seine Einstellungen zu Bergen und Beziehungen, zu Nomaden, Neidern und Niederlagen und zu Erfolg und Egoismus.

Auch wenn etliche dieser — erstmals in Buchform abgedruckten — Gespräche schon viele Jahre auf dem Buckel haben: In dieser Darstellungsform werden Messners Fähigkeiten, Dinge zuzuspitzen, zu provozieren, anzuklagen, aber zugleich zu begeistern und zu mahnen, besonders deutlich. Seine Rhetorik ist ohnehin beeindruckend, ebenso sein bis zur Selbstüberschätzung („Ich bin ein Sonnenkönig“) reichendes Selbstbewusstsein. Daraus macht er auch gar keinen Hehl. Auf den Vorwurf eines Stern-Reporters „Sie sind süchtig nach Ruhm“ antwortete er lapidar: „Nur haarscharf zwischen Selbstverschwendung und Selbstzerstörung bin ich lebensfähig.“

Wer aus diesem Holz geschnitzt, oder besser: aus diesem Granitfels gehauen, ist, dem ist noch einiges zuzutrauen. Diesbezüglich wirkt der Buchtitel Mein Weg. Bilanz eines Grenzgängers unangebracht, irgendwie verfrüht. „Zwischenbilanz“ wäre passender gewesen. — Christian HaasEr ist der berühmteste Bergsteiger der Welt, seine Erfolge sind legendär, seine Auftritte spektakulär. Reinhold Messner steht immer schon im Fokus der Medien, die das wahre Wesen des Extrembergsteigers, Biobauern, Wüstenwanderers, Europapolitikers und Museumsgründers zu fassen versuchen. Die Zusammenschau der aussagekräftigsten Interviews und persönlicher Texte von Messner selbst – Expeditionsberichte, Reportagen, Essays – macht den Grenzgänger greifbarer denn je: Sie zeigt einen kompromisslosen Werdegang, offenbart dessen Brüche, verrät Messners tiefste Gedanken und den Weg zu sich selbst. Das Kaleidoskop eines Lebens, authentisch und aufregend.


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