Mein Leben nach der Todeszelle

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Straftäter

Die ebenso schockierende wie bewegende Geschichte eines Mannes, der 18 Jahre in der Todeszelle saß.

Im Jahr 1993 wurden Damien Echols, Jason Baldwin und Jessie Misskelley Jr. – bald bekannt unter dem Namen „The West Memphis Three“ – für schuldig befunden, drei achtjährige Jungen ermordet zu haben. Baldwin und Misskelley erhielten lebenslange Haftstrafen, Echols wurde zum Tode verurteilt. In den folgenden Jahren wurden die „WM3“ weltweit zum Symbol für die Verfehlungen des amerikanischen Justizsystems und erhielten breite Unterstützung. In einer spektakulären Wende der Situation und aufgrund neuerlicher DNA-Tests wurden alle drei Männer im August 2011 entlassen. In seinem Buch schildert Damien Echols, der stets seine Unschuld beteuerte, was es bedeutet, 18 Jahre lang in der Todeszelle zu sitzen, und er erzählt, wie es ihm gelang, den psychischen wie physischen Terror, dem er ausgesetzt war, zu überleben.


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Mein Leben nach der Todeszelle

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Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

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3 Kommentare

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  1. 11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    "Schlagt mich neunundneunzig Mal nieder, und ich stehe hundert Mal wieder auf", 29. Juni 2013
    Von 
    Jürgen Zeller (Kanton Bern, Schweiz) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 1000 REZENSENT)
      

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Mein Leben nach der Todeszelle (Gebundene Ausgabe)
    Dieses Buch habe ich zusammen mit Amanda Knox‘ "Zeit, gehört zu werden" gekauft. Die beiden Biografien haben ein ähnliches Grundthema, unterscheiden sich aber in Sachen Schreibstil und Erzählweise ziemlich deutlich voneinander. Damien Echols schreibt auf den ersten fast 250 Seiten ausschliesslich von seinem Leben VOR den Tötungsdelikten und seiner anschliessenden Verhaftung, unterbrochen von ein paar Anekdoten aus dem Gefängnisleben. Dieser Abschnitt ist meiner Ansicht nach erheblich zu lang geraten und der Hauptgrund weshalb ich einen Amazon-Stern in der Wertung abziehe. Er erzählt offen und ehrlich, ohne etwas zu verschweigen aber zu ausschweifend von seinem tristen Leben in der amerikanischen Unterschicht, auch "White Trash" genannt, und seiner eher armseligen Jugendzeit. Die zweite Hälfte des Buches hat mich dann mehr in seinen (schockierenden) Bann gezogen als es primär um den Prozess und den Gefängnisalltag im Todestrakt ging.

    Dieser zweite Teil ist eine einzige Anklage an den amerikanischen Strafvollzug! Gefängnisdirektoren sowie Aufseher und Wärter haben in dieser abgeschotteten Realität ihr eigenes absurdes Rechtssystem geschaffen in dem sie die Könige sind die Verurteilten ein Nichts das sie nach Lust und Laune terrorisieren konnten. Gefangene haben in diesem ausweglosen Moloch zwei Möglichkeiten: Entweder sie wenden sich nach innen und schaffen ihre eigene kleine virtuelle Welt oder sie werden wahnsinnig! Damien Echols hat sich eine innere Welt des Zen-Buddhismus aufgebaut und in stundenlangen Meditationssitzungen findet er die Ruhe und den Ausgleich zum öden Gefängnisleben.

    Er stellt sich zu Beginn des Buches ganz als der naive Tor dar, der bei seiner Verhaftung noch feucht hinter den Ohren war und voll und ganz auf den Sinn der Justiz vertraute für Gerechtigkeit zu sorgen. Aber hier hat das Gerichtssystem ein bereitwilliges Opfer gefunden, das sich leichtgläubig auf göttliches Eingreifen verlies, aber es plante auf perfide Weise viel mehr seinen Untergang. Es gab einen schrecklichen Dreifach-Mordfall und die Leute die in diesem Regierungsapparat operieren wollten oder mussten der Öffentlichkeit ganz einfach einen oder mehrere Täter präsentieren. Koste es was es wolle. Und wenn man wie Damien Echols zur falschen Zeit an der falschen Stelle steht kann der Irrsinn einem auf übelste Weise ganz böse mitspielen. Die sinn- und endlosen Prozeduren der Behörden konnte er mit beschränkten Mitteln bekämpfen aber er konnte sie in diesem Fall nicht gewinnen. Verstehen muss man das nicht, es ist ein Vorgang ohne erkennbare Logik.

    Das Wissen darum, dass es sich hier nicht um eine ausgedachte Geschichte eines Schriftstellers handelt sondern um das reale Leben eines Menschen schafft eine beklemmende Atmosphäre von unbestimmter Bedrohlichkeit und Nachdenklichkeit die wie ein Nebelschwaden über der Erzählung hängt. In Anbetracht aller Faktoren ein gutes Buch mit ein zwei Mängelpunkten dessen Lesen sich aber für Interessierte lohnt.

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  2. 3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Vor und in der Todeszelle, 3. Juli 2013
    Von 
    sandravl (Germany) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (VINE®-PRODUKTTESTER)
      

    Rezension bezieht sich auf: Mein Leben nach der Todeszelle (Gebundene Ausgabe)
    Normalerweise lese ich kaum bis gar keine Biographien, aber dieses Buch hat mich aus irgendeinem Grund direkt angesprochen. Mir sagte der Fall der "West Memphis Three" bis jetzt nichts, dabei war der Medienrummel, zumindest in den USA groß.
    Gespannt habe ich in die Leseprobe hineingelesen und festgestellt, dass ich durch mein bloßes Interesse an Damien Echols Schicksal genau in die Lesersparte falle, die er selbst im Vorwort als "Vampire" und getrieben durch ein "morbides Gefühl der Neugier" beschreibt. Nun ja, wenn ich ein Buch über einen Menschen lese, dann doch immer in erster Linie, weil ich interessiert daran bin, was er zu erzählen hat, oder nicht?

    Unbeirrt habe ich seine Geschichte weiterverfolgt. Das Geschriebene ist manchmal sehr wirr und man hat das Gefühl, Damien Echols hat so geschrieben, wie es ihm in den Sinn gekommen ist. Er beginnt über seine Kindheit und Jugend zu erzählen und landet am Ende eines jeden Kapitels doch immer wieder an dem Ort, an dem er achtzehn Jahre lang unschuldig auf seinen Tod warten musste.
    Gerade dieses sprunghafte Schreiben wirkt in seinem Fall aber sehr authentisch, da man so seine Gedankengänge und die Zusammenhänge, die er aufzeigen will, einfach besser nachvollziehen und verstehen kann. Man gewinnt immer mehr Eindruck davon, was diese achtzehn Jahre mit ihm körperlich sowie seelisch angerichtet haben.

    Einiges wirkt auf den Leser zunächst unwichtig, hat für Echols selbst aber eine immense Bedeutung. Er bemüht sich den Leser in seinem Buch direkt anzusprechen, als hätte er es sich zur Aufgabe gemacht, jedem einzelnen persönlich über sein Schicksal zu berichten, ihm die Augen zu öffnen und das Grauen, welches er erleben musste zu verdeutlichen, ohne dabei herablassend oder anklagend zu wirken. An einer Stelle des Buches wünscht er sich, einen schönen, poetischen Schreibstil zu haben und versucht sich genau daran kontinuierlich in vereinzelten Passagen des Buches.
    Oftmals wirkte mir das leider zu aufgesetzt. Sätze wie: "Im Sonntagsstaat entrichten alle ihren Tribut im Schlachthaus der Religion und setzen sich zum Kannibalenmahl der Kommunion", (S. 223) passten einfach nicht so recht in das tatsachenbezogene, erzählende Gesamtbild.

    Davon abgesehen bewirkt Damien Echols genau das, was er sich mit diesem Buch erhofft hat. Er erreicht den Leser, bringt ihn zum Nachdenken. Die Dinge, die er beschreibt sind ungeheuerlich und nicht selten menschenverachtend.
    Er gewährt dem Leser Einblick in ein Leben, das zum Sterben verurteilt war. Ein Leben in winzigen, verdreckten Zellen mit Mitinsassen und Gefängnisaufsehern, die sich gegenseitig an Grausamkeiten stets zu überbieten wissen. Ein Leben ohne Perspektive und dem ohnmächtigen Gefühl der Ungerechtigkeit. Das Buch macht wütend und traurig zugleich und stürzt den Leser in einen gefährlichen Zwiespalt.

    Kann oder muss man Echols Schicksal bzw. das der WM3 als bedauerlichen Einzelfall ansehen? Es fällt einem schwer das strafrechtliche System in den USA grundlegend zu hinterfragen, wenn man von Echols über die Zustände in der Todeszelle erzählt bekommt. Laut ihm waren dort mehrere Insassen, die unschuldig waren. Aber eben auch diejenigen, die zurecht dort gelandet sind.

    Damien Echols wagt sich kurz aber heftig an eine Kritik der US Justiz, jedoch nicht zur Todesstrafe an sich. Dabei hätte gerade er allen Grund dazu. Wer sich also in dieser Richtung erhofft, das Buch setze sich kritisch mit diesem Aspekt auseinander, der wird enttäuscht. Echols beschreibt lediglich, dass die Verurteilung zu Gefängnis oder Todesstrafe seiner Meinung nach willkürlich geschieht und abhängig vom Medieninteresse am jeweiligen Fall ist.

    Allerdings scheint es Echols auch nicht um Anklage oder Schuldzuweisungen gegangen zu sein. Viel mehr wollte er mit seinem Buch endlich Gerechtigkeit für sich erwirken. Etwas, das ihm achtzehn Jahre lang verwehrt geblieben ist. Und auch wenn es mir an der einen oder anderen Stelle schwer fiel, ihm stilistisch oder inhaltlich zu folgen, so bleibt dieses Buch doch nachhaltig in den Gedanken zurück.

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  3. 1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Wahnsinns Buch …, 7. Dezember 2013
    Von 
    Kristina – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Mein Leben nach der Todeszelle (Kindle Edition)
    Hatte das Buch in 2 Tagen ausgelesen und konnte es einfach nicht mehr weglegen!

    Zwar hält der Titel nicht das was er verspricht, aber es ist absolut zum empfehlen! Eine sehr bewegende Kindheit und eine absolut schwere Zeit im Gefängnis!!! Jede einzelne Seite habe ich verschlungen. Seine offene und ehrliche Art zu schreiben hat mich fasziniert.

    Angefangen hat es mit dem Trailer zu "Devil’s Knot" … als ich las das es auf einer wahren Begebenheit beruht, googlete ich sofort WM3 und hab ich ein bisschen informiert! Dann kam ich zu Amazon und hab mir diese Buch auf meinen Kindle runter geladen. Mein Interesse an diesen Fall ging soweit das ich mir auch die Dokumentationen "Lost Paradise 1-3″ und "West of Memphis" ( der wirklich sehr zum empfehlen ist .. Regisseur Peter Jackson) ansehen musste!

    Damien Echols wurde unschuldig zum Tode verurteilt, 18 Jahre lang in die Todeszelle gesteckt und ist nun wieder in Freiheit! Ich musste mir vorstellen, was würde ich machen wenn mir 18 Jahre meines Lebens weggenommen wären?! Einfach unvorstellbar was Damien Echols alles über sich ergehen lassen musste. Nur leider ist es kein Einzelschicksal!

    Ich wünsche ihm und seiner Frau nur das beste und das nun endlich der richtige für dieses Verbrechen verurteilt wird!

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