Mein Leben am Limit: Eine Autobiographie in Gesprächen mit Thomas Hüetlin

Antarktis

Schon immer ist Reinhold Messner weiter gegangen als alle anderen. Früh ließ er das Tal seiner Südtiroler Kindheit hinter sich, bestieg alle 14 Achttausender und durchquerte zu Fuß die größten Sand- und Eiswüsten der Erde. Was aber beflügelt diesen Erfolgsmenschen? Und woher schöpft er Kraft und Phantasie, sich immer wieder neu zu erfinden? Kritisch und offen stellt der »Spiegel«-Reporter Thomas Hüetlin ihm die entscheidenden Fragen zu einem »Leben am Limit«.
Was hat der Mann, dessen Grundsatz „Ohne Gefahr kein Abenteuer“ lautet, nicht schon alles erlebt! Als erster Mensch ohne Sauerstoffflasche auf dem Mount Everest, alle 14 Achttausender gemeistert, dazu noch eine Reihe von Erstbesteigungen anderer Berge; dann die größten Sand- und Eiswüsten der Erde durchquert, (mehr oder weniger) die Yeti-Frage beantwortet und schließlich das EU-Parlament als Abgeordneter bereichert. Selbst mit 60 Jahren tourt der Südtiroler unermüdlich durch die Welt, veröffentlicht Bücher am laufenden Band, hält Vorträge, berät Expeditionen, führt leidenschaftliche und nicht immer harmonische Diskussionen und bereitet mit viel Engagement Museen vor. Bei einem solchen Energiebündel tauchen zwangsläufig eine ganze Reihe von „Warum“s und „Wie“s auf. Da will man einfach mehr wissen.

Messners insgesamt mehr als 40 Bücher erlauben ja bereits interessante Einblicke in sein Innenleben. In der 280 Seiten starken Autobiographie Mein Leben am Limit sind jedoch noch einmal die bedeutendsten Stationen auf den Punkt gebracht. Viel wichtiger noch: Das kurzweilige Werk, fast durchgehend in Interviewform verfasst, konzentriert sich ganz auf seine Person. Kein einzelner Berg spielt hier die Hauptrolle, Organisationsfragen und Routenerklärungen rücken in den Hintergrund. Es gibt demzufolge auch so gut wie keine Bergfotos oder Skizzen, von Tagebucheinträgen und Randnotizen ganz zu schweigen. Was hier zählt, ist das Gesamtkunstwerk „Messner“, dem erfolgreichsten Gipfelstürmer aller Zeiten, sowie seine Philosophie, seine Ideen, seine private Seite — wenngleich man einräumen muss, dass es andererseits auch nicht all zu privat wird.

Wer denkt, ein Interview könne man nicht über so weite Strecken spannend gestalten, der irrt. Die kritischen und offenen Fragen des SPIEGEL-Journalisten Thomas Hüetlin, der 23 Stunden lang mit Messner sprach, lassen keine Langeweile aufkommen. Das liegt freilich auch an den ebenso kritischen und offenen Antworten von Messner , der in gewohnt pointierter und zuweilen unverblümter Weise auch hier und da Seitenhiebe verteilt. Etwa gegen seine ehemaligen Bergsteigerkameraden der Nanga Parbat-Expedition von 1970, bei der sein Bruder Günther starb und die auch in diesem Buch wieder viel Platz einnimmt.

Fazit: Eine faszinierendes Lektüre über eine faszinierende Persönlichkeit — nicht nur für Bergsteiger lesenswert, sondern für alle, die schwierige Wege gehen wollen und/oder müssen und dabei an ihre Grenzen stoßen. Reinhold Messner kann ihnen dabei als Vorbild dienen, schließlich würden seine mutigen Grenzgänge für eine ganze Hand voll Autobiographien reichen. –Christian HaasSchon immer ist Reinhold Messner weiter gegangen als alle anderen. Früh ließ er das Tal seiner Südtiroler Kindheit hinter sich, bestieg alle 14 Achttausender und durchquerte zu Fuß die größten Sand- und Eiswüsten der Erde. Was aber beflügelt diesen Erfolgsmenschen? Und woher schöpft er Kraft und Phantasie, sich immer wieder neu zu erfinden? Kritisch und offen stellt der »Spiegel«-Reporter Thomas Hüetlin ihm die entscheidenden Fragen zu einem »Leben am Limit«.


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