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Medien im Krieg (Telepolis): Krise zwischen Leitmedien und ihren Rezipienten

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Medien

Die Berichterstattung zur Krise in der Ukraine und die Berichterstattung zu Russland haben zu einem offenen Schlagabtausch zwischen den etablierten Medien und einem nicht unerheblichen Teil ihrer Rezipienten geführt.

In den Foren der großen Online-Medien hagelt es Tag für Tag Kritik an den gebotenen Deutungsnarrativen der Leitartikler und Meinungsmacher. Nachrichten sollen manipuliert worden sein, von Zensur ist die Rede, ja, ein Teil der Mediennutzer ist davon überzeugt, dass die "vierte Gewalt" bewusst einseitig berichtet.

Vertreter der traditionellen Medien brandmarken die Kritiker als "Putinversteher" und stempeln sie allzu oft allgemein als Verschwörungstheoretiker ab. In aller Deutlichkeit geben meinungsführende Journalisten zu verstehen, dass sie das Monopol auf die legitime Deutung der gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit innehaben, wie es der französische Soziologe Pierre Bourdieu einmal sinngemäß in seinen Analysen des journalistischen Felds ausgedrückt hat. Der Konflikt zwischen den traditionellen Medien und ihren Rezipienten, das ist festzustellen, ist vor allem ein Kampf um die Deutungshoheit.

Dass die "Mainstreammedien", wie die großen Medien von ihren Kritikern oft bezeichnet werden, diesen Konflikt mit heraufbeschworen haben, lässt sich gut an den Beiträgen, die in diesem Buch zusammengestellt sind, ablesen. In den Interviews, Artikeln und Analysen von Telepolis-Autoren wird deutlich, dass es Problemzonen aufseiten der Medien gibt, die schon lange ersichtlich sind. Telepolis hat sich zur Veröffentlichung dieses Buches entschlossen, weil die Redaktion davon überzeugt ist, dass die zusammengestellten Beiträge in ihrer Gesamtheit ein eigenes Bild abliefern, das aufzeigt, was die Gründe für die massive Kritik an den Medien sind. Das Schließen von Leserforen, so wie es gerade die Süddeutsche Zeitung getan hat, ist ein Weg in die falsche Richtung.


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Medien im Krieg (Telepolis): Krise zwischen Leitmedien und ihren Rezipienten

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Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

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3 Kommentare

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  1. 2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Ein "Muss", 27. Februar 2015
    Von 
    Helmut Hanel – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Medien im Krieg (Telepolis): Krise zwischen Leitmedien und ihren Rezipienten (Kindle Edition)
    Ein wichtiges, längst überfälliges Buch.
    Hervorragende Beschreibung der Zustände im s.g. Qualitätsjournalismus.
    Für jeden, wissen will, wer uns manipuliert und mit welchem Ziel, ist
    dieses Buch ein "Muss".
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  2. 1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Schöne Zusammenstellung einer unschönen Entwicklung, 7. Mai 2015
    Von 
    John Don (Hessen) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Medien im Krieg (Telepolis): Krise zwischen Leitmedien und ihren Rezipienten (Kindle Edition)
    Hervorragende Zusammestellung der Rolle und Funktion unserer Medien und ihrer Schreiber.
    Vieles ist nicht gerade neu, aber es finden sich hier wunderfolle Formulierungen zu den Eindrücken, die sich ein aufmerksamer Beobachter der Medienszene sein Jahren machen kann. Dies ist ein Buch, welches als Schulstoff möglicherweise zu schwer verdaulich ist, aber gut als ein Grundbaustein zum Thema "Medienkompetenz" sein könnte- und zwar die Stufe oberhalb der Unterscheidung zwischen Trash und Qualitätsmedien.
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  3. 1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Vom "Putin-Versteher" zum "Rudel-Versteher"., 4. Mai 2015
    Von 
    k-bie23 – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Medien im Krieg (Telepolis): Krise zwischen Leitmedien und ihren Rezipienten (Kindle Edition)
    Eine sachliche, unaufgeregte, aber sehr aufschlussreiche Sammlung von Artikeln über die Berichterstattung der deutschen Medien vor allem über den Ukraine Konflikt.
    Das Buch hat mir sehr dabei geholfen, die Hintergründe für die im Wesentlichen gleichlautende Meinungsbildung unserer Leitmedien ("Rudeljournalismus") zu erkennen.
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