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  1. KS
    ·
    1.378 von 1.415 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Das beste Aufräum-Buch seit "Simplify your life", 9. Mai 2013
    Von 
    KS (Leinfelden-Echterdingen) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert (Taschenbuch)

    Liebe Leser,

    zunächst einmal – jeder hier liegt richtig mit seiner Bewertung, egal ob er 1 oder 5 Sterne vergibt. Denn das Buch ist nicht nur eine Anleitung, sondern spiegelt auch eine Lebenseinstellung wider. Das Buch muss zu einem passen. Wer nur ein bissel aufräumen, umstellen und neu gestalten will, für den ist das Buch nichts. Die können mit klassischen Büchern zur Organisationsstruktur mehr anfangen. Wer aber der fernöstlichen Kultur gegenüber etwas aufgeschlossen ist, versteht, was Marie Kondo sagen will.

    Ideal ist das Buch für alle "Nicht-loslassen-Könner", die unter einem echten Leidensdruck stehen und den Eindruck haben, unter den vielen Dingen in ihrem Leben zu ersticken. Das müssen keine Messies sein, sondern es gibt auch Menschen mit gut aufgeräumten Wohnungen, die darunter leiden, dass zu viele Dinge in ihrem Leben sind. Genau wie die Reizüberflutung durch die Werbung können auch Dinge unsere Energien blockieren. Ich ärgere mich immer, dass ich so viel Zeit damit verbringe, Dinge aufzuräumen, die ich nie nutze, nur weil sie 1) einfach da sind, 2) ein Geschenk waren, 3) mal viel gekostet haben, 4) einfach schön aussehen oder 5) mit Erinnerungen verbunden sind. Außerdem bin ich stinkfaul und habe keine Lust zum aufräumen. Ergo: je weniger Dinge ich habe, desto weniger muss ich aufräumen. Das Buch ist ein Glücksgriff für alle, die Besitz als Belastung sehen und für die er sich anfühlt wie ein Mühlrad um den Hals.

    Allein ein Tipp ist das Buch schon wert: dass man nicht zimmerweise, sondern nach Kategorien aufräumen soll. Ich räume immer zimmerweise auf, was zur Folge hat, dass man Dinge, bei denen man nicht weiß, wo man sie hintun soll, einfach nur von einem Zimmer ins andere hin und her räumt. So bleibt kein Zimmer lange aufgeräumt.

    Das heißt nicht, dass wir unsere T-Shirts auf Postkartengröße falten und in die Schublade stellen müssen. Ich habe keine Schublade für T-Shirts, bei mir liegen sie sauber aufeinander im Schrank. Und man muss auch nicht mit seinen Sachen reden oder Taschen abends ausräumen, um ihnen einen schönen Feierabend zu gönnen (wenn ich das tue, fehlt mir am nächsten Tag die Hälfte, weil ich immer eilig aus dem Haus gehe und meine Tasche schnappe, ohne hineinzuschauen). Man muss ja auch Rezepte nicht 1:1 nachkochen, und man muss sie nicht verwerfen, nur weil man einige der Zutaten nicht mag. Schließlich sind wir Individualisten und können selbst entscheiden, welchen Teil des Buches wir umsetzen möchten.

    Für mich ist "Magic Cleaning" das beste Buch seit "Simplify your life". Beim Lesen hat es "klick" gemacht. Zwei Beispiele:

    1. In meinem Keller stehen ein paar Langlauf-Ski mit Stöcken und zwei Paar Langlaufschuhe, im Schrank hängt ein wunderschöner, leichter, atmungsaktiver Langlauf-Anzug. Die Sachen würde ich nie hergeben! Warum nicht? Weil sie fast neu sind, und ich könnte ja "irgendwann mal" wieder langlaufen, und dann müsste ich alles neu kaufen (teuer). Das sage ich mir seit 15 Jahren. In den Anzug passe ich längst nicht mehr rein, und die Ski stehen ungenutzt im Keller. Marie Kondo sagt: "Irgendwann" gibt es nicht.

    2. Ich besitze ein paar alte, sehr gut erhaltene Bände mit Klaviernoten (Sonaten). Die habe ich von meiner Mutter geerbt (vor fast 30 Jahren). Damals waren sie nützlich, ich selber konnte dafür nie gut genug Klavier spielen. Also stehen sie seit 30 Jahren in meinem Regal. Sind wertvoll. Sehen schön aus. Nützen niemandem.

    Wenn man nun so verrückt ist, Dingen eine "Seele" zuzusprechen (was nach westlichen Denkmustern völliger Blödsinn ist!), könnte man sagen, dass man diesen Sachen nicht gerecht wird. Die Ski stehen im Keller und würden gerne wieder raus in den Schnee, denn das ist ihre Bestimmung. Und die Klaviernoten langweilen sich im Regal und würden gerne mal wieder ihren eigenen Klang hören.

    Nein, ich bin nicht auf Droge!!

    Wenn man schon nicht den Dingen eine Seele zusprechen will, dann könnte man an die Menschen denken, die sich über diese Dinge freuen würden, weil sie sie nutzen! Dinge, die wir nicht nutzen, verkleben unsere Seele und blockieren unsere Energien. Marie Kondo sagt, das einzige Kriterium, Dinge zu behalten, ist die Frage: "Macht es mich glücklich?" Wenn nicht, weg damit (ok, das trifft nicht auf Steuerunterlagen zu 😉 die machen nicht glücklich, aber da kommt man nicht drumherum). Nach diesen Kriterien könnte ich rund 70 Prozent aller Dinge entsorgen. Und wenn ich konsequent bin, schaffe ich es auch, obwohl da etliche Zähneknirsch-Entscheidungen vor mir liegen. Das heißt nicht, dass…

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  2. GaWa
    ·
    425 von 446 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Magic Cleaning, 3. März 2014
    Von 
    GaWa – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 500 REZENSENT)
      

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert (Taschenbuch)
    Ich dachte immer, ein Buch fürs Aufräumen, so ein Quark!!!
    Bin irgendwie drauf gestossen, habe die Rezensionen gelesen und war dadurch schon so begeistert und motiviert und hab schon losgelegt bevor das Buch ankam. Dieses Buch hab ich verschlungen! Ich bin und war ein sehr ordentlicher Mensch, der eigentlich keine Aufräumanleitung braucht. Aber hier gehts nicht ums aufräumen, sondern ums ausmisten und entsorgen! Nimm jedes Teil in die Hand und frage Dich, macht mich dieses Teil glücklich? Wenn ja, dann behalte es, wenn nein, dann entsorge es!
    Was soll ich sagen… 15 grosse Umzugskartons haben den Weg aus meiner Wohnung gefunden zu einem Flohmarktler, der sich ein Loch in den Bauch über die Sachen gefreut hat!!! Ich habe 2 !!! Kleidersammlungskontainer vollgemacht und war insgesamt 7 !!! Mal im Wertstoffhof beim Entsorgen!!! Nein ich habe kein Haus, ich habe eine 75 qm 3-Zimmerwohnung mit einem 1,50 auf 1,50 Keller!!! In meinem Kleiderschrank sind nur noch Sachen, die ich wirklich mag. Meine Vorratshaltung hat sich extrem reduziert. 400 Bücher haben mich verlassen, da gerne gelesen, aber bestimmt kein zweites Mal, Videos ohne Videorekorder machen auch keinen Sinn, Geschirr, das man nicht benutzt muss auch nicht rumstehen. Und die Geschenke von den Lieben, die die Schränke vollmachen und schon beim Erhalt Zähneknirschen verursacht haben, raus damit!!!! Damit hab ich bei EBay-Kleinanzeigen (nur Abholung) inzwischen 120,-€ verdient 🙂 Ich habe inzwischen ein Schlafzimmer ohne Kleiderschrank, nur das Bett, 2 tibetische Nachtkästchen, passende Lampen, Tibetische Bilder und einen lebensgrossen Holzbuddha darin, orangefarbene Vorhänge, eine echte Wohlfühloase zum Relaxen, zum Schlafen fast zu schade… In allen Räumen gibts leere Schrankfächer und Schubladen, sofern die Schränke und Regale nicht rausgeflogen sind… 30 Jahre aufheben, weils ja noch gut ist und mal viel gekostet hat ist rausgeflogen! Ich umgebe mich nur noch mit Sachen, die mich echt glücklich machen und das ist ein unbeschreibliches Gefühl!!!!!! Für eine sparsame Person wie mich hat das Entsorgen und Verschenken von guten Sachen schon einige Schmerzen bereitet, aber das befreiende Gefühl jetzt danach ist mit nichts zu beschreiben! Und ich möchte nochmal klarstellen, ich hatte keinen Messiehaushalt!!!!!
    Wer das Gefühl hat, ich brauche eine grössere Wohnung, ich brauche mehr Stauraum, neue Schränke und Regale, der sollte dieses Buch unbedingt kaufen, denn danach ist nichts mehr wie es war, ein Umzug nicht mehr nötig und Sie sind garantiert glücklich!!! Ehrenwort!!!
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  3. Roland Kopp-Wichmann
    ·
    477 von 511 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Warum Ausmisten und Aufräumen viel mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat., 3. März 2013
    Von 
    Roland Kopp-Wichmann – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert (Taschenbuch)
    Wie sieht es an Ihrem Arbeitsplatz aus oder in der Wohnung?
    Fühlen Sie sich wohl? Suchen Sie oft Unterlagen oder müssen Sie jeden Tag erstmal lange aufräumen?
    Oder haben Sie vor dem Chaos, das Sie, Ihr Partner oder Ihre Kinder anrichten, schon resigniert?

    In der Bahnhofsbuchhandlung fiel mir das Buch Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert von der Japanerin Marie Kondo in die Hände. Ich habe ja schon öfters in meinem Persönlichkeits-Blog über die positiven Wirkungen des Ordnunghaltens geschrieben.

    Manche Ratgeber zum Aufräumen empfehlen, etwas wegzuwerfen, wenn man es etwa ein Jahr lang nicht benutzt oder getragen hat. Doch in dem Buch von Marie Kondo geht es um einen radikalen, ganz anderen Ansatz beim Aufräumen.

    Sie empfiehlt:

    Was Sie glücklich macht, behalten Sie.
    Was keine Erfüllung bringt, werfen Sie weg.

    Dazu sollen Sie jeden einzelnen Gegenstand in die Hand nehmen und achtsam auf die Reaktionen des Körpers und der Seele achten. Dabei merken Sie wahrscheinlich, dass Sie auf die verschiedenen Gegenstände unterschiedlich reagieren.

    Die Autorin empfiehlt nicht nach Zimmern aufzuräumen, sondern nach Kategorien. Also wenn man seinen Kleiderschrank ausmisten will, nach Unterkategorien wie Kleider, Hosen, Oberteile, Strümpfe und Wäsche vorzugehen. Und dann alles einer Kategorie auf einen großen Haufen werfen. Dadurch wird einem bewusst, was man alles besitzt.

    Und dann nehmen Sie jede Sache in die Hand und prüfen Sie achtsam, ob Sie sie behalten möchten und wofür?

    Dazu ist es wichtig, herauszufinden, welchen Zustand Sie mit dem Aufräumen erreichen wollen: Eine klare Atmosphäre in Ihrer Wohnung? Mehr Zeit für das Wesentliche? Mehr Übersicht und Klarheit in Ihrem Leben? Entspannung und Ruhe?

    Auf diese Weise finden Sie heraus, wo Ihre Prioritäten liegen. Was Ihnen wirklich wichtig ist. Und wovon Sie sich befreien wollen.

    Marie Kondo hat zudem jede Menge unüblicher Tipps:

    Nie dem Partner oder der Familie zeigen, was Sie wegwerfen wollen.
    (Weil dann vieles vermutlich wieder an anderer Stelle aufbewahrt wird.)

    Kleidung nicht auf Bügel, sondern zusammengelegt aufzubewahren.
    (Weil Sie sie dazu in die Hand nehmen müssen und besser spüren.)

    Im Schrank die schweren, langen, dunklen Sachen nach links ordnen.
    (Weil das (leichtere, helle Sachen nach rechts ) eine nach rechts oben weisende Linie ergibt, die gute Stimmung macht.)

    Socken nicht auf links drehen und zusammen knüllen.
    (Sondern aufrecht in Schubladen oder Kartons stellen.)

    Alles wegwerfen, was seinen Zweck erfüllt hat.
    (Seminarunterlagen, Kreditkartenabrechnungen, Stromrechnungen, Gehaltsnachweise, Bedienungsanleitungen, ungeliebte Geschenke, Umverpackungen, Kosmetikpröbchen, Werbegeschenke, Bastelgeschenke der Kinder usw.)

    Das Ausmisten und Wegwerfen ist der erste Schritt. Damit Sie nicht nach kurzer Zeit wieder bei derselben Ordnung landen, gibt es nur einen Weg:

    Jede Sache braucht ihren festen Platz.
    Und nach Gebrauch legen Sie es auch genau an diesen Platz.

    Klingt logisch. Die Dinge brauchen also ihren festen Platz und dürfen nicht auf verschiedene Orten verteilt werden.

    Heißt konkret, wenn Sie nach Hause kommen, hängen Sie den Schlüssel ans Schlüsselbrett und legen ihn nicht auf den Küchentisch. Ihr Sakko oder Ihr Oberteil werfen Sie nicht aufs Sofa, sondern hängen es auf einen Bügel im Schlafzimmer. Ihr Handy stellen Sie in die Ladestation im Wohnzimmer anstatt es in der Tasche zu lassen.

    Und hier wird es richtig interessant. Marie Kondo schreibt:

    “Aufräumen ist der kürzeste Weg zur Selbsterkenntnis. Ihr Besitz, also alles, was Sie umgibt, erzählt Ihnen die Geschichte Ihrer Entscheidungen. Das Aufräumen ist wie eine Inventur Ihrer Persönlichkeit, bei der Sie entdecken, wer Sie sind und was Sie wirklich wollen.”

    Fazit: Ziel des Aufräumen ist es, sich nur noch mit Dingen zu umgeben, die einen glücklich machen. Und dazu müssen wir uns von den Dingen trennen, die uns nicht glücklich machen.

    Dazu liefert dieses Buch die perfekte Anleitung. Unbedingt lesen – und dann handeln!

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