Kunst als kulturelle Praxis: Kunsttheorie und Ästhetik für Kulturpolitik und Pädagogik (Kulturelle Bildung)

Kulturpolitik

Kunst ist ein Lebensmittel, so ist es im Anschluss an Johannes Rau in kulturpolitischen Debatten oft zu hören. Doch wie ist das Verhältnis zwischen den Künsten und dem Leben – auch: wessen Leben – genauer zu bestimmen? Gibt es tatsächlich diese enge Verbindung zwischen Kunst und Leben, so wie es in der Avantgarde-Bewegung immer wieder gefordert wurde? Oder bedeutet die Rede von der Kunstautonomie nicht doch eher eine gewisse Distanz zum Leben? Woher kommt eigentlich die Ansicht, dass die Künste oder die Künstler selber bestimmen sollen, was Kunst ist? Historisch ordnete sich diese Frage ein in die großen Debatten um das Verhältnis zwischen Sinnlichkeit und Verstand, zwischen Mythos und Logos. Gerade für einen pädagogischen und politischen Umgang mit den Künsten kann es nicht gleichgültig sein, wie die oben gestellten Fragen beantwortet werden. Antworten gibt man rasch, vielleicht zu rasch. Antworten geben aber auch diejenigen, die über Kunst nachdenken, also Kunsttheoretiker und Ästhetiker oder auch Soziologen, Psychologen und Kunstwissenschaftler.
Das Buch stellt unterschiedliche Diskurse in ihrem historischen Kontext vor. Es ist daher eine Einführung, vielleicht aber noch mehr eine Hinführung zu einem systematischen Nachdenken, inwieweit sowohl die Künste, aber auch die Kunsttheorie und Ästhetik als kulturelle Praxis verstanden werden können.
Das Buch ist mit seinen Streifzügen durch Philosophie, Sozialgeschichte, Ästhetik und soziologische Kunsttheorien spannend und sehr anregend zu lesen, aber natürlich auch anspruchsvoll, denn es setzt beim Lesenden die Bereitschaft voraus, ohne Verwertungsinteresse zu lesen und so über den Tellerrand zu schauen.
Prof. Dr. Wilhelm Schwendemann, Freiburg, socialnet.de


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