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  1. wulfgunterbrandes
    ·
    5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    1.0 von 5 Sternen
    Nutzlos für Fachkräfte., 29. April 2016
    Von 
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    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie: Folgen der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs erkennen und bearbeiten – Eine Annäherung (Leben lernen) (Taschenbuch)
    1/4 des Buches gilt der politischen Bewertung des 2 Weltkrieges und Vorgeschichte. Der Rest sind aneinander gereihte Kurztexte, notdürftig verbunden. Schade. Hatte von Frau Reddemann mehr erwartet.
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  2. Amazon Kunde
    ·
    9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Ein fundierter Behandlungsansatz für traumatisierte Kriegskinder und Kriegsenkel Dr. Bruno Hofstetter, Psychotherapeut, Luzern, 18. Dezember 2015
    Von 
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    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie: Folgen der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs erkennen und bearbeiten – Eine Annäherung (Leben lernen) (Taschenbuch)
    In ihrem neuen Buch "Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie" beschreibt Luise Reddemann, wie sie mit grösster Sorgfalt und Mitgefühl sich den verletzten inneren Anteilen kriegstraumatisierter Menschen annähert und gemeinsam mit ihnen Orte von seelischer Nah-rung, Trost und Sicherheit sucht und gestaltet.
    Mit grosser Sensibilität wie auch Mut nähert sich die Autorin den kollektiven und individuellen Spuren, die die NS-Zeit und der zweite Weltkrieg bei den Kriegskindern und den Kriegsenkeln hinterlassen haben. Im Gegensatz zu anderen benennt sie ganz klar die Ursachen des Leidens der Kriegskinder, das in den Verbrechen der Nationalsozialisten begründet ist.
    Luise Reddemann eröffnet in ihrem Buch Wege in der psychotherapeutischen Unterstützung und Behandlung von betroffenen Menschen. Sie zeigt mit dem von ihr entwickelten Behand-lungsansatz der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie, PITT, auf, wie kriegstrauma-tisierten Opfern geholfen werden kann, mit ihren Verletzungen sowie mit Schmerz, Scham und Schuld umzugehen sowie der Trauer und dem Neubeginn Raum zu geben. – Sehr berührend sind auch die Aufzeichnungen einer Betroffenen, die ihr verstörendes Erleben während und nach der NS-Zeit aus der Wahrnehmung und Sicht des damaligen Kindes erzählt. – Sehr empfehlenswert für PsychotherapeutInnen, Aerzte, helfende Berufe und Betroffene
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  3. Dipl.-Psych. Martina Hahn
    ·
    6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Mitgefühlsbasiertes Verstehen und Behandeln, 7. Februar 2016
    Von 
    Dipl.-Psych. Martina Hahn – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie: Folgen der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs erkennen und bearbeiten – Eine Annäherung (Leben lernen) (Taschenbuch)
    Das Buch über Kriegskinder und Kriegsenkel ist vor allem für die jüngere Generation von Therapeutinnen und Therapeuten hilfreich und deshalb eine zu empfehlende Lektüre:
    Selbst Kriegsenkel konnte ich nochmals mehr verstehen, was die Generation der Kriegskinder erlebt hat, wie es ihr Leben nachhaltig beeinflusst hat und was dies für uns als nachfolgende Generation bedeutet.
    Dies bewirkt eine wunderbare Kombination von wichtiger Selbsterfahrung und Entwicklung einer therapeutischen Grundhaltung und bleibt eben gerade kein Handlungsmanual für eine Psychotherapie.
    Was Luise Reddemann in beeindruckender Art und Weise gelingt, ist, spürbar nah eigene Erfahrungen als eben auch Kriegskind einfließen zu lassen und uns als Leserinnen und Leser zu einer Haltung von Mitgefühl zu führen. Es bleiben nicht "Geschichten von anderen", die wir alle bereits oft gehört haben, sondern es führt dazu, uns unserer ganz eigenen Betroffenheit offen und wohlwollend zuwenden zu können.
    Im therapeutischen Umgang mit dem Thema ist dies für mich eine notwendige Grundlage, beim dem Anderen, aber auch bei mir selbst bleiben zu können und dies in einer Grundhaltung des Neugierigseins auf die ganz einzigartige Geschichte, die der Einzelne erlebt hat und in der Therapie berichtet. Es schützt damit vor einer Haltung von "alles schon gehört zu haben, alles schon zu kennen" und ermöglicht erst ein Mitgefühl dem Anderen gegenüber. Insofern bleibt auch dieses Buch, und auch das spricht für die Haltung von Luise Reddemann, immer eine Annäherung und lässt uns zum Glück darüber nicht in eine professionelle Betrachtung abgleiten.
    Das Verstehen und Nachspüren über das damalige Geschehen wird ergänzt durch den ebenso mitgefühlsbasierten therapeutischen Ansatz der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie, PITT nach Luise Reddemann, der auch zu diesem Thema ein schonendes und würdevolles Arbeiten ermöglicht und mir in der praktischen Arbeit sehr hilfreich war und ist.
    Es ist eine Freude für mich als Therapeutin, erleben zu dürfen, wenn vor allem inzwischen ältere Angehörige der so genannten Kriegskindergeneration "auftauen" und ins Leben finden; genauso wie die Freude mit so genannten Kriegsenkeln, wenn sie sich klar werden über tradierte, weitergegebene Traumata und diese ablegen lernen, um sich endlich, oft nach Jahrzehnten dem eigenen Leben zuwenden zu können.
    Ich halte das Buch für eine notwendige, vor allem aber hilfreiche Grundlage, um mit den lang andauernden Auswirkungen der Kriegsjahre würdeorientiert und heilsam arbeiten zu können. Ein Aussöhnen mit der eigenen Biographie, wie immer diese ausgesehen haben mag,wird möglich und richtet so den Blick nach vorne und weg von dem Gefühl von Ohnmacht im erlebten Leid. Der so wichtige therapeutische Satz im Umgang mit erfahrenen Traumata, "es ist vorbei", kann endlich spürbar werden.
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