Grado im Dunkeln (Adria Krimi)

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Italien

Eine junge Frau wird nach einer Autopanne vergewaltigt. Sie ist nicht das erste Opfer in der idyllischen italienischen Adria-Stadt Grado. Als wenig später ein Mädchen tot am Strand gefunden wird, ahnt Commissaria Maddalena Degrassi: Der Schrecken hat eine neue Dimension angenommen.Und er hat gerade erst begonnen …


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Grado im Dunkeln (Adria Krimi)

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3 Kommentare

  1. 3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Dieser Krimi hat mich positiv überrascht, 20. Mai 2016
    Von 
    Bibliomarie – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Grado im Regen (Taschenbuch)
    Grado im Regen, der Ort wirkt ein wenig deprimierend. Die Beschreibung der Adria in der Vorsaison, trist, regnerisch und grau ist wunderbar gelungen. Ich kenne den Ort nicht sehr gut, hatte aber fast das Gefühl, die Straßen und Lokale zu kennen. Francesca lebt in der Ferienwohnung der zukünftigen Ex-Schwiegermutter. Sie hat ihren Mann verlassen, der sie unentwegt betrog. Sie fühlt sich kraftlos und schwach. Sie geht lange spazieren, trinkt manchmal zu viel und beobachtet öfters eine Schwimmerin, deren langes blondes Haar in den Wellen wogt.
    Auch eine alte einsame Frau verbringt viel Zeit am Fenster und sieht die junge Schwimmerin. Sie ist es auch, die beobachtet, wie sie ertrinkt. Aber niemand glaubt ihr, ihr Beschreibungen sind wirr und driften ins Märchenhafte ab, wenn sie von einer Nixe spricht. Auch ist ist psychisch labil und man weiß von ihren Aufenthalten in der Psychiatrie.
    Die junge Commissaria Maddalena lässt trotzdem nach einer Leiche suchen, vor allem als eine zweite Frau verschwindet und sie einen Zusammenhang vermutet. Dass die Vermisste die Frau ihres Lovers ist, macht die Situation für sie nicht einfacher.

    Dieser Kriminalroman hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Ich bin gleich in die Stimmung eingetaucht, die die Autorin mit wenigen Sätzen skizziert. Es sind nur eine Handvoll Protagonisten, um die die Geschichte kreist, aber alle sind miteinander verstrickt. Die Personen sind sehr lebensnahe Charaktere, ich hatte wirklich das Gefühl über ‚echte‘ Menschen zu lesen. Dabei war ich auch von der Tiefe der einzelnen Figuren angetan. Man lebt und leidet mit den Frauen mit. Der Roman entwickelt einen richtigen Sog, es war aber nicht nur der Krimihandlung geschuldet, die sich nicht auf das Schema: Mord ‚ Ermittlung ‚ Täter eingrenzen lässt, sondern viel mehr aus der schicksalshaften Verstrickung der Figuren untereinander. Das ist bis hin zu den Nebenfiguren sehr stimmig. Die Grenzen zwischen Krimi und Familien-Liebesgeschichte sind fließend und erreichen fast die Intensität eines Dramas.
    Das Ende, das gleichzeitig eine neue Spur und ein neues Drama andeutet, könnte auf eine Fortsetzung hindeuten.
    Ein sehr gelungenes Buch, das für mich weit über das Genre ‚Regionalkrimi‘ hinausgeht.

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  2. 2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    So malerisch kann Mord sein. Vorurteile, Sigmatisierung und eine brennende Vergangenheit hinter traumhafter Kulisse., 8. Juli 2016
    Von 
    Floh – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 1000 REZENSENT)
      

    Rezension bezieht sich auf: Grado im Regen (Taschenbuch)

    Die ambitionierte Krimiautorin besonderer Regionalkrimis aus ihrer Heimat dem Wörthersee und dem malerischen Grado an der Adria Andrea Nagele präsentiert hier mal wieder einen brandneuen und nicht ganz alltäglichen Krimi, der uns Leser mit „Grado im Regen“ nicht nur ins malerische Grado entführt, sondern auch ganz abwegige und spannende Ermittlungen in einem ganz verzwicktem Team bietet. Tolle Kulissen, sehr viel Spannung und eine Einladung an den Leser, sich selbst seinen Thesen zu stellen und die Ermittlungen zu lenken. Oder zumindest mit einem Hauch davon…
    Erschienen im emons Verlag ([…])

    Zum Inhalt:
    "An einem regnerischen Junitag muss Angelina Maria mit ansehen, wie eine junge Frau im Meer ertrinkt. Aber niemand schenkt ihr Glauben. Als jedoch eine weitere Frau verschwindet, muss Kommissarin Degrassi erkennen, dass ein Mord stattgefunden hat – und die beschauliche Ruhe in Grado weicht einer bedrohlichen Atmosphäre der Angst. Dunkle Wolken an der Adriaküste: ein intensiver Psychothriller."

    Handlung:
    Hier ist der Titel absolut Programm, und das gleich in vielerlei Hinsicht… Dieser Krimi, der auch als Psychothriller beschrieben wird, beginnt mit einem rasantem Banküberfall eines drogenabhängigen Pärchens auf der Suche nach Geld. Diese Szene, die sich erst im weiteren Verlauf des Plots erschließen wird, erinnerte mich stark an Bonnie und Clyde. Jedoch wirken hier die Masken der beiden fehl am Platze… Ein weiterer Handlungsstrang wird ausgeworfen, als im idyllischen Grado an der Adria die verwirrte Angelina Maria eine Frau im Wasser verschwinden, vermutlich ertrinken , sieht… Angelina ruft sofort die hiesige Polizei und schildert ihre Beobachtung. Dabei drückt sie sich ungünstig aus und ihre Beobachtung der blonden Meerjungfrau, die in die Fluten stürzt, wird als Hirngespinst der Alten lapidar abgetan.
    Doch dieses Ereignis soll nicht lange ruhen, denn schon bald wird die Wasserleiche einer jungen Frau geborgen und eine weitere Frau gilt als vermisst. Nun nimmt die Polizei die Ermittlungen auf und muss auf die Zeugin Angelina zurückgreifen. Die Leiterin der Kriminalpolizei, Maddalena Degrassi, wird nun von ihrem Vorgesetzten stark unter Druck gesetzt. Dieser polizeiliche Fehlschlag darf nicht an die Öffentlichkeit geraten. Magdalenas Chef möchte die Geschehnisse schnellstmöglich aufklären und so wenig Wirbel wie möglich um die Ermittlungen und Vorkommnisse machen. Doch dann hat auch eine Elfjährige der Polizei wichtige Dinge zu berichten. Als Laura beim Brötchenholen wundersame Ereignisse beobachtet, steht fest, dass dieser Fall alles andere als einfach, lapidar oder harmlos ist… Neben der nervenaufreibenden Ermittlungen, der Behördenarbeit und den privaten Verwicklungen der Protagonisten, werden wir mit authentischen und greifbaren Kulissen und Schauplätzen verwöhnt. Auf Regen folgt Sonnenschein, sollte man meinen…
    Der Zusammenhang zum Prolog ist eine verblüffende Überraschung. Ein Kreis schließt sich und die beiden Handlungsstränge finden gekonnt zusammen.

    Schreibstil:
    Die Autorin Andrea Nagele besitzt einen so bildhaften und eindringlichen Schreibstil, dass sie mich schon gleich mit ihren ersten Zeilen und Ausführungen im Prolog überrascht und neugierig gemacht hat. So viele erste Fragen kommen auf und viele weitere folgen noch… Ein Krimi, der den Leser sofort mitreißt, ihn sofort an die malerische Adria holt und mit einer spannenden Handlung und Thematik überrascht. Ich war noch nie dort, fühlte mich aber sogleich willkommen und angekommen. Man muss die Region und das idyllische Dörfchen Grado nicht zwingend kennen, um in den vollen Krimigenuss zu kommen. Die Autorin ist dort zu Hause und man spürt in beinahe jeder Zeile, wie sehr sie sich mit dem Ort verbunden fühlt und wie sehr sie die Kulissen studiert und beobachtet und selbst erlebt hat. Hier befriedigt die Autorin gleich beide Leserlager. Die regionalen und auch die überregionalen Leser. Toll. Andrea Nagele hat einen intensiven Schreibstil, der den Schachzug nutzt manche Dinge nicht klar zu benennen, sondern vom Leser selbst in Erfahrung bringen zu lassen. Man darf an den Ermittlungen aktiv teilhaben und eigenen Thesen und Mutmaßungen anstellen. Die sich bewahrheiten, oder eben nicht. Dieser Krimi wird aus der beobachtenden Sicht erzählt, so scheint der Leser stets im Bilde zu sein, doch das wirklich wahre entblättert sich ihm auch erst Seite um Seite… Mit ihrem rasanten und verzweifelten Prolog fesselt die Autorin den Leser an die Ereignisse und lässt diesen nicht mehr los, bis wirklich alle Fragen beantwortet und verknüpft sind. Sie nutzt unter anderem den typischen Schreibstil für einen gelungenen…

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  3. 1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Melancholie und Tiefgang, 3. August 2016
    Von 
    Martin Schult – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Grado im Regen (Taschenbuch)
    Ein ganz besonderer Kriminalroman mit sehr viel Tiefgang.
    Angelina Marie ist eine ältere und scheinbar verwirrte Frau. Sie sieht mit an, wie eine Frau, die ihr als Meerjungfrau erscheint, in den Fluten des Meeres ertrinkt. Niemand nimmt ihre Wahrnehmungen ernst, außer der Kommissarin Maddelena Degrassi, die nach einer Leiche im Wasser oder an den Ufern suchen lässt. Plötzlich verschwindet eine zweite Frau und der öffentliche Druck wird stärker, die Fälle schnellstmöglich zu lösen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…
    Andrea Nagele hat mit "Grado im Regen" einen außergewöhnlichen Kriminalroman geschaffen. Sie legt in dem Buch den Schwerpunkkt nicht auf ein Verbrechen sondern auf die Charaktere, deren Zusammenspiel und die Atmosphäre vor Ort. Wie der Titel schon verrät regnet es in einer Tour in Grado, was die Autorin nutzt, um eine trostlose und irgendwie traurige Atmosphäre einzufangen. Die Protagonisten werden interessant dargestellt und charakterisiert. Sie tragen mit ihrem Auftreten und ihren einzelnen Schicksalen zum Gelingen des Buches bei. Die Spannung entsteht hier nicht durch blutrünstige Taten, die durch Recherchen aufgedeckt werden sondern durch die Personen, ihren Gefühlen und ihren Beziehungen zueinander. Das Buch hat mich so in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Auch das Finale ist passend und gut nachvollzieh-bar und weckt bei mir die Hoffnung auf eine Fortsetzung.
    Für mich war "Grado im Regen" eine Lesehighlight und ich möchte das Buch sehr gerne an Personen weiterempfehlen, die einen Kriminalroman aus einer anderen Perspektive kennenlernen möchten. Ich bewerte das Buch mit voll verdienten 5 von 5 Sternen.
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