Flucht aus DDR-Gefägnissen: Authentische Fälle nach geheimen STASI-Protokollen

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DDR

Mit Titeln wie „Der Ausbrecherkönig von Waldheim“ über „Mit MPi, Pistole und Geiseln“ bis zu „Scharfe Schüsse im ‚Gelben Elend’“ schildert dieses Buch eine Fülle von Gefängnisausbrüchen aus DDR-Gefängnissen, STASI-Knästen und Jugendhäusern, etc.
Emotional berührend – beinahe ein Lied auf die platonische und erotische Liebe – liest sich im Chaos von Verzweiflung und Gewalt die Erzählung von einem Gefängniskrankenhausausbruch: „Flucht zur Frau für eine Nacht“. Ein Sieg des Herzens und der Liebe.
Mancher wird denken: Welchen Sinn ergibt eine Flucht aus einem Gefängnis in einem Staat, der mit Stacheldraht und Mauern selbst eine Art von Gefängnis war? Also eine Flucht aus dem Gefängnis in ein Gefängnis?
Oberflächlich betrachtet: keinen.
Doch da ist ein tieferes Nachdenken vonnöten. Schreibt doch die US-Autorin Anne Applebaum in ihrem großartigen Buch „Der Gulag“: „Denn von Flucht aus dem Lager träumten viele. Selbst für die Tausenden, die sie nie wagten, war der Gedanke daran eine wichtige psychologische Stütze.“
Und der Autor Werner Eggerath fügt hinzu:
„Gefangene sind nicht als normale Menschen zu betrachten. Schon das Tier in der Gefangenschaft ist gereizt, und mit Mitleid betrachte ich immer wieder den stolzen Königstiger oder den Panther, der in seinem Käfig ohne Ruh und Rast hin und her läuft.“
Aus diesem Blickwinkel, mit diesem Verständnis des Herzens für gepeinigte, hilflose, teils gefolterte gefangene Jugendliche und Erwachsene – Männer wie Frauen – lese man diese „true Storys“, um noch einige Titel zu nennen: „Die Gang oder Befreiung einer Freundin“, „Geflüchtet, um in Freiheit zu sterben oder Homosexuell – Im Knast die vielfache Last“, „Alles niederschießen und die letzte Kugel für sich selbst“.
Wenn sich kein registrierter Fluchtversuch von einer Frau in den Stasi-Akten fand, so beweist dies nur, was der Autor PETER ALEXANDER in der Einleitung schreibt:
„Wenn es so gut wie keine Fluchtplanungen und Fluchtversuche von Frauen gab, so belegt dies nur, wie zerstört, wie gebrochen sie in den DDR-Gefängnissen gewesen sind. Und wenn, wie die MfS-Blätter 000045/46 ausweisen, bereits die kriminell straffällig gewordenen Frauen von Wärterinnen und Wärtern als „Säue“ und „Ratten“ beschimpft wurden, mag sich jeder vorstellen, wie gemein erst mit den verhassten politischen Frauen umgegangen wurde. Deshalb haben sich alle Verantwortungsträger des DDR-Staates, die duldeten, dass auch Frauen Opfer politischer Justiz und politischer Gefängnisse wurden, für ewig ins Schand- und Schambuch der Geschichte eingeschrieben.“

Zu vermerken wäre noch, dass die vergriffene Buchausgabe unter dem Titel „Keine Frau ist so schön wie die Freiheit“ erschienen war.


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