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  1. Horror and more
    ·
    10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Satte 5 Sterne!, 13. Februar 2015
    Von 
    Horror and more (Duisburg,NRW) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Fleisch 2 – Neue Geschichten aus der Welt des Schmerzes und des Wahnsinns (Taschenbuch)
    Mit Anthologien ist das ja oft so eine Sache.

    Es ist eher selten der Fall, dass ich mich für jede Geschichte einer solchen Sammlung begeistern kann. Tatsächlich muss ich hier aber mit Anlauf meinen Hut ziehen.

    Dieses beim Eldur-Verlag erschienene Sammelsurium der Grausamkeiten wartet mit altbekannten Namen auf, gibt aber auch Newcomern eine Chance.

    Autoren wie z.B. John Aysa, Markus Kastenholz, Sönke Hansen, Peter Lancester, Bernhard Giersche, Torsten Exter, Thomas Backus, Torsten Scheib, Sören Prescher und Thomas Williams waren mir bereits vorher ein Begriff.

    Da ahnte ich bereits, was ich zu erwarten hatte – und ich bekam sogar noch viel mehr. Jede einzelne Story packte mich hart im Genick und ließ somit keine Wünsche mehr offen.

    Eigentlich möchte ich keinen Autor besonders hervorheben, weil jeder auf seine ihm eigene Art reichlich auf dem Kasten hat. Aber da wir schon beim Kasten sind:

    Markus Kastenholz hat mich ganz besonders mit „Jenseits der Gleise“ so dermaßen gut abgeholt, dass es mir fast die Kuschelsöckchen ausgezogen hätte. Respekt, Mann!!!

    Thomas Williams „Pornozismus“ war absolut mein Ding. Eine völlig abgedreht, absurde Story, die einen vor lauter Spaß fröhlich mit dem Fuß wippen lässt. Genau mein Ding.

    Dann waren da noch Autorinnen und Autoren, von denen ich zwar gehört, aber noch nicht viel bzw. gar nichts gelesen hatte.

    Als da wären: Antje Ippensen, Piper Marou, Rosa leber, Alisha Godoy, Michael Hauenstein und Cassandra Schwartz.

    Meine besonderen Favoriten waren hier Antje Ippensen und Rosa Leber, die mich mit ihren Geschichten komplett vom Hocker gerissen haben. Auf euch werfe ich künftig ein riesengroßes Leser-Auge. Sehr gerne in Zukunft mehr von den beiden. Genau so etwas braucht die Horror-Welt. Danke dafür.

    Alle hier nicht Erwähnten waren deswegen aber nicht minder gut. Es würde nur einfach den Rahmen sprengen, auf jede Story einzugehen. Darum hier nur meine Highlights und ein Gesamteindruck.

    Einziger Meckerpunkt ist für mich die Schriftgröße. Dies ist aber nicht nur bei diesem Buch ein Problem gewesen, sondern scheint derzeit auch bei anderen Verlagen groß in Mode zu sein.

    Für’s bloße Auge mittleren Alters zu klein, für die Lesebrille schon fast wieder zu groß. Auf dem Reader wäre das sicher kein Problem, aber für nicht mehr ganz taufrische Printliebhaber stellt diese Schriftgröße eine nette Herausforderung dar. Allerdings entschädigt der durch die geringere Seitenzahl sicherlich günstigere Kaufpreis ein wenig für die erlittene Anstrengung.

    Ich bin dann mal beim Optiker.

    Fazit:

    Eldur hat mit „Fleisch 2“ eine gut durchwachsene, unterhaltsame und vielseitige Anthologie hingelegt, die qualitativ den Veröffentlichungen der großen Verlage in nichts nachsteht. Von der Gänsepelle bis zum Magensalto war hier jede Reaktionsvariante vertreten. Die Auswahl stimmt hier bis ins Detail.

    Eben habe ich für mich auch Teil 1 entdeckt (sehr fieses Cover!). Ich bin ziemlich sicher, dass ich den Kauf nicht bereuen werde. Einmal Blut geleckt – ihr kennt das sicher…

    Diese Rezension gibt es auch auf meiner Homepage.

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  2. Librinchen
    ·
    15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Ein MUSS für Fans der blutigen Lektüren, 15. Dezember 2014
    Von 
    Librinchen (Bünde) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Fleisch 2 – Neue Geschichten aus der Welt des Schmerzes und des Wahnsinns (Taschenbuch)

    Torsten Scheib „Dementia“
    Als Ted die Prostituierte Daphne für ein Stelldichein bezahlt, mischt plötzlich eine dritte Person mit und der Freierbesuch endet anders als erwartet.
    – Torsten Scheib redet nicht lange drumherum und knallt dem Leser gleich zum Anfang der Anthologie eine Geschichte vor die Füße, die sich gewaschen hat. Abgedreht, rasant und wirklich überraschend.

    Peter Lancester „Darüber lacht die Zirbeldrüse“
    Chefarzt Winkler ist einer der besten auf diesem Gebiet. Kurz vor der Operation des Patienten Hans Burret, der an einem Hirntumor leidet, bemerkt er das seltsame Verhalten seiner Kollegen. Selbst das OP-Team macht einen mehr als nervösen Eindruck.
    – Peter Lancester hat mich erwischt. Eine kurze, aber schmatzige Geschichte, die anders und schräg daher kommt, mich aber trotzdem schmunzeln ließ.

    John Aysa „Der Koch“
    Man nehme eine Familie mit ungewöhnlichen kulinarischen Vorlieben und die Fantasien in Aysas Kopf. Fertig ist die unappetitlichste Geschichte dieser Anthologie.
    – Wer John Aysas Schreibstil kennt, weiß auf was er sich hier einlässt. Ohne Umschweife eine ekelhafte, aber grandios geschriebene Story. Selbst Hannibal Lecter würde hier der Appetit vergehen.

    Piper Marou „R“
    Peter und Jeffrey befinden sich in den Fängen eines gewalttätigen Fremden. Doch plötzlich holt sie die Vergangenheit ein.
    – Um ehrlich zu sein, anfangs war ich skeptisch da diese Geschichte sehr kurz ist. Aber Piper Marou baut, trotz der wenigen Seiten, Spannung auf und nimmt den Leser sofort mit. Das Wort „Poritze“ machte die Situation dann leider etwas unfreiwillig komisch.

    Thomas Williams „Pornozismus“
    Exorzismus, nur anders. Bevor die arme Seele von ihrer Besessenheit befreit wird, rückt der Godfather of F. auf den Plan. Zusammen mit dem Priester/Regisseur Wes wird vor dem Exorzismus ein Film (was für einer kann sich jeder denken, aber wenn es da steht, verweigert Amazon mir die Freigabe der Rezi ;)) mit der jungen Frau gedreht. Trotz Vorsichtsmaßnahmen wendet sich bei dieser Sitzung plötzlich das Blatt.
    – Thomas Williams hat einen packenden Schreibstil und die Story ist mit der nötigen Brutalität richtig toll umgesetzt. Mehr davon!

    Markus Kastenholz / Peter Lancester „Ein ganz besonderer Tropfen“
    Pfarrer Klaus Wilhelmi arrangiert ein Treffen zwischen den zerstrittenen Fronten der Familie Münzler und Bernd Kunkel. Nicht nur das sie Konkurrenten im Weinhandel sind, sondern Kunkels Tochter starb bei einem Autounfall, indem Münzler mit verwickelt war. Ein Treffen mit ungewöhnlichem Ausgang.
    – Die Geschichte besticht durch einen tollen Schreibstil und einer überraschenden Wendung, die mich begeisterte. Hier werden tolle Formulierungen gewählt und reißen den Leser sofort mit. Für mich eine der besten Storys in der Anthologie.

    Sönke Hansen „Kill the Show-Show“
    Man nehme mehrere Filmstudios, einige sehr kranke Realityshows und verzweifelte oder unzurechnungsfähige Kandidaten. Und schon hat man ein erschreckendes Szenario von Sönke Hansen.
    – Als ich die Geschichte beendet hatte, war ich erst ohne Worte. Erst Gedanken sortiert und dann los. Ehrlich gesagt hatte ich mit dieser Geschichte meine Probleme. Sie ist wie man es von Hansen kennt, toll geschrieben, aber ich denke die Umsetzung und die Grundidee war nichts für meinen Geschmack.

    Antje Ippensen „Welt in Fetzen“
    Um die Gewalt an Schulen in den Griff zu bekommen, wird den Schülern Dormofil verabreicht, was aus ihnen willenlose Jugendliche werden lässt. Nur bei der Hauptprotagonist, die häusliche, sexuelle Gewalt durch ihren Vater erlebt, wirkt dieses Mittel nicht. Während die anderen Schülern sabbernd vor sich hinstarren, nutzt sie die Zeit und flüchtet in die Welt der Computerspiele.
    – Ehrlich gesagt, stimmte diese Geschichte mich sehr nachdenklich und ließ mich zum Ende hin erschauern. Antje Ippensen schreibt anders, kalt und distanziert. Aber sehr lesenswert.

    Rosa Leber „Wunschkind“
    Ärztin, 40, unverheiratet und kinderlos. Ein Grund für die Hauptprotagonistin ihren unerwünschten Kinderwunsch auf eine andere Weise zu erfüllen. Der in Prag ansässige Gynäkologe Dr. Horak soll ihr mit Hilfe eines speziellen Serums dabei helfen.
    – Seit dieser Geschichte bin ich Fan von Rosa Leber. Ich wünsche mir davon noch viel, viel mehr. Ein Schreibstil zum wegmümmeln und tolle Formulierungen. Volle Punktzahl.

    Alisha Godoy „Olga“
    Olga zieht durch ihr bald beginnendes Studium in eine neue Stadt. Schnell freundet sie…

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  3. Katzenkiller
    ·
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Genau so gut wie der 1. Teil, 17. September 2015
    Von 
    Katzenkiller – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Fleisch 2 (Kindle Edition)
    Ich habe das Buch "Fleisch" in einem Zug verschlungen.

    Umso erfreuter war ich als ich "Fleisch 2″ entdeckte.

    Ich zögerte kurz weil Fortsetzungen meistens Enttäuschend sind.

    Diese allerdings nicht. Man kann bedenkenlos zugreifen.

    Ein weiterer Leckerbissen, der im Nu verschlungen war.

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