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Emil Nolde: Die Farben sind meine Noten

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Film, Kunst & Kultur

Emil Nolde, einer der führenden Maler des deutschen Expressionismus, zählt zu den großen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine ausdrucksstarken, farbintensiven Gemälde und Aquarelle gehören zum Bilderkanon unserer Zeit. Die erfahrene Biographin Kirsten Jüngling legt nun die erste große Nolde-Biographie vor. Auf der Basis umfangreicher Archivstudien und zahlreicher erstmals erschlossener Quellen wirft sie einen neuen Blick auf dieses bemerkenswerte Künstlerleben, in dem sich die großen Umbrüche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spiegeln.

Jüngling zeichnet Nolde als einen Mann der Widersprüche: einerseits Sympathisant der Lebensreformbewegung, Bewunderer fremder Kulturen und Anhänger moderner Ausdrucksformen in Kunst und Musik, andererseits zutiefst konservativer Propagandist einer »germanischen Kunst«, Antisemit und NSDAP-Mitglied. Trotz diverser Anbiederungsversuche an die NS-Machthaber wurden seine Werke als »entartet« diffamiert – was ihm nach dem Krieg rasch Rehabilitation und neuen Ruhm einbrachte. Ein spannendes Kapitel deutscher Kultur- und Zeitgeschichte, das Jüngling bravourös zu erzählen vermag.


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