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  1. Odenwälder
    ·
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Das verlorene Paradies. Eine Reise durch Haiti und die Dominikanische Republik, 13. Dezember 2013
    Von 
    Odenwälder (Hessen) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Das verlorene Paradies (DuMont Reiseabenteuer): Eine Reise durch Haiti und die Dominikanische Republik (Taschenbuch)
    Wer hätte gedacht, dass diese Insel, die Kolumbus Hispaniola nannte und von wo aus die spanische Krone ihre Eroberungsfahrten nach Mittelamerika plante, dass diese Insel, die doch touristisch verdächtig und anrüchig ist, so viel bietet. Dem Autor P. Lichterbeck gelingt es, in seinen engagierten und mit Empathie geschriebenen Texten über seine unkonventionellen Wege kreuz und quer durch die Insel, die aufregende Geschichte, die exemplarisch ist für viele Länder Mittelamerikas, darzustellen. Er bringt uns auch die Konflikte der Dominikanischen Politik mit dem so gebeutelten Nachbarn Haiti nahe, wenn er bei dem Besuch in einer Zuckerrohrplantage erlebt, wie bis heute die haitianischen Arbeiter ausgebeutet und menschenverachtend gehalten werden. Sollten wir diesen Zucker noch kaufen?

    Die Insel bietet landschaftlich auf kleinstem Raum und gut erreichbar die schönsten Strände der Karibik, lebhafte Städte, Naturschutzgebiete, Urwald und Berge mit Wasserfällen und Flüssen, die zum Kanu fahren und wandern einladen. Man trifft auf Geisterglauben, archaische Rituale, Aussteiger, die sich hier Träume erfüllen wollten und auf skurrile Sonderlinge.
    Bevor Reisende sich für einen Urlaub in einem der Ferienressorts entscheiden, sollten sie auch ein bisschen neugierig sein auf das Land, in das sie fliegen. Ich war dort unterwegs und habe viel über den Zustand unserer Welt und insbesondere dieser Region erfahren. Die Geschichten von Philipp Lichterbeck machen Lust, die Insel selbst zu entdecken.

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  2. Dr. Peter Nicolas
    ·
    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Lustig, überraschend, gut geschrieben, kommt ohne Klischees aus, 13. Dezember 2013
    Von 
    Dr. Peter Nicolas – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Das verlorene Paradies (DuMont Reiseabenteuer): Eine Reise durch Haiti und die Dominikanische Republik (Taschenbuch)
    Die " DomRep" – über kaum ein Lieblingsurlaubsziel der Deutschen kursieren mehr Klischees
    Also muss man bei jedem Buch über die Karibikinsel skeptisch sein.
    Aber der Autor überrascht sehr: Er kommt ohne ein einziges Klischee aus.
    Das Buch mach Lust, die Dominikanische Insel kennenzulernen und mit anderen Augen zu sehen.
    Dabei kommt er ohne den erhobenen Zeigefinger aus, langweilt nicht, spricht auch die naheliegenden Themen an – Ex- und Pauschaltourismus etc.
    Er gibt der Insel Würde und Zauber zurück.
    Das Buch ist aber nicht nur für "Fortgeschrittene", sondern auch für "Anfänger" geeignet, die zum ersten Mal in die Karibik reisen.
    Ein Highlight: Wie der Autor versucht, an einer Voodoo-Zeremonie teilzunehmen und sich dabei selber auf die Schippe nimmt.

    Sehr empfehlenswert!

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  3. Anonymous
    ·
    5.0 von 5 Sternen
    Christian Modehn: Dringende Empfehlung für "Das verlorene Paradies" von Philipp Lichterbeck, 2. Mai 2014
    Von 
    Christian Modehn – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Das verlorene Paradies (DuMont Reiseabenteuer): Eine Reise durch Haiti und die Dominikanische Republik (Taschenbuch)
    Bisher gab es keine gründlichen Reportagen über die Dominikanische Republik, man war auf relativ oberflächliche, eher werbende Informationen aus Reiseführern angewiesen.
    Nun liegt ein glänzend geschriebenes Buch des Journalisten Philipp Lichterbeck über die beiden Karibik-Länder Haiti und Dominikanische Republik vor. Es den Titel „Das verlorene Paradies“, 2013 im DUMONT Verlag erschienen. Sind die beiden Länder, die von den so genannten Entdeckern "Paradies" genannt wurden, wirklich verloren? Gibt es noch demokratische Kräfte an der Basis, die für das Wohl des Volkes arbeiten? Die Reportagen bieten einen sehr guten Einblick zur kulturellen, politischen und soziale Situation. Sie lesen sich sozusagen „spannend“, weil der Autor Erlebtes auf seinen (nicht ungefährlichen) Reisen auch in die unwegsamen Regionen der Länder schildert.
    Die Dominikanische Republik, das wird deutlich, ist in den letzten Jahren immer mehr auch zu einem Platz von Kriminellen und Drogenhändlern geworden, die Armut in der Bevölkerung nimmt immer mehr zu, das Engagement des Staates für Bildung und Kultur (und Gesundheit usw.) ist äußerst schwach, während der Luxus in den Hotelanlagen (in ausländischem Eigentum) fast keine Grenzen kennt. Das könnte eigentlich eine Stimmung von Protest und Rebellion erzeugen. Die Rolle der katholischen Hierarchie, vor allem des einflussreichen ultrakonservativen Kardinal Lopez Rodriguez, wird leider in dem Buch nicht besprochen. Die Kirche hat so viel Einfluss, dass es dort das rigideste Gesetz gegen die Abtreibung gibt, um nur ein Beispiel zu nennen.
    Wir empfehlen das Buch von Philipp Lichterbeck dringend, egal, ob man dorthin reisen will oder in Ruhe bei der Lektüre zuhause einen – erschütternden – Ausflug dorthin unternimmt.
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