Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

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Deutsche Kulturgeschichte

Noch nie hat es in Deutschland eine Generation gegeben, der es so gut ging wie den heute 60- bis 75jährigen. Doch man weiß wenig über sie, man redet nicht über sie – eine unauffällige Generation. Jetzt beginnen sie zu reden, nach langen Jahren des Schweigens.

Die Kriegskindergeneration ist im Ruhestand, die eigenen Kinder sind längst aus dem Haus. Bei vielen kommen jetzt die Erinnerungen allmählich hervor und mit ihnen auch Ängste, manchmal sogar die unverarbeiteten Kriegserlebnisse. Sie wollen nun über sich selbst nachdenken und sprechen.

Der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter spricht von einer »verschwiegenen, unentdeckten Welt«. Mit den Holocaust-Opfern habe man sich eingehend beschäftigt, mit der Kriegskindergeneration nie.

Ihnen wurde gesagt: »Sei froh, daß du überhaupt überlebt hast. Vergiß alles und schau lieber nach vorne!« Sie haben den Bombenkrieg miterlebt oder die Vertreibung, ihre Väter waren im Feld, in Gefangenschaft oder sind gefallen. Diese Erinnerungen haben sie bislang in sich verschlossen gehalten, sie trösteten sich mit der Einstellung: »Andere haben es noch viel schlimmer gehabt als wir.«

So wurde eine ganze Generation geprägt: Man funktionierte, baute auf, fragte wenig, jammerte nie, wollte vom Krieg nichts hören – und man konnte kein Brot wegwerfen.


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Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

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Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

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3 thoughts on “Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

  1. 282 von 291 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Eine längst überfällige Untersuchung, 24. August 2004
    Von Ein Kunde
    Rezension bezieht sich auf: Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen (Gebundene Ausgabe)
    Einfühlsam und ohne jemals zu polarisieren, Anklagen zu erheben oder Vorwürfe in den Raum zu stellen, nähert sich die Autorin einem Thema, das bei allem Bemühen um Vergangenheitsbewältigung auf der Strecke geblieben ist: Wie haben die Deutschen, deren Kindheit durch den II. Weltkrieg überschattet war, ihre Erfahrungen verarbeitet? Haben sie das überhaupt? Welchen Einfluss hatten die bitteren Erfahrungen der Kriegskinder auf die Art und Weise, wie sie wiederum ihre Kinder erzogen haben?
    Als Mitte der 60er Jahre geborenes Kind zweier Kriegskinder hat mich die Lektüre außerordentlich bewegt und Zusammenhänge aufgezeigt, die mir bis dahin nicht klar geworden waren. Sind wir eigentlich sicher, dass all die Verweise auf im deutschen Namen begangene Verbrechen, so notwendig und berechtigt sie auch sind, es diesen schon aufgrund ihres damaligen Alters unschuldigen Deutschen nicht faktisch unmöglich gemacht haben, über ihre Wunden und Verluste zu trauern?
    Von mir eine uneingeschränkte Empfehlung an die 60er Jahrgänge, dieses Buch zu lesen. Wer bei der Lektüre von "Generation Golf" zu Recht eine Menge zu lachen hatte, erfährt hier nun vieles Wichtiges über die Eltern jener Generation – und mag manches Mal sehr traurig werden.
    Es ist für die heute längst im Rentenalter lebende Kriegskinder-Generation noch nicht zu spät, die oft zitierte "Unfähigkeit zu Trauern" abzulegen. Dieses Buch könnte dabei helfen.
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  2. 102 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    so notwendig, 12. November 2007
    Von 
    MyWay (Hamburg) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen (Taschenbuch)
    Ich, Jahrgang 1966, habe lange Jahre immer wieder vor den Mauern gestanden, die die Generationen wohl immer voneinander trennt.
    Die Kriegsgeneration, die Kinder des Krieges, hatten nie ein Sprachrohr.

    Sabine Bode gibt ihnen, wenn auch in einer sehr analytischen Form, endlich eine Stimme.
    Ich habe endlich verstanden, warum manche dieser Mauern schwer oder gar nicht einzureißen sind. Unverarbeitete Traumata, Verdrängung und Schweigen – das ist geblieben von den teilweise sehr weit ins Unterbewußtsein verdrängten Erlebnissen. Es gab ja immer andere, denen es schlechter ging, die mehr im "Rampenlicht" standen. Die Kinder dieser Zeit, die in den Bunkern und Kellern angstvoll ausharrten und nichts erklärt bekamen (wie auch, wer konnte das schon erklären, was vor sich ging, wer konnte sagen, wann es enden würde und wie) durften nie leiden.
    Ich habe bei der Lektüre sehr emotional reagiert, dieses Buch hat viele Ahnungen bestätigt und mir das Mitgefühl gegeben, mit dem ich heute diese Generation in einem ganz anderen Licht sehe.

    Gut, dass dieses Thema endlich bearbeitet wurde.

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  3. 89 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Ein sehr wichtiges und wertvolles Buch, 3. November 2008
    Von 
    Tintenklecks (Schwerte) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen (Taschenbuch)
    Dieses Buch habe ich mit großem Interesse verschlungen.
    Großartig!
    Selber ein Kind von Kriegskindern (–>im Buch geht es speziell um die Jahrgänge 1933-1945), hat es mir sehr viele Erkenntnisse gebracht, die mir vorher einfach nicht bewußt gewesen sind.
    Man muss sich das mal vorstellen: ALLE Deutschen waren vom Krieg betroffen, Millionen haben traumatische Erlebnisse. Die Kinder haben damals mitgeholfen, Tote zu begraben, Brand, Hitze und Staub erlebt, Todesangst gehabt, Väter, Mütter, Geschwister und Freunde verloren. Und es wurde nie darüber gesprochen, ihre persönlichen Erlebnisse -die uns bis heute beeinflussen- wurden nie aufgearbeitet. Erst jetzt brechen sie ihr Schweigen.

    Ein kleines Buch mit großer Wirkung. Danke.
    Unbedingt lesen!

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