Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm

Film, Fernsehen & Theater

Über dreißig Jahre deutsche Rockgeschichte

«Hier kommt Alex», «Alles aus Liebe», «Zehn kleine Jägermeister» oder «Tage wie diese» – wer kennt sie nicht, die großen Hits der Toten Hosen? Diese Band hat Geschichte geschrieben.
Ihr Aussehen war zum Davonlaufen. Ihr Benehmen nicht akzeptabel. Ihre Musik dröhnte. Vier von fünf konnten kein Instrument spielen. Wie konnte aus diesen Typen die erfolgreichste Rockband Deutschlands werden?
Herbst 2013: Die Toten Hosen haben das erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte hinter sich, sie haben mehr Platten verkauft als jemals zuvor, sie haben auf ihrer Tournee vor mehr Menschen gespielt als je eine andere Band in diesem Land.
Als Punks gründeten sie ihre Band und spielten für eine Minderheit. Heute ist ihre Musik überall zu hören und auch in der gesellschaftlichen Mitte angekommen. Doch das wollten sie eigentlich nie. Die Band hat sich in den letzten 30 Jahren verändert, alle Mitglieder sind inzwischen über fünfzig Jahre alt – aber auch Deutschland hat sich verändert.
In ihrem Buch weichen sie schwierigen Fragen nicht aus: Sie erzählen ihre persönliche Geschichte, berichten von ihren Anfängen und ihrem sagenhaften Aufstieg, erinnern sich an ihre Kindheit und Jugend, berichten von ihren Abenteuern, Kämpfen und Abstürzen und geben unerwartete Einblicke in das Innenleben einer Rockband. Ein Buch über das Erwachsenwerden, über große und kleine Lebenskrisen und über eine große, aber komplizierte Freundschaft. Ein ehrliches Porträt. Ein faszinierendes Stück Zeitgeschichte.

«Man zieht sich ganz langsam aus. Plötzlich steht man nackt da. So ist das mit diesem Buch. Trotzdem fühlt es sich irgendwie gut an, wie in einer Therapie …»
(Campino)

«Ich hoffe, dass zumindest meine Familie, insbesondere meine Kinder und die Polizei, diese Biographie nie zu Gesicht bekommen …»
(Kuddel)

«Ich habe Dinge über uns erfahren, die ich so zumindest noch nicht wusste. Wahrscheinlich geht es den anderen genauso.»
(Andi)

«Es geht um mehr als nur ein paar Anekdoten. Man kann hinter die Kulisse sehen, wenn man einfach mal wissen will, wie eine Band funktioniert, egal ob man was mit den Toten Hosen anfangen kann oder nicht.»
(Breiti)

«Philipp really reminded me of how much I dislike those bastards … but don’t quote me on that.»
(Vom)


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Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm

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3 Replies to “Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm”

  1. 11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    3.0 von 5 Sternen
    nur bedingt spannend…, 23. Februar 2015
    Von 
    OKF – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm (Gebundene Ausgabe)
    Die Toten Hosen gibt es schon lange. So lange, dass es gewissermaßen zwangsläufig viele Geschichten über die Band gibt. Oehmke, ein Journalist von 40 Jahren, der, als die Toten Hosen anfingen Deutschland zu rocken, noch ein kleines Kind war und jetzt beim langsam dahinsinkenden Flaggschiff des deutschen Schlaumeierjournalismus angeheuert hat, wurde dazu auserkoren, so etwas wie die offizielle Band-Geschichte zu verfassen.
    Was er abliefert, ist nicht verkehrt. Man erfährt nette Geschichten, Oehmke leuchtet viele Hintergründe aus und sucht (und findet auch mitunter) plausible Erklärungen für merkwürdige Phänomene. Stark fand ich das Buch vor allem in seinen narrativen Abschnitten, besonders die Geschichten vom Tod der jungen Niederländerin und vom Konzert in Pilsen haben mich bewegt.

    Trotzdem hat mich das Buch nicht überzeugt. So ist weißgott nicht alles, was Oehmke erzählt, erzählenswert, geschweige denn spannend.
    Das fängt gleich zu Beginn an, als Oehmke die Geschichte von der CDU-Wahlnacht und dem dort gesungenen Hosen-Song unfassbar lang ausgebreitet. Das setzt sich fort mit dem über sinnlos viele Seiten ausgewälzten Bericht über die Schwierigkeiten bei der Produktion des 'Ballast'-Albums. Und das findet seinen Höhepunkt in den Drogengeschichten, die Oehmke fast penetrant detailliert schildert.
    (Dem Buch hätte es gut getan, wenn der Lektor Oehmke mal beiseite genommen und ihn gebeten hätte, das Ganze um 100 Seiten zu kürzen. Das hat er offenbar nicht gemacht …)
    Dazu kommt, dass Oehmke wenig Ahnung von der deutschen Punk-Geschichte hat. Wie kommt er bspw. darauf, dass 1982 Punk „im Grunde nicht mehr da“ war (S. 20)? Wieso meint er, dass Opelgang „Deutschlands erste richtige Punkplatte“ gewesen sei (ebd.)?
    Ärgerlich auch, dass sich in dem Buch nicht ein Wort über Funny van Dannen findet, der bekanntlich viele schöne Texte geschrieben hat, die die Hosen übernommen haben.
    Am schwersten allerdings wiegt für mich, dass Oehmke keinen Zugang zu der politischen Haltung der Punk-Bewegung findet. Was Oehmke zum Thema Punk und Politik sagt, ist über weite Strecken oberflächlich und schwach. So meint er, Campino würde nerven, wenn er von der Bühne politische Statements abgibt. Hat ihm niemand gesagt, dass Punk i m m e r politisch ist? Mal implizit, mal explizit? Nein: Bei diesem Thema ist es nicht Campino, der nervt, sondern – je länger, je mehr – Oehmke.

    Schlecht war das Buch wie gesagt nicht. Aber eigentlich hätten die Hosen einen besseren, kundigeren Beschreiber verdient.

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  2. 1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    3.0 von 5 Sternen
    Ein Zeitungsknabe erzählt (noch vor ihrem Sechzigsten), 16. Juli 2015
    Von 
    winwors – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm (Kindle Edition)
    Einem SPIEGEL-Journalisten reicht es natürlich nicht ein Buch über eine der berühmtesten deutschen Rockgruppen zu schreiben, nein es muss zugleich ein Werk über die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland sein.
    Das verdoppelt die Zielgruppe, bringt also mehr Geld ein und ist wegen des langen Bestehens der Band zugleich auch eine gute und naheliegende Idee.
    Nur ist das Ergebnis qualitativ stark schwankend, zu gewollt, und letztendlich zu oft misslungen.
    Die Gründe dafür liegen zum größten Teil in der fehlenden Sachkunde eines zu Spätgeborenen, ob 77er Punkexplosion oder ob Nachkriegszeit.
    Die Hosen werden z.B. für "Disko in Moskau" hochgepriesen, obwohl es nur eine Verwurstung eines englischen Songs der Vibrators ist. Wo sie sich sonst noch bedient haben, weiß er damit natürlich auch nicht. Punk kennt er nur als angelesenes Wissen, welches ja selten völlig der Realität entspricht. Dies macht sich auf vielen Seiten negativ bemerkbar und wird bei der Elternbiografie völlig absurd, wenn Campinos Vater als Mann der CDU, des Militärs, der Justiz und der Kirche quasi heilig gesprochen wird und noch besser wegkommt als sein Sohn selbst. Sicher ist sein Wirken in diesen Bereichen auch dem Zeitgeist geschuldet, aber es gäbe darüber wohl auch Anderes bzw. Kritischeres zu sagen als diese einseitige Lobhudelei, die die wenigen, gnädig gestimmten, familiären Quellen zu ernst nimmt.
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  3. 4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    3.0 von 5 Sternen
    Mehr Punk-Bibel als Band-Biografie, 16. Juli 2015
    Von 
    Roland Rissel (Dortmund) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (REAL NAME)
      

    Rezension bezieht sich auf: Die Toten Hosen: Am Anfang war der Lärm (Gebundene Ausgabe)
    Ich hatte mich auf die Lektüre des Buchs gefreut. Einer meiner ersten CDs, damals als pubertierender Heranwachsender, war ein Hosen-Album. Wenn die Band auf Tour geht, besuche ich mindestens ein Konzert. Ich bin Fan, soviel steht für mich persönlich fest.

    Gerade deshalb hätte ich mich gefreut, in diesem Buch mehr "Hosen" zu lesen. Über weite Strecken aber empfand ich das Geschriebene eher als Abhandlung über die Geschichte des Punkrock. Dieses Thema ist natürlich für eine ursprünglich knallharte Punkrock-Band wichtig und mir gefallen die Passagen, in denen hinterfragt wird, wie viel Punk noch in den Hosen steckt, die mittlerweile ja eher als rockiger Mainstream wahrgenommen werden. Dennoch: Es war mir zu viel zu Philosophie über die Bedeutung des Punks in diesem Buch enthalten und zu wenig Hosen. Ich hätte mir mehr private, unterhaltsame, überraschende Passagen gewünscht – von denen sind einige vorhanden, es überwiegt aber leider der erwähnte Punkpredigt-Anteil.

    Äußerst lesenswert in jeder Hinsicht war für mich das Kapitel über das "Tausendste Konzert" und der damit verbundenen Tragödie über die totgetrampelte Jugendliche. Dort erfährt man sehr viele, sehr beklemmende Details zu den Geschehnissen damals und in jeder Zeile ist greifbar, wie die Band und alle anderen Beteiligten diesen Abend im Kölner Stadion erlebt haben.
    Auch war es sehr interessant, zu erfahren, wie die Band einige ihrer Stücke selbst einschätzen. Manche Songs oder gar Alben, die ich persönlich für sehr gelungen halte, fallen bei den Hosen selbst nämlich durch …

    Zusammengefasst: Das Buch empfinde als nicht unterhaltsam genug. Es hat Passagen, die äußerst lesenswert sind, und andere (leider aus meiner Sicht der Großteil), die ich langweilig, langwierig und zu pseudo-philosophisch finde.

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