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  1. Ein Kunde
    ·
    21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Vermächtnis des großen österreichischen Geschichteerzählers, 22. Januar 2003
    Von 
    Ein Kunde – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Die Strudlhofstiege… oder Melzer und die Tiefe der Jahre (Gebundene Ausgabe)
    Ich möchte erst gar nicht versuchen, auf die technischen Einzelheiten einzugehen, da findet der interessierte Leser ja zur Genüge Sekundärliteratur.
    Über das rein Erzählerische hinaus sind diese 900 Seiten ein unersetzliches Dokument der Welt- und Alltagsgeschichte in einem. Anspruchsvoll ist dieser Roman in der Tat, komplex und verwoben. Doch der Anspruch lautet übersetzt: Wer Geschichte lernen will, kommt an der oftmals aufwendigen Auseinandersetzung mit ihr nicht vorbei. Und die Komplexität ist das Leben selbst, mit weitaus mehr Windungen als die Strudlhofstiege. Fakten und historische Zusammenhänge erlernt man aus Geschichtsbüchern, erfahren kann man sie, wenn man damals nicht auf der Welt war, logischerweise äußerst schwer.
    Darum sind Bücher vom Materialreichtum und der schriftstellerischen Qualität der "Strudlhofstiege" praktisch die einzige Möglichkeit für heutige Leser, die aus Einzelschicksalen zusammengesetzte Geschichte zu erleben.
    Insofern ist dieser Roman mehr als ein literarisches Meisterwerk,
    er ist ein gar nicht zu überschätzender Eckstein der österreichischen Geschichte, ein Fenster in ein vergangenes (?) Wien.
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  2. Dieter Baur
    ·
    3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    3.0 von 5 Sternen
    Das alte Wien, 14. November 2014
    Von 
    Dieter Baur – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre (Taschenbuch)
    Für Die Strudlhofstiege braucht man Zeit. Vor etwa Hundert Jahren war Wien die fünftgrößte Stadt der Welt.
    Die Kaffeehäuser im inneren Bezirk Wiens befruchteten das gesamte Geistesleben der Epoche. (Siehe auch:
    Peter Watson: Das Lächeln der Medusa).
    Heimito von Doderers Werk ist schwere, wenn auch nachhaltige Kost aus einem Wien das es so nicht mehr gibt.
    (Natürlich wird dessen Lektüre nicht in dem schnellen Geld von Millionen von Dollarn aufegewogen, die Popstars
    wie Katy Perry "machen")
    Ich würde das Buch nur notorischen Lesern empfehlen:.
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