Die Seele des Verbrechers: Wie Menschen zu Mördern werden

Mörder

"Reinhard Haller versteht es seine Fälle so gut und mit soviel Nähe zu erzählen, dass man den Sog des Verwerflichen spürt und zugleich mit soviel Distanz, dass man sich nicht schuldig fühlen braucht." (FAZ)

Die Seele als das weite Land und das Leck in ihr, das sich nicht schließen will, ehe das Verbrechen gegangen ist. Dieses Buch lässt niemanden los, der es einmal zur Hand genommen hat.

Aus der Leidenschaft für den Beruf des Gerichtspsychiaters geboren, erzählt es von Dingen, die oft aus dem Leid selbst stammen und solches von neuem schaffen: von den Motiven und Impulsen kleiner wie großer Verbrechen rund um den Erdball, von der Persönlichkeit derer, die sie begehen. Es versucht, die Sprache des Verbrechens zu übersetzen, die Motivation der Täter verstehbar zu machen, Verschattetes zu erhellen und überindividuelle Zusammenhänge aufzuzeigen.

Der Leser begibt sich mit dem Verbrecher auf eine Reise in das weite Land der Seele und in innere Welten, die diesem oft selbst verborgen bleiben. In der Analyse entstehen Bilder, die Abscheu, aber auch Mitleid hervorrufen, bisweilen eigenes Vertrautsein, viel mehr jedoch völliges Befremden, ja sogar Angst und Grauen auslösen. Und dennoch – man vergesse dies nicht – ist die Seele des Verbrechers nichts anderes als ein oft unbewusstes, zugespitztes Abbild der Psyche des Menschen schlechthin.Kriminelle Energie elektrisiert. Interessiert. Fasziniert. Indizien gibt es dafür ausreichend. Mord- und Totschlag, Sexualverbrechen, Brandstiftung sorgen für Gesprächsstoff und erregen die Gemüter umso mehr, je intelligenter die Tat erscheint. Die Einschaltquoten einschlägiger Talkshows laufen sich gegenseitig den Rang ab, wenn es darum geht, den Motiven eines Kriminellen auf die Spur zu kommen.

Der Gerichtspsychiater Reinhard Haller hat sich die Motivsuche zum Beruf gemacht. In seinem jüngsten Buch unternimmt er eine Reise in das weite Land der verbrecherischen Seele. Während Autorinnen wie die forensische Anthropologin Kathy Reichs oder die Polizei- und Gerichtsreporterin Patricia Cornwell ihre Erfahrungen in Romanen verpacken und ihre Figuren sprechen lassen, setzt Haller auf die unverblümte Beschreibung nackter Tatsachen: Inhalte und Protagonisten liefern ihm die großen Kriminalfälle und Verbrecher unserer Zeit — ihre Schicksale, ihr Leben und ihre Greueltaten liefern den Stoff für seine Geschichten.

Eingangs schildert der forensische Psychiater seine ersten beruflichen Erfahrungen: "Schon bald gelangte ich zur Erkenntnis, dass Verbrecher ganz normale Menschen sind, Menschen wie du und ich, mit oft gar nicht besonderen Lebenswegen, aber einem ganz besonderen Schicksal." Das Schicksal dieser "normalen" Menschen ist es auch, das Haller in seinem Werk genauer unter die Lupe nimmt, eindimensionale Erklärungen lehnt er ab. "Je größer die Straftat, desto umfassendere psychologische Kenntnisse stecken dahinter. Jeder Verbrecher war mir somit ein Stück weit auch Lehrmeister."

Indem Haller die Geschichten der Verbrecher nachzeichnet, versucht er, ihre Psyche zu erfassen. Er stürzt sich auf ihre Biografie, seziert sie akribisch und verwandelt jeden Fall in einen Thriller, in ein Zeitdokument. Dabei widmet der Vorarlberger dem Konzept des "gekränkten Genies" große Aufmerksamkeit. Nach Ansicht des international tätigen Experten steuert der Typ des neuen Verbrechers psychologisch zwischen Genie und Wahn.

In diese Kategorie fällt etwa Franz Fuchs. Der Bombenattentäter spielt in der Seele des Verbrechers eine ebenso wichtige Rolle wie sein Landsmann und Serienmörder Jack Unterweger, der eiskalte Narzisst.

Faszinierend, spannend und in einer allgemein verständlichen Sprache beschreibt Haller einmal mehr, einmal weniger spektakuläre Fälle. Dem Leser bleibt, sich ein Bild zu machen — von den Verbrechern und von ihren Opfern. Mit emotionaler Wucht trifft ihn einmal Grauen und Abscheu, einmal Mitleid und Vertrautsein — was bleibt, ist ein Wechselbad der Gefühle. –Ute Langthaler-Nusser"Reinhard Haller versteht es seine Fälle so gut und mit soviel Nähe zu erzählen, dass man den Sog des Verwerflichen spürt und zugleich mit soviel Distanz, dass man sich nicht schuldig fühlen braucht." (FAZ)

Die Seele als das weite Land und das Leck in ihr, das sich nicht schließen will, ehe das Verbrechen gegangen ist. Dieses Buch lässt niemanden los, der es einmal zur Hand genommen hat.

Aus der Leidenschaft für den Beruf des Gerichtspsychiaters geboren, erzählt es von Dingen, die oft aus dem Leid selbst stammen und solches von neuem schaffen: von den Motiven und Impulsen kleiner wie großer Verbrechen rund um den Erdball, von der Persönlichkeit derer, die sie begehen. Es versucht, die Sprache des Verbrechens zu übersetzen, die Motivation der Täter verstehbar zu machen, Verschattetes zu erhellen und überindividuelle Zusammenhänge aufzuzeigen.

Der Leser begibt sich mit dem Verbrecher auf eine Reise in das weite Land der Seele und in innere Welten, die diesem oft selbst verborgen bleiben. In der Analyse entstehen Bilder, die Abscheu, aber auch Mitleid hervorrufen, bisweilen eigenes Vertrautsein, viel mehr jedoch völliges Befremden, ja sogar Angst und Grauen auslösen. Und dennoch – man vergesse dies nicht – ist die Seele des Verbrechers nichts anderes als ein oft unbewusstes, zugespitztes Abbild der Psyche des Menschen schlechthin.


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