Die Seele der Mbira: Zur Funktion und Soziologie der Lamellophonmusik in Zimbabwe

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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,0, Universität der Künste Berlin (Fakultät Musik), Veranstaltung: Musikaufnahmen aus Afrika, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei einem gemütlichen Einkaufsbummel in der Notenabteilung des Berliner Kaufhauses Dussmann sprang mir vor einiger Zeit in einer Glasvitrine ein hierzulande selten gesehenes Instrument ins Auge: eine Mbira. Neben ein paar Querflöten, Violinen und Posaunen wirkte sie wie ein exotisches Kinderspielzeug, nicht wie ein ernstzunehmendes Instrument.
Nach eingehender Auseinandersetzung mit dem Instrument wird deutlich, dass das „Kulturkaufhaus“ einen fragwürdigen Rahmen für eine ernsthafte Auseinandersetzung für die Bedeutung des Instruments in anderem kulturellen Kontext darstellt: Die Mbira ist ein traditionelles, über 1000 Jahre altes von den Shona entwickeltes Lamellophon, welches nicht bloß die Rolle eines Instrumentes zum musizieren erfüllt, sondern zugleich eine außerordentlich große spirituelle Bedeutung im Leben bestimmter Völker Afrikas, wie beispielsweise bei den Shona in Zimbabwe, einnimmt.
Um die Mbira und ihre Musik verstehen zu können, muss das Instrument in seinem kulturellen Kontext betrachtet werden. Nach einer kurzen Erläuterung über das Land, das Volk der Shona und das Instrument als solches, versuche ich die Verwendung und die Funktion der Mbira zu beschreiben, indem ich auf verschiedene Aspekte rund um das Instrument, die Musik und auch die Verwendung im täglichen Leben der Shona eingehe. Die Republik Zimbabwe liegt im südlichen Teil Afrikas . Das Binnenland mit subtropischem Klima hat ca. 13 Millionen Einwohner. 99% der Bevölkerung gehören den Bantuvölkern an, von denen wiederum über 70% zum Volk der Shona gehören. Die Shona leben vorwiegend im nördlichen Teil des Landes, im südlichen Teil leben die Ndebelen, die zweite größere Bevölkerungsgruppe.
Die Mehrheit der Bevölkerung sind Christen, etwa ein Drittel der Einwohner gehören traditionellen afrikanischen Religionen an. Ein Großteil der Bevölkerung lebt auf dem Land; auch die Wirtschaft basiert zu einem großen Teil auf Ackerbau. Seit 1980 ist die Republik unabhängig, vorher war Zimbabwe lange Zeit britische Kolonie unter dem Namen Rhodesien. Shona ist sowohl die Bezeichnung für eine Bevölkerungsgruppe, der die sechs Hauptvölker Kore Kore, Zezuru, Rozwi, Ndau, Manyika und Karanga sowie weitere kleine Stämme angehören, als auch für deren Sprache, welche zu den Bantusprachen zählt. Die Shona leben in Zimbabwe und Mosambique.


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Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

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