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  1. Seehase1977 http://seehases-lesewelt.blogspot.de/
    ·
    5.0 von 5 Sternen
    Der nächste "große Wurf" von Jesper Bugge Kold, 9. Dezember 2016
    Von 
    Susanne Hoffmann (Siegen Deutschland) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Die Mauer zwischen uns (Taschenbuch)
    Mit "Wintermänner" hatte Jesper Bugge Kold letztes Jahr ein Meisterwerk abgeliefert, und die Latte für den so schwierigen "Zweier" lag hoch. Aber mit "Die Mauer zwischen uns" gelingt dem Dänen erneut ein richtig großer Wurf!

    Dieses Mal geht es nicht um Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg, aber auch wieder um ein besonderes Kapitel deutscher Geschichte: die DDR. 2006 kommt der junge Däne Andreas nach Berlin, weil sein Vater Peter Körber, den er nie kennengelernt hat, ermordet wurde. In den 1970ern hatte seine Mutter, eine damals überzeugte Kommunistin, während eines Aufenthalts in der DDR eine kurze Affäre mit Peter, ging aber noch vor Andreas‘ Geburt zurück nach Dänemark. Eigentlich will Andreas nur die ihm vererbte Wohnung seines Vaters verkaufen, aber dann wird er neugierig und forscht nach, was für ein Mensch sein Vater war. Und er kommt einem schrecklichen Verbrechen auf die Spur. Bald zeigt sich, dass die lange zurückliegenden Ereignisse in der DDR auch für Andreas und sein Leben katastrophale Folgen haben. Die Reise nach Berlin wird zu einem Selbstfindungstrip, an dessen Andreas nicht mehr der Mensch ist, als der er nach Berlin kam.

    Jesper Bugge Kold schafft es auch diesmal wieder, auf packende Weise historische Ereignisse mit dem Schicksal seiner Hauptfiguren zu verknüpfen. Das Ganze ist mit leichter Hand erzählt, gut lesbar und gleichzeitig sprachlich sehr ansprechend. Wenn er so weiter macht, etabliert sich der Däne nicht nur als erstklassiger Romancier, sondern auch als erstklassiger Chronist deutscher Geschichte! Fazit: ein tolles Buch, uneingeschränkte Leseempfehlung!

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  2. Anonymous
    ·
    5.0 von 5 Sternen
    Geschichte spannend verpackt, 12. Dezember 2016
    Von 
    Vielleserin – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Die Mauer zwischen uns (Taschenbuch)
    Andreas, ein ewiger Student der keinen rechten Plan hat wie sein Leben in Zukunft aussehen soll, kommt nach Berlin. Dort wurde kurz zuvor sein Vater Peter auf der Straße erstochen. Andreas hat seinen Vater nie kennengelernt. Seine Mutter hatte in den 70er Jahren eine kurze Affäre mit Peter bevor sie die DDR wieder verließ.
    Eigentlich will Andreas nur das Haus seines Vaters auflösen, doch dann wird er neugierig. Er will erfahren, was für ein Mensch sein Vater war, was hat er zu Lebzeiten gemacht? Eines kommt zum anderen und schon bald erfährt Andreas Dinge, die er gar nicht wissen will, die sehr gefährlich sind und sein eigenes Leben mehr als ins Wanken bringen.

    Anfangs hatte ich durchaus Probleme mit der eher deprimierenden Atmosphäre, in der sich Andreas befindet als er in Berlin eintrifft. Doch von Seite zu Seite wurde ich dann in den Bann der Story gezogen. Unbedingt wollte ich wissen, was im Leben von Peter geschehen ist.
    Zudem merkt man wirklich die gute Recherche des Autors. Und gibt man der Stasi einen Namen und ein Gesicht, in diesem Fall Peter, wird man davon noch mehr berührt, obwohl ‚man ja viel über die Praktiken der Stasi‘ weiß.

    Die Kapitel sind unterteilt in Gegenwart/Andreas und Vergangenheit/Peter. Wobei Peters Geschichte den zeitlichen Bogen von 1975 bis 2006 umspannt.

    Deutsche Geschichte in einer gut geschriebenen Story gepackt.
    Nur zu empfehlen.

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  3. Anonymous
    ·
    3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Die Mauer zwischen uns – überraschend und nachdenklich stimmend, 6. Dezember 2016
    Von 
    Seehase1977 http://seehases-lesewelt.blogspot.de/ – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Die Mauer zwischen uns (Taschenbuch)
    Zum Inhalt:
    Der junge Däne Andreas Jeppesen erfährt vom Tod seines leiblichen Vaters, Peter Körber. Dieser wurde in Berlin erstochen aufgefunden. Andreas hat seinen Erzeuger nie kennengelernt. Seine Mutter Elisabeth hatte mit Körber in der DDR der 70er Jahre eine kurze Affäre. Dennoch reist Andreas nach Berlin, um mehr über seine Wurzeln und seinen Vater herauszufinden. Seine Reise in die Hauptstadt und in die Vergangenheit Deutscher Geschichte, bringen dunkle und tragische Geheimnisse ans Tageslicht. Andreas stößt mehr als einmal an seine Grenzen und muss erkennen, dass er nicht nur der Wahrheit nicht entkommen kann, sondern auch sich und seinem bisherigen Leben nicht…

    „Die Mauer zwischen uns“ von Jesper Bugge Kold erzählt ein Stück Deutsche Geschichte und hat mein Interesse eindeutig aufgrund der Thematik geweckt. Zusammen mit dem Protagonisten Andreas, der sich in Berlin auf die Spuren seines ermordeten Vaters begibt, erfährt der Leser nach und nach mehr über das Leben von Peter Köber. Dieser war durch und durch Kommunist und blühte in seiner Tätigkeit bei der Staatssicherheit regelrecht auf. Durch seine Bespitzelungen und Überwachungen hat er Familien zerstört, Menschen gebrochen und viel Leid über all die gebracht, die sich dem Regime der DDR nicht unterwerfen wollten. Der Schreibstil von Jesper Bugge Kold ist ganz besonders. Er spielt mit Worten und lässt einzigartige Bilder im Kopf des Lesers entstehen. Kold erzählt aus zwei Perspektiven. Zum einen über das Leben von Peter Köber und seine „Karriere“ in der DDR, zum anderen aus der Sicht von Andreas. Dieser deckt Stück für Stück das Geheimnis um seinen Vater auf, trifft Menschen aus dessen Vergangenheit und muss herausfinden, dass der Mann, den er sich immer als etwas ganz Besonderes ausgemalt und vorgestellt hat, doch ein ganz anderer war. Diese Erkenntnisse bewirken auch in dem jungen Mann ein Umdenken, er beginnt auf einmal, auch sein Leben zu durchleuchten und in Frage zu stellen.

    „Die Mauer zwischen uns“ von Jesper Bugge Kold hat mich mehr als positiv überrascht. Der Autor erzählt eine spannende und tragische Geschichte, wie sie sicherlich auch im realen Leben hätte passieren können. Kold durchleuchtet glaubhaft die Machenschaften des DDR-Regimes und gibt den Leidtragenden dieser Zeit und weit darüber hinaus, ein Gesicht. Ein Buch, welches nachwirkt und für das ich sehr gerne eine Leseempfehlung ausspreche.

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