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  1. Winterjörg
    ·
    100 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    1.0 von 5 Sternen
    So eine Enttäuschung!, 9. September 2009
    Von 
    Winterj̦rg РAlle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Die grö�ten Lügen der Geschichte: Wie "historische Wahrheiten" gefälscht wurden (Gebundene Ausgabe)
    Als Naturwissenschaftler bin ich sehr an den verwandten Fachdisziplinen der geschichtlichen Forschung und Archäologie interessiert und verfolge seit Jahren neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse zur europäischen Geschichte.
    So habe ich mich voll Vorfreude und Spannung auf Herrn Fabians Buch gestürzt und wurde sehr schnell ernüchtert. Mit jeder Seite habe ich mich mehr geärgert, dieses Machwerk käuflich erworben zu haben. Keine neuen Informationen, keine Forschungsergebnisse, Triviales und längst Bekanntes wird pseudowissenschaftlich als neu aufgedeckte Lügen im großen Stil dargestellt. Quellenstudien beschränken sich kaum auf Sekundär-, meist auf Tertiärliteratur, dazu noch schlecht recherchiert. Behauptungen werden einfach aufgestellt, viele Gegenargumente sind dem Autor unbekannt oder werden zurückgehalten, Sachverhalte werden teilweise verdreht oder aus dem Kontext gerissen, keine Informationen, die nicht auch anderen populärwissenschaftlichen Geschichtswerken zu entnehmen wären.
    Dazu benutzt Herr Fabian genau dieselben Stilmittel, wie z.B. eine völlig überzogene Polemik, die er den Autoren der von ihm besprochenen Biografien vorwirft.
    Der Schreibstil und die Wortwahl drängen dem Leser eher den Verdacht auf, Herr Fabian verarbeitet damit an einem humanistischen Gymnasium erlittene Traumata oder frönt einfach nur einer ausgeprägten Profilneurose.
    Was bleibt noch übrig vom Buch, entfernt man alle Subjektivität des Autors und alle bereits bekannten Fakten: Nichts!
    Aber lassen wir doch Herrn Fabian selbst zu Wort kommen. Auf Seite 232 schreibt er: "Nichts ist jedoch tödlicher, als ein Halbwissen, ein Dreiviertelwissen in Sachen Geschichte, denn es verführt automatisch zu abenteuerlich falschen Schlussfolgerungen. Geschichte wird dann zu einem Bauchwarenladen, aus dem sich jeder bedienen kann, der will,…" und auf Seite 255: "Autoren können aus 1000 Informationen genau jene 10 auswalzen, aufarbeiten und betonen, mit denen sie ihre eigenen Theorien abstützen können. Autoren können Schwerpunkte setzen, falsche Schwerpunkte, willkürliche Schwerpunkte. Sie können Anekdoten, Erzählungen und Gerüchte aufgreifen, diese vielleicht sogar als Gerüchte brandmarken, aber indem sie diese ausschlachten trotzdem die Aufmerksamkeit des Lesers darauf lenken. Allein durch die Intensität, mit der ein Gerücht besprochen wird, manipuliert man."
    Spätestens wenn Herr Fabian am Ende des Buches in der Danksagung verschiedenen Personen dafür dankt, dass sie "aus einem schlechten Manuskript ein besseres gemacht haben", muss auch dem unbefangensten Leser klar werden, dass er hier geneppt wird.
    Allen ernsthaft an Geschichte Interessierten kann ich nur raten: Spart euch das Geld!
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  2. Walter
    ·
    10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    1.0 von 5 Sternen
    Nichts Neues in entsetzlich reisserischem Stil, 15. Juni 2015
    Von 
    Walter (Wien) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Die grö�ten Lügen der Geschichte: Wie "historische Wahrheiten" gefälscht wurden (Kindle Edition)
    Der Autor stellt die Schattenseiten der angeblich “Grossen” der Geschichte dar. Der Bogen reicht von Alexander der Grosse bis Bißmarck. Für jeden der sich etwas näher mit Geschichte beschäftigt ist es nun aber wenig überraschend dass gerade die Grossen zumeist die grössten Schlächter waren die unendliches Leid brachten und oft auch im persönlichen Umgang nicht gerade liebenswert waren und somit sehr kritisch zu betrachten sind. Oder dass Gestalten wie Moses oder Jesus streng historisch nicht nachweisbar und möglicherweise nur Märchengestalten sind. Insoferne hat mir das Buch nichts Neues geboten.

    Sachlich ist der Autor ist an Folgendem gescheitert: Es ist reichlich unsinnig historische Ereignisse und Personen nach heutigen Massstäben zu beurteilen. So ist es absurd in der Antike “Menschenrechte” einzufordern – wie das in dem Buch geschieht. Ebenso ist eine Abwertung von Männern der griechisch/römischen Antike wegen homosexueller Beziehungen ein Unding. Usw usw. Man kann die Dinge nur im jeweiligen Umfeld beurteilen.

    Für mich das Schlimmste ist aber der grauenhaft reisserische Stil mit Kaskaden von immer noch stärkeren Übertreibungen und ständigen Rufzeichen. Ich empfehle jedem sich zuerst bei Amazon Kindle eine gratis Leseprobe zu holen ob er sowas überhaupt lesen will.

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  3. C. Rösler
    ·
    25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    1.0 von 5 Sternen
    Ein grundsätzlich interessantes Thema versinkt in Polemik, Meinungsmache und endlosen Wiederholungen, 6. Januar 2012
    Von 
    C. R̦sler РAlle meine Rezensionen ansehen
    (REAL NAME)
      

    Rezension bezieht sich auf: Die grö�ten Lügen der Geschichte: Wie "historische Wahrheiten" gefälscht wurden (Gebundene Ausgabe)
    Ich habe die ersten drei Kapitel des Buches gelesen (über Moses, Alexander und Cäsar) und habe das Buch dann beiseite gelegt, da ich es nicht mehr weiterlesen konnte. Schade eigentlich, denn der an sich wichtige und richtige Ansatz des Buches (große Persönlichkeiten vor einem humanistischen Hintergrund zu beurteilen und deren "Legende" auf Wahrheitsgehalt zu untersuchen) wird in einem ungenießbaren Schreibstil quasi "versenkt". Dabei lesen sich die Anfänge der Kapitel, wenn es im Schweinsgalopp durch die jeweilige Vita der Persönlichkeiten geht, noch ganz passabel. Der Autor verpasst es leider, einfach mal Fakten für sich sprechen zu lassen. Ihm genügt es auch nicht, dem Leser seine Meinung in (weder besonders geschliffener noch unterhaltsamer) Polemik mitzuteilen; nein, er will es dem Leser regelrecht einhämmern. Dazu benutzt er extrem häufig Wiederholungen. Des Öfteren "gelingt" es ihm sogar, sich innerhalb eines Satzes zu wiederholen. Nach drei Kapiteln hatte einfach von diesem Schreibstil genug.

    Wie gesagt, das gute Thema wird hier leider verschenkt. Für den geschichtlich einigermaßen versierten Leser ist es nicht zu empfehlen.

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