Die Berliner Mauer: Grenze durch eine Stadt

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Europäische Städte

Die Situation der Menschen im »Grenzgebiet« in und um Berlin wird ebenso geschildert wie der Einsatz von »Freiwilligen Helfern« und die politisch-ideologische Schulung der Grenztruppen. Eine Vielzahl von Dokumenten und Fotos veranschaulichen den stetigen Ausbau der Sperranlagen. Bildmaterial aus den Akten der Grenztruppen eröffnet eine ungewöhnliche Perspektive: den Blick von Osten auf Mauer und Sperrgebiet. Akten aus Archiven der DDR geben Einblick in die interne Aufarbeitung spektakulärer Zwischenfälle an der einst am schärfsten bewachten Grenze der Welt."Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten", verkündete DDR-Staatschef Walter Ulbricht auf einer Pressekonferenz am 15. Juni 1961. Nicht ganz zwei Monate später, in der Nacht zum 13. August, gingen die Soldaten ans Werk, und bald folgten die Bauarbeiter. Was Ulbricht noch kurz zuvor dementiert hatte, wurde nun steinerne Realität: die Berliner Mauer.

Die Mauer hat nicht nur Berlin und Deutschland geteilt, sondern auch Familien getrennt, Verwandtschafts- und Freundschaftsbeziehungen durchschnitten und vielfaches Leid verursacht. Über 700 Menschen kamen an der innerdeutschen Grenze ums Leben. 239 davon allein in Berlin. Wie viele bei einem Fluchtversuch verletzt oder festgenommen und zu langen Zuchthausstrafen verurteilt worden sind, ist nicht bekannt. Aber es müssen Tausende gewesen sein.

Thomas Flemming und Hagen Koch beschreiben detailliert, wie das SED-Regime auf die wachsende Zahl der "Grenzdurchbrüche" mit immer neuen "Ausbaustufen" reagierte: mit Betonplatten und Metallgitterzäunen, mit Todesstreifen, Hundelaufanlagen und Minenfeldern. Und noch 1988/89 wurden milliardenschwere Pläne für eine High-Tech-Grenze entwickelt, an der Fluchtversuche möglichst ohne Anwendung der Schusswaffe vereitelt werden sollten. Denn jeder Schuss, jeder Tote schadete dem internationalen Ansehen der DDR. Und gerade die Außenwirkung erhielt in Zeiten eines rapide steigenden Kreditbedarfs wachsende Bedeutung.

Der präzise recherchierte Band von Thomas Flemming und Hagen Koch macht die Berliner Mauer noch einmal in ihrer ganzen historischen Monstrosität erfahrbar, und es ist schwer zu sagen, was mehr beeindruckt: die Ausdrucksfähigkeit der Fotos und Dokumente oder die sprachlichen Feinheiten des Textes, der die Geschichte "eines politischen Bauwerks" von der ersten Berlin-Krise im Frühjahr 1948 bis zu den Verfahren gegen "Mauerschützen" nach der Wiedervereinigung übersichtlich zusammenfasst. Ein eindrucksvolles Buch, das dabei helfen wird, die Erinnerung an Täter und Opfer wachzuhalten. –Stephan FingerleDie Situation der Menschen im »Grenzgebiet« in und um Berlin wird ebenso geschildert wie der Einsatz von »Freiwilligen Helfern« und die politisch-ideologische Schulung der Grenztruppen. Eine Vielzahl von Dokumenten und Fotos veranschaulichen den stetigen Ausbau der Sperranlagen. Bildmaterial aus den Akten der Grenztruppen eröffnet eine ungewöhnliche Perspektive: den Blick von Osten auf Mauer und Sperrgebiet. Akten aus Archiven der DDR geben Einblick in die interne Aufarbeitung spektakulärer Zwischenfälle an der einst am schärfsten bewachten Grenze der Welt.


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Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

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