Die Ameise als Tramp: Von biologischen Invasionen (Taschenbücher)

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Kegeln

Kaninchenplage in Australien, Ameisen in Großcomputern und Krankenhäusern, Piranhas in französischen Flüssen – mit solchen Ereignissen beschäftigt sich die Invasionsbiologie.
Seit jeher ist die Besiedlung neuer Lebensräume für Tiere und Pflanzen eine Überlebensfrage. Früher gab es Hindernisse, die sich der Reiselust widersetzten. Gebirge, Ozeane, Kontinente, Wüsten bildeten unüberwindbare Barrieren. Mit dem Erscheinen des modernen Menschen hat sich die Situation verändert. Ein Netz von Verkehrswegen verbindet, was über Jahrmillionen getrennt war. Bei Warentransporten von einem Kontinent zum anderen reist die Natur mit. Bernhard Kegels faszinierendes Buch erzählt, welche erstaunlichen Folgen das für uns und unsere Umwelt hat.Wer kennt sie nicht, die putzigen Spatzen, die vom Cafétisch die letzten Krumen stibitzen und niemanden verwundert es, wenn dieser kleine Diebstahl in New York, in Melbourne oder in Hamburg passiert. Scheinbar selbstverständlich erscheint es uns, dass die kleinen Vögel überall auf der Welt ihr Zuhause haben. Überraschter sind wir schon, wenn wir in der Elbe die chinesische Wollhandkrabbe finden und einen kleinen Schauer jagt es uns über den Rücken, wenn wir erfahren, dass es in Frankreichs Flüssen durchaus den einen oder anderen Piranha gibt.

Diese zunächst eher amüsanten Beispiele für das Vorkommen verschiedener Lebewesen fernab ihrer eigentlichen Herkunftsorte entstammen dem überaus spannenden Forschungsbereich der Invasionsbiologie, für den das Buch Die Ameise als Tramp von Bernhard Kegel eine faszinierende Einführung bietet. Informativ und ohne fachsprachliche Überforderung zeigt der Autor die Mechanismen biologischer Invasionen auf und macht vor allem deutlich, welche Folgen diese Invasionen für Ökosysteme hatten und haben können. Auch wenn dies Buch sich manchmal spannend wie ein Kriminalroman liest, in dem man geheimnisvolle Spuren eines Eindringlings verfolgt, so wird darüber hinaus auch sehr drastisch klar, welche ökonomischen Folgen biologische Invasionen vor allem in der Landwirtschaft haben können. Die Vorstellung, dass es afrikanischen Riesenheuschrecken in den weiten Weizenfeldern des Mittleren Westens Nordamerikas besser gefallen könnte als in ihrem Stammland macht die ökonomischen Gefahren deutlich.

Insgesamt ist Kegels Buch ein sehr vergnüglich zu lesendes Werk, das geprägt ist von hohem Sachverstand und eindrücklichen Beispielen für die weiten Reisen der verschiedensten Lebewesen, die wie einige Ameisenarten als Globetrotter die Welt erobern. –Britta PetersenKaninchenplage in Australien, Ameisen in Großcomputern und Krankenhäusern, Piranhas in französischen Flüssen – mit solchen Ereignissen beschäftigt sich die Invasionsbiologie.
Seit jeher ist die Besiedlung neuer Lebensräume für Tiere und Pflanzen eine Überlebensfrage. Früher gab es Hindernisse, die sich der Reiselust widersetzten. Gebirge, Ozeane, Kontinente, Wüsten bildeten unüberwindbare Barrieren. Mit dem Erscheinen des modernen Menschen hat sich die Situation verändert. Ein Netz von Verkehrswegen verbindet, was über Jahrmillionen getrennt war. Bei Warentransporten von einem Kontinent zum anderen reist die Natur mit. Bernhard Kegels faszinierendes Buch erzählt, welche erstaunlichen Folgen das für uns und unsere Umwelt hat.


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Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

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