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  1. Happyx
    ·
    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Grundlagenlektüre für alle Internetnutzer, 1. April 2015
    Von 
    Happyx (Sei Du selbst, alle anderen sind schon vergeben. (Oscar Wilde)) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 500 REZENSENT)
      

    Rezension bezieht sich auf: Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet (Gebundene Ausgabe)
    Don’t do evil war die nette Aussage von google zu Beginn, möglicherweise ein echtes, gekonntes Vertrauensbildungsprogramm des kleinen Start ups. Zumindest bei mir. Ich bin jedoch erheblich skeptischer geworden inzwischen und dazu ist dieses Buch eine notwendige Grundlage! Es fasst den aktuellen Stand der Akte Google zusammen und zeigt die problematischen Aspekte dieses Unternehmens.

    Es kommt darauf an, dass wir Google so gut kennen wie unsere Eltern! Aber keinesfalls sollten wir Google vertrauen wie unseren Eltern oder diesem fleißigen Datensammler zu viele Daten anvertrauen.

    Über 90 % der User suchen im Internet ausschließlich über Google. Es ist, als ob wir einem Monopolisten noch weiteres Geld hinterher werfen und im Crowdsourcing kostenlos für diese Firma arbeiten. Es gibt heute eine Reihe von guten Alternativen, die die problematischen Daten-Sammlungs- und Aufbereitungsmechanismen von Google nicht nutzen. Einfach nach Google Alternativen suchen. Immerhin ist der Anbieter so fair und verrät diese Möglichkeiten.

    Google verdient heute ein Großteil seiner Einnahmen über Werbung, die in Zukunft immer gezielter auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt werden soll. Dabei ist eben nicht nur das wichtig, was wir freiwillig ins Netz eintragen (Facebook etc), sondern ein Psychogramm unserer Persönlichkeit kann Google insbesondere auch über unsere Suchanfragen erstellen.

    Dem Müll der Werbung auszuweichen, ist auf einem Apple Computer weitaus einfacher als auf einem Microsoft PC. Zum Vergleich habe ich ein Consumer-Notebook von Microsoft, dessen Werbe-Popups fast alles Internetvergnügen lähmen. Letzten Endes sollte man, um alle Probleme zu vermeiden, seine Daten verschlüsseln und anonym surfen. Aber selbst dann kommt jene S.uche zur Geltung, von der auch Google lebt: Werbung bis zum Abwinken.

    Irgendwo habe ich die Aussage eines Web-Spezialisten gelesen, der formulierte, das Tante Emma Läden/Shops/Boutiquen Mittelalter seien, mit dem Internet würde es sie nicht gegeben haben. Natürlich ist dies nur die halbe Wahrheit und negiert das Einkaufserlebnis völlig. Es wird niemals eins zu eins ins Internet übertragbar sein. Tatsächlich aber ist das Internet heute mit seinen dominierenden, mächtigen Anbietern pures Mittelalter, nur dass diese Industrie die Arbeitnehmer der ganzen Welt billig anzapfen und ihnen die Waren ebenso billig verkaufen kann.

    Der im Hintergrund laufende Krieg, in dem Google andere (kleinere) Anbieter mit seiner schieren Macht vernichtet, wird in diesem Buch geschildert. Man möchte im Grunde nach einem weltweiten Kartellamt schreien, das es aber leider nie geben wird. In Deutschland sind 1 Mio Jobs für die werbetreibende Industrie verzeichnet. Google erzielte in Deutschland 2,65 Milliarden Werbeeinnahmen 2013, das sind 13 % aller Einnahmen dieser Art in Deutschland. Setzt man die in Deutschland ansässigen 750 Mitarbeiter in Relation dazu, wird deutlich, dass 0,075 % der Beschäftigten 13 % des gesamten nationalen Budgets abgreifen. Geld fließt also aus Deutschland ab.

    Ich dachte, ich wüsste alles über Google. Nach diesem Buch muss ich jedoch eingestehen, dass mir Vieles unbekannt war. Die Ausführungen sind hervorragend recherchiert.

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  2. Tiberius Gracchus
    ·
    8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    1.0 von 5 Sternen
    Am deutschen Wesen…., 19. Februar 2016
    Von 
    Tiberius Gracchus – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet (Gebundene Ausgabe)
    Google hat sicherlich einige Sachen auf Lager die man kritisch sehen kann, aber in diesem Buch geht es hauptsächlich um die Suchmaschine, die laut den Autoren durch geschickte und personalsierte Werbung auf Kosten der Zeitungsverlage und Werbetreibenden floriert; und jetzt raten sie mal welchen beruflichen Hintergrund die Autoren haben.

    Ganz schwach fand ich, dass nicht mal ansatzweise erklärt wurde, wie der technische Wettbewerbsvorteil der Suchmaschine zustandekommt.

    Mehr als ungenügend ist auch das Verständnis der Autoren vom Internet als sogenanntes Massenmedium.
    Ich zitiere:
    "Google ist überall. Google beeinflußt unser gesamtes Leben. Google dringt in unsere Privatspäre ein, Google definiert die Spielregeln der Wirtschaft, Google beeinflußt die Wissenschaft, und Google bestimmt mit über die politische Agenda. Google ist mächtig, übermächtig. Noch nie in der Menschheitsgeschichte hat eine einzelne Institution soviel Einfluss gehabt – und dies praktisch ohne jede Kontrolle."

    Oh weh. Was tun gegen dieses menschenzermalende Ungeheuer, diesen biblischen Leviathan? Halten Sie sich fest, der ist echt gut.
    Ich zitiere:

    "Was also tun? Auf der Suche nach einer möglichen Lösung lohnt ein Blick auf ein anderes Massenmedium, auf den Rundfunk. In Deutschland gibt es seit Jahrzehnten strengste Standards, die per Gesetz und ständiger Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts….
    Nachrichten, das ist heute oft Google. Und Fernsehen nicht selten You Tube. (also auch Google; meine Anmerkung.)
    In einem Gutachten hat Prof. Dr. Dieter Dörr… deshalb herausgearbeitet, warum das deutsche Rundfunkrecht auch auf das Internet ausgedehnt werden müsste – und zwar unabhängig davon, ob man das Internet als "Fernsehen" betrachtet oder nicht."

    Verstanden? Google = Internet = Fernsehen = Leviathan, vor dem der Bürger nur durch den Souverän geschützt werden kann.

    Unsouverän ist auch die Bemerkung im Klapptext: "Sie (gemeint sind die beiden Autoren; meine Anmerkung.) nuzten Google weiterhin – aber sehr bewußt und mit entsprechender Vorsicht."

    Diesen Rat möchte ich mir auch selber geben: schön vorsichtig sein – besonders beim Buchkauf.

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  3. LinchiDu
    ·
    3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Längst notwendig!, 7. August 2015
    Von 
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    Rezension bezieht sich auf: Die Akte Google: Wie der US-Konzern Daten missbraucht, die Welt manipuliert und Jobs vernichtet (Gebundene Ausgabe)
    Auf diese auch noch länger relativ aktuelle Gesamtdarstellung des Suchmaschinenkonzerns habe ich schon lange gewartet. Alles verständlich und flott geschrieben. Sollten alle lesen, die Google nutzen und ihre Daten einfach so ins Netz stellen. Spannend fand ich den Weg der beiden Google-Eigentümer von ambitionierten Forschern zu knallharten Geschäftsmännern. Was da alles mit uns passiert, ohne, daß wir groß was machen können, ist gespenstisch. Die zwei Autoren und ihr Buch kamen auch ganz gut in der Presse weg. Ich kann das Machwerk nur empfehlen, weil es auch ohne Populismus und die üblichen Datenschutz-Mahnfinger auskommt. Einfach ein sachliches, korrektes, unterhaltsames und manchmal etwas ironisch gehaltenes Gesamtbild. Mein Tipp: Kaufen!
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