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  1. letusreadsomebooks
    ·
    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Fortsetzung auf hohem Niveau, aber etwas schwächer als der Vorgänger, 23. Oktober 2015
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    Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Turmes (Rabenschatten, Band 2) (Gebundene Ausgabe)
    Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg ist Al Sorna des Kämpfens müde und möchte sich zur Ruhe setzen. Er wird zum Turmherrn des Nordens ernannt, fernab vom Hof und seinen Intrigen. Doch auch im Norden ist ihm kein Friede vergönnt. Der neue König ist schwach und die Feinde der vereinten Königreiche zahlreich.

    Ich habe mich sehr über das Erscheinen des zweiten Bandes der Rabenschatten Trilogie gefreut. Der erste Band gehörte für mich zu den besten Fantasy Neuerscheinungen des letzten Jahres. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an diesen zweiten Band. Anthony Ryan hat die Erzählstruktur seines Werkes hier deutlich verändert. Während im ersten Teil die Geschichte aus der Sicht von Al Sorna erzählt wurde, rücken hier andere Figuren in den Mittelpunkt. Statt eben nur aus der Perspektive eines Protagonisten die Geschehnisse darzustellen, gibt es nur vier verschieden Erzählstränge, die sich im Laufe der Handlung begegnen und auch zusammengeführt werden. Al Sorna bleibt uns, zum Glück, als Protagonist erhalten. Daneben nehmen die junge Kämpferin Reva, Prinzessin Lyrna und der von Al Sorna vermisste Frentis viel Platz ein. Von diesen hat mir besonders Reva sehr gut gefallen. Die junge Frau entwickelt sich im Verlauf der Handlung deutlich und ich freue mich jetzt schon im letzten Band der Trilogie mehr von ihrem Schicksal zu erfahren. Was ich etwas schade finde ist, dass der Handlungsstrang um Al Sorna mich nicht so interessiert hat wie die anderen. Die Entwicklungen im Norden gingen doch eher langsam voran und ich hätte generell gerne mehr von Vaelin erfahren, der mich als Hauptcharakter im ersten Buch mit seiner Ambivalenz so begeistern konnte.

    Was mir nicht gut gefallen hat ist die Darstellung der Feinde der vereinten Königreiche. Während es dem Autor sehr gut gelingt, aufseiten von Al Sorna und seinen Verbündeten spannende und plastische Charaktere zu erschaffen, sind die ihrer Gegner für meinen Geschmack zu einfach dargestellt. Als Feinde der Königreiche sind sie meistens vor allem grausam und arrogant. Einzige Ausnahme war hier für mich die Begleiterin von Frentis, eine scheinbar junge Frau mit vielen Geheimnissen.

    Wie schon im ersten Band werden die Einführungen zu den einzelnen Teilen des Buches wieder aus der Sicht des Historikers Verniers geschildert, welcher im ersten Teil Al Sorna begleitet hatte und nun selber in Gefangenschaft geraten ist. Seine Darstellungen liefern eine andere, interessante Sichtweise auf die Geschehnisse. Auch was die detaillierten Beschreibungen der verschieden Kulturen, Länder, Völker und vor allem Religionen angeht, hält der zweite Band das hohe Niveau und liefert weitere tiefe Einsichten in diese Bereiche.

    Im zweiten Band werden die Fanatsyelemente deutlich erhöht. Ein Mädchen das Regen herbeirufen kann, ein Junge der sich unsichtbar machen kann und einiges mehr, was an dieser Stelle aber nicht verraten werden soll. Generell sollte noch angemerkt werden, dass die Rabenschattentrilogie „Erwachsenenfantasy“ ist. In den Kämpfen geht es sehr blutig zu und viele weitere Handlungen sind sehr brutal und grausam.

    Mir hat die Fortsetzung sehr gut gefallen, dennoch konnte Anthony Ryan das Niveau seines Debüts nicht ganz erreichen. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer zu beschreiben, woran es gefehlt hat. Die Handlung ist stringent geschrieben, die Protagonisten und alle Charaktere mit Tiefe und deutlicher Entwicklung. Vielleicht waren meine Erwartungen aber auch einfach nur zu hoch. Für Fans von Fantasyromanen führt aber eigentlich kein Weg um diese Reihe herum, die mit zu den besten gehört, die in den letzten Jahren erschienen sind.

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  2. dailylifecritics
    ·
    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Spannung auf 859 Seiten, 10. Januar 2016
    Von 
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    Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Turmes (Rabenschatten, Band 2) (Gebundene Ausgabe)
    „Der Herr des Turmes“ stellt nach „Das Lied des Blutes“ den zweiten Band der Rabenschatten-Trilogie dar.

    Inhalt:
    Die Geschichte ist in fünf Kapitel eingeteilt, die – im Gegensatz zum ersten Band – verschiedenen Hauptfiguren zugeordnet sind. Jeder Abschnitt wird von einem Bericht des kaiserlichen Geschichtsschreibers Verniers eingeleitet:
    Die wichtigste und dem Leser aus dem ersten Buch bekannte Person, ist Vaelin al Sorna, die „Dunkelklinge", ein Mann mit einer besonderen Gabe. Er ist des Kämpfens müde, kehrt in seine Heimat zurück und wird vom König zum Turmherrn der Nordlande ernannt. Die Situation im Land zwingt ihn bald, sein Schwert wieder in die Hand zu nehmen und eine eigene Armee aufzustellen.
    Die junge Kämpferin Reva ist die Tochter der „Wahrklinge“. Nach dessen Tod wird sie von einem Priester des Weltvaters beschimpft, verprügelt und dazu abgerichtet, mit dem Messer zu morden. Er schickt sie auf eine Mission: Vaelin zu töten und das Schwert ihres Vater zurückzuholen. Als ihr Versuch fehlschlägt, beginnt sie immer mehr die Welt mit anderen Augen zu sehen.
    Prinzessin Lyrna soll im Auftrag ihres Bruders, des neuen Königs, ein Friedensabkommen mit dem Volk der Lokaner schließen. Auf dieser Reise muss sie mehr als einmal um ihr Leben kämpfen, ihren Mut beweisen und über sich hinauswachsen.
    Vaelins alter Ordensbruder Frentis ist seit fünf Jahren Sklave: Zuerst in einer Grube, wo er Schaukämpfe bestreiten musste. Dann zwingt eine geheimnisvolle, schöne Frau ihn durch unsichtbare Fesseln für sie zu arbeiten, zu töten und mit ihr zu schlafen.
    Im Anhang findet der Leser ein Personenverzeichnis und die Regeln des Kartenspiels „Kriegersextetts“. Vorne und hinten im Buch befinden sich zwei Karten, auf denen die verschiedenen Reiche abgebildet sind und somit die Orientierung in der Romanwelt erleichtern.

    Zuerst verlaufen die verschiedenen Handlungsstränge parallel, jeder muss seine eigenen Abenteuer bestehen. Doch die Wege der Hauptpersonen kreuzen sich, bis sie in einem vorläufigen Ende zusammen finden. Es gibt ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten aus dem Vorgängerroman, aber wir dürfen auch zahlreiche neue Charaktere kennenlernen. Die Figuren sind vielschichtig und sehr lebendig.
    Die Geschichte ist anschaulich geschrieben und dreht sich hauptsächlich um einen extrem blutigen Krieg, mit dem die Volarianer große Teile der Romanwelt überziehen. Die Kampfszenen füllen viele Seiten aus. Viele weitere Handlungen sind brutal und grausam geschildert; die Geschichte ist also nichts für zart besaitete oder zu junge Leser. Die Spannung baut sich im Laufe des Buches mehr und mehr auf. Neue Fantasy-Elemente kommen hinzu, vor allem in Form von „Begabten” mit verschiedenen übernatürlichen Fähigkeiten.

    Fazit:
    Mit "Der Herr des Turmes" ist Anthony Ryan eine dramatische und blutige Fortsetzung der Rabenschatten-Saga gelungen. Man kann sie beim Lesen kaum aus der Hand legen, da man unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Ich kann sie Freunden des Fantasy-Romans empfehlen. Es gibt viel spannenden Lesestoff (859 Seiten) für einen angemessenen Preis.

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  3. beastybabe
    ·
    11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Einfach genial, aber sehr brutal …, 8. November 2015
    Von 
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    Rezension bezieht sich auf: Der Herr des Turmes (Rabenschatten, Band 2) (Gebundene Ausgabe)
    Die Geschichte:
    Während es im ersten Teil der “Rabenschatten”-Trilogie sehr viel um die Jugendzeit und die Ausbildung von Vaelin Al Sorna ging, erzählt die Fortsetzung, wie er schließlich zum “Herr des Turmes” wurde. Es ist die Geschichte eines furchtbaren, extrem blutigen Krieges, mit dem die Volarianer große Teile des Landes überziehen.
    In verschiedenen Handlungssträngen erleben wir die Ereignisse nicht nur aus der Sicht von Vaelin, sondern wir begleiten auch seinen alten Freund Frentis, Prinzessin Lyrna und Reva, die Tochter der “Wahrklinge” auf ihrem Weg.
    Es gibt ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten aus dem Vorgängerroman, aber wir dürfen auch zahlreiche neue Charaktere kennenlernen.

    Meine Meinung:
    Auf diese Fortsetzung habe ich mich schon lange gefreut und trotzdem war es anfangs nicht ganz einfach, mich wieder in der Geschichte zurecht zu finden. Bei so komplexen Stories mit vielen Figuren, Völkern und diversen Auseinandersetzungen wäre es immer super, wenn man die Teile lückenlos nacheinander lesen könnte. Trotzdem kamen die Erinnerungen an die Vergangenheit zuverlässig wieder während des Lesens und bald fühlte ich mich wieder “zu Hause” in der fantastischen Welt, die Anthony Ryan geschaffen hat.
    Wer Fantasy mit Zwergen, Elben, Orks oder ähnlichem nicht mag, der könnte hier genau das Richtige finden. Abgesehen von einigen etwas groß geratenen, ungewöhnlichen Tieren haben wir es fast nur mit normalen Menschen und “Begabten” zu tun. Die “Gaben” äußern sich in verschiedenen übernatürlichen Fähigkeiten, Vaelin wird durch sein “Lied des Blutes” zum Beispiel vor Gefahren gewarnt. Andere Begabte können heilen, das Wetter beeinflussen, Tiere zähmen, Gedankenreisen unternehmen, hellsehen oder vieles mehr.
    Auch die Schauplätze kann man sich durchaus im echten Leben vorstellen, bis auf wenige besondere Orte sind es meistens ganz normale Dörfer und befestigte Städte.

    Viele Figuren aus Band 1 sind auch hier wieder mit von der Partie, worüber ich mich sehr gefreut habe. Dank der lebendigen und glaubwürdigen Charakterisierung schließt man Vaelin und seine Kameraden schnell ins Leserherz und fiebert mit ihnen mit.
    Von sehr vielen Sympathieträgern müssen wir uns leider unerfreulich früh wieder verabschieden; aber alles andere wäre auch unglaubwürdig, denn die Gegner müssen auch zahlreiche Verluste hinnehmen.

    Es herrscht eben einfach Krieg und zwar von der grausamsten Art. Viele Szenen sind nicht gerade für zartbesaitete Leser geeignet, denn es rollen schon mal Köpfe, es wird gnadenlos gefoltert und abgeschlachtet – und zwar Menschen und Tiere. Die Kampfszenen füllen viele Seiten, aber trotzdem schafft es der Autor, dass mir an keiner Stelle langweilig wurde. Auch zum Trauern über die vielen liebgewonnenen Charaktere bleibt keine Zeit, denn es geht ständig actionreich weiter und man kommt kaum zum Durchatmen. Ein total fesselndes Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

    Das Ende kam so abrupt, dass ich es einfach nicht wahrhaben wollte. Mitten in einer spannenden Szene lässt uns der Autor ratlos zurück. Richtig gemein könnte man schon fast sagen, wie die typischen Cliffhanger im Staffelfinale von TV-Serien.
    Hoffentlich müssen wir nicht allzu lange auf den finalen dritten Teil warten, in dem es sicher noch einmal sehr spannend wird. Wer steckt hinter den dunklen Machenschaften, welche Rolle spielt der 7. Orden, wer wird am Ende überleben?

    Fazit:
    High Fantasy in seiner allerschönsten Form … eine tolle Story, sympathische und interessante Charaktere und viel Action. Kann die Fortsetzung kaum erwarten!

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