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  1. Carmen Vicari
    ·
    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Das Gesicht des Bösen, 8. April 2013
    Von 
    Carmen Vicari (Dossenheim) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (VINE®-PRODUKTTESTER)
      
    (TOP 500 REZENSENT)
      

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Der fünfte Mörder. Ein Fall für Alexander Gerlach (Taschenbuch)

    Nichts Böses ahnend macht sich Alexander Gerlach auf den Weg zu seiner Bank. Nachdem er endlich einen Parkplatz gefunden hat, will er die restlichen Schritte schnell zurücklegen. Allerdings muss er noch einmal umdrehen, denn er hat seine Geldbörse auf dem Beifahrersitz liegen lassen. Das war sein Glück! Denn in dem Moment, da er sein Auto erreicht, fliegt vor der Pizzeria ein Porsche Cayenne in die Luft.

    Unter Schock registriert Gerlach seine Umgebung, fängt mit Löscharbeiten an und führt erste Gespräche. Nach und nach treffen seine Kollegen ein und unterstützen ihn. Der Besitzer des Cayennes ist schnell gefunden, aber was steckt hinter dem Anschlag?
    Gerlach beginnt zu ermitteln und macht sich dabei keine Freunde. Wo er gegen Wände des Schweigens rennt, bringen ihn nur nicht legale Vorgehensweisen weiter. Doch dann wird er von oben ausgebremst und soll die Ermittlungen einstellen. Wer hat ein Interesse dran, dass er den Fall auf sich beruhen lässt? Und warum?

    Als wäre dies nicht schon genug, wird sein Liebesleben komplett auf den Kopf gestellt. Auch um seine beiden Zwillingstöchter muss Alexander Gerlach sich wieder sorgen. Und dabei ist Heidelberg doch ein so beschauliches Städtchen.

    Der siebte Band um Alexander Gerlach widmet sich dem organisierten Verbrechen. Dabei stehen nebst Ungarn auch Russen im Visier des Ermittlers.

    Alexander Gerlach ist der Chef der Heidelberger Kripo, stammt aus Karlsruhe und ist vor einiger Zeit mit seinen Zwillingsmädchen nach Heidelberg gezogen. Mittlerweile haben sich alle gut eingelebt, die Zwillinge haben ihren Freundeskreis und gehen in eine Heidelberger Schule. Sein Liebesleben ist seit einiger Zeit aufgeblüht, wenn auch auf eine komplizierte Art und Weise. So ist er in die Frau seines Chefs verliebt, die seine Liebe auch erwidert.
    Die Hauptprotagonisten sind sehr farblich. Alexander Gerlach, die Zwillinge und auch verschiedene Kollegen von ihm kennt man natürlich schon aus den vorangegangenen Bänden. Alle anderen Personen bleiben meist sehr verworren und schleierhaft. Aber genauso nimmt auch Alexander Gerlach sie wahr und rätselt herum, was für eine Rolle sie in diesem Fall spielen. Durch diese blasse Beschreibung kann der Leser die Situation von Gerlach sehr gut nachvollziehen und steckt ebenfalls in dem Dilemma, dass er die Verdächtigen nicht richtig greifen kann.

    Die Geschichte spielt natürlich in Heidelberg und den Vororten davon. So finden die Ermittlungen nicht nur in Heidelberg, sondern z.B. auch in Handschuhsheim und Schriesheim statt. Eine Verfolgungsjagd wird so detailliert beschrieben, dass man sie sich als Einheimischer gut vorstellen kann und als Außenstehender auf der Landkarte nachverfolgen. Nur bei diversen Einkaufscentern bzw. -geschäften, sind Ortskenntnisse eindeutig von Vorteil. Wer Heidelberg ein wenig kennt, findet sich im Buch gut zurecht.
    Aber auch für Ortsfremde ist dieses Buch sehr gut zu lesen und bietet eine gute Gelegenheit, Heidelberg ein wenig kennen zu lernen.

    Im Vordergrund der Geschichte stehen natürlich die Ermittlungen. Alexander Gerlach und seine Kollegen tragen hier wirklich jeden Schnipsel zusammen und versuchen ein Gesamtbild daraus zu basteln. Dabei beschreiten sie nicht immer legale Wege.
    Es kommen aber auch menschliche Aspekte zur Sprache. So sieht Alexander Gerlach seine Kollegen nicht einfach als selbstverständlich an, sondern nimmt auch die persönlichen Bedürfnisse seiner Mitarbeiter wahr. Gerade seine Sekretärin kommt ihm immer wieder menschlich entgegen, aber auch andere Mitarbeiter seines Teams, was den Ermittler mir sehr sympathisch macht.

    Der Autor lässt seinen Ermittler aber nicht nur ein Leben im Büro oder bei den Ermittlungen auf freiem Feld leben, sondern gibt ihm noch ein Privatleben an die Hand. Dieses entwickelt sich seit dem ersten Band im weiter.
    In diesem Buch steht vor allem eine größere Veränderung in seinem Liebesleben an. Die Beziehung zu seinen Zwillingstöchtern dagegen, kam mir in diesem Buch etwas zu kurz und war ziemlich blass. Was dagegen wieder sehr schön war, war seine Freundschaft zu Lorenzo. Bei abendlichen kulinarischen Genüssen und einem gepflegten Schachspiel besprechen die beiden alle Themen, die Alexander Gerlach so beschäftigen und so manches Mal fand Alexander Gerlach nach einem solchen Gespräch das nächste Puzzleteil zu seinem aktuellen Fall.

    Die Handlungen sind für den Leser nachvollziehbar, auch wenn man selbst manches Mal anders reagiert oder gehandelt hätte.
    Das Ende ist schlüssig, auch wenn der ein oder andere Punkt bewusst offen gelassen wird.

    Im Gegensatz zu den anderen Büchern, ist der Spannungsbogen durch die Explosion sofort da…

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  2. Walpurga
    ·
    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    3.0 von 5 Sternen
    Sehr lahmer Roman, 20. Juli 2012
    Von 
    Walpurga (Kurpfalz) – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Der fünfte Mörder. Ein Fall für Alexander Gerlach (Taschenbuch)
    Das Thema ist interessant und auch die daraus resultierende Moral lässt einen nachdenken: ist es moralisch vertretbar, wenn jemand aus "gutem" Grund tötet? Oder folgt man der Aussage von Alexander Gerlach, dass Mord immer geahndet werden muss und auch Mörder, die von einem Mörder gejagt werden, von den Ordnungshütern geschützt werden müssen?

    Das Thema des Romans ist spannend, man dringt in die mafiösen Strukturen der Oststaaten ein, die zwischenzeitlich eng mit Deutschland und internationaler Politik verflochten sind. Die Aufbereitung der Story ist aber leider ziemlich lahm. Teilweise zieht sich die Geschichte sehr hin, so dass ich fast keine Lust mehr hatte, weiterzulesen. Die Auflösung des Falles findet lange vor dem Ende statt, dem Schluss des Romans selbst kann ich nichts abgewinnen.

    Auch in dieser Folge spricht Alexander Gerlach wieder von seinen "Untergebenen", wobei sich ab und zu sogar mal ein "meine Mitarbeiter" einschleicht. Die Kinder werden nach wie vor sich selbst überlassen, bis auf zwei Telefonate mit der Schule, die aber von der Lehrerin ausgehen.

    Die Story um den Ehemann der Geliebten, gleichzeitig der Chef des Protagonisten, ist doch sehr an den Haaren herbeigezogen und die daraus resultierende Sprachlosigkeit zwischen Gerlach und Therese langweilig.

    Die ersten Bücher von Wolfgang Burger haben mir persönlich besser gefallen, sie waren dichter und spannender.

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  3. schaf
    ·
    17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    nicht ganz so gut wie die vorgänger, 27. Juni 2011
    Von 
    schaf – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Der fünfte Mörder. Ein Fall für Alexander Gerlach (Taschenbuch)
    Da habe ich nun ein Jahr auf das Buch gewartet wie so viele andere Fans.

    Vorweg: Es liest sich genauso toll wie die anderen Heidelberger Krimis. Nach spätestens einem Tag ist das Vergnügen schon wieder beendet. Mir gefällt der Schreibstil, der gar nicht erst vorgibt, besonders anspruchsvoll zu sein, der aber dennoch von einer guten Beobachtungsgabe und einem feinen Gespür für Ironie und Humor zeugt. Das macht Spaß! Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis, haben die Bücher von Wolfgang Burger niemals irgendwelche Längen, die es zu überbrücken gilt. Spannung erzeugen kann Herr Burger in jedem Fall!

    Außerdem mag ich die kleinen Rundfahrten durch Heidelberg und Umgebung.

    Aber: Die Story selbst ist nicht so mein Fall – organisiertes Verbrechen reizt mich persönlich nicht so – mir haben die Themen davor besser gefallen.

    Was mich aber langsam wirklich etwas nervt, sind die immer gleichen Geschichten um die quirligen Teenager-Zwillinge und die Liebesgeschichte zwischen Gerlach und Theresa – auch wenn letztere in diesem Buch in etwas abgewandelter Form daherkommt. Aber letztendlich ist es immer dasselbe: Der Vater hat zu wenig Zeit für die Kinder, er trinkt jeden Abend eine Flasche Rotwein, die Kinder gehen jeden Abend – mal mit Erlaubnis des Vaters, mal ohne – auf Partys und stellen dort mehr oder weniger immer denselben Blödsinn an, kommen zu spät nach Hause, sind mittelmäßige Schülerinnen und erfüllen auch sonst sämtliche Klischees pubertierender Kinder: zu verwöhnt, um sich ein Ei zu braten und eine Waschmaschine anzuschmeißen, vor allem mit Äußerlichkeiten beschäftigt, aber eigentlich herzensgut und ein bisschen naiv. Ähnlich wie in Bezug auf Gerlachs Liebesleben, ist die Schilderung der Mädchen und ihrer Beziehung zum Vater etwas hohl.

    Die Affäre mit Theresa plätschert seit einigen Büchern so dahin – mal lieben sie sich, mal herrscht Funktstille, aber trotz einer leichten Abwandlung in diesem Buch hat man immer noch den Eindruck, dass diese Beziehung sich nicht entwickelt. Mir ist das zu oberflächlich. Ich wünschte mir da entweder, dass dem Liebesleben weniger Raum gegeben wird oder dass die Gefühle der Beteiligten mit etwas mehr Tiefgang beschrieben werden. Wie soll das denn sonst weitergehen? Ich mag jetzt nicht noch in drei weiteren Büchern lesen, wie oft Theresa und Gerlach sich SMS schicken und sich zwei mal die Woche vergnügen.

    Für den Schreibstil würde ich definitiv 5 Sterne vergeben, für die Handlung 3.

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