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  1. F. Grossmann
    ·
    5.0 von 5 Sternen
    Als Geschenk, 22. November 2016
    Von 
    Laura – Alle meine Rezensionen ansehen

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Der Afrika-Boom: Die groÃ?e Ã?berraschung des 21. Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
    Das Geschenk kam super an, der Besitzer ist sehr glücklich darüber und hat nur positives berichtet. Somit gehe ich davon aus, dass das Buch die 5 Sterne verdient hat!
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  2. Gromperekaefer
    ·
    3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Rethinking Africa, 28. Mai 2015
    Von 
    F. Grossmann – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 1000 REZENSENT)
      

    Rezension bezieht sich auf: Der Afrika-Boom: Die groÃ?e Ã?berraschung des 21. Jahrhunderts (Kindle Edition)

    Noch immer assoziieren die meisten Menschen mit Afrika vor allem Problematisches – Afrika, der „verlorene Kontinent“, in dem milliardenhohe Entwicklungshilfetransfers versickern wie in einem Fass ohne Boden; Hunger, Kriege, Seuchen, Überbevölkerung, Flüchtlingselend, Umweltkatastrophen; wirtschaftliche Unterentwicklung, korrupte Politiker, fehlende Bildung, hohe Kriminalitätsraten; neuerdings zu allem Unglück auch noch der sich ausweitende radikal-islamische Terror.

    Für Frank und Andreas Sieren ist gerade diese sehr einseitige Sicht mittlerweile selbst zu einem großen Entwicklungshindernis geworden. Sie hält Regierungen ab, ihren einstigen Zusagen in Bezug auf die Höhe finanzieller Unterstützungen (OECD-Länder 0,7% des BNE) nachzukommen, obwohl diese – intelligent und konditioniert platziert – durchaus effektiv ist. Sie bewirkt die von Hilfsorganisationen immer wieder beklagte „Afrika-Müdigkeit“ der ansonsten durchaus nach wie vor gebefreudigen deutschen Spender. Sie hält Anleger ab, in Afrika zu investieren; Unternehmen, in Afrika zu produzieren oder Handelsbeziehungen aufzubauen. Sie sorgt dafür, dass in der internationalen Politik Afrika als Partner bzw. Gegenüber nicht für voll genommen wird. Insgesamt kreiert das einseitig negative Bild ein Stereotyp, dem sich Afrikaner in der globalisierten, medial vernetzten Welt überall ausgesetzt sehen.

    Das Bild, das Afrikaner von ihrem Kontinent haben ist ein ganz anderes. Mit Stolz sehen sie, wie sich Dinge entwickeln. Sie spüren, wie der Wohlstand in ihren Gesellschaften langsam aber doch stetig zunimmt. Sie nutzen neue Möglichkeiten und ergreifen Initiative. Sie blicken überwiegend zuversichtlich in die Zukunft. Sehr zu Recht, meinen die Autoren und begründen das, indem sie in ihrem Buch – ohne die durchaus gravierenden Missstände, Probleme und Herausforderungen, die nach wie vor bestehen, zu ignorieren – ein beeindruckendes Panorama des Fortschritts, dem man mittlerweile vielerorts in Afrika begegnet, zeichnen. Im Folgenden dazu einige Fakten.

    In den letzten Jahren ist die Schlüsselrolle der Landwirtschaft für die Entwicklung von Staaten ganz neu in den Focus gerückt. Von großer Bedeutung ist dabei die Förderung der kleinen Farmer, denn oft genug steht hinter Hungersnöten nicht der Mangel an Nahrungsmitteln, sondern Verteilungsprobleme. Eine stabile und nachhaltige regionale Selbstversorgung aufzubauen, ist deshalb die Devise. Durch qualifizierte Methoden gibt es eine kontinuierliche Ertragssteigerung. Wo Überproduktion erzielt wird, können zusätzliche Maschinen angeschafft und die Produktion weiter gesteigert werden. Kinder können in die Schule geschickt werden; ihr Bildungszuwachs wird sich in der nächsten Generation auswirken. Ein positiver Kreislauf kommt in Gang. Gesamtwirtschaftlich werden die Voraussetzungen für den Ausbau der Infrastruktur, von Handwerk und Produktion geschaffen.

    Mehr als zwei Drittel der in Afrika lebenden Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt direkt oder indirekt mit der Landwirtschaft. Laut Weltbank wirkt sich Wachstum im Agrarbereich im Hinblick auf den Abbau von Armut zweieinhalb mal so stark aus wie Wachstum in anderen Sektoren. Neuere Studien in 20 schwarzafrikanischen Ländern ergaben sogar den Faktor 11. Regierungen, die mindestens ein Zehntel ihres Budgets in den Ausbau der Agrarwirtschaft investieren, sind demzufolge auf dem sicheren Weg zum Wachstum. In wie weit die in Asien recht erfolgreiche Green Revolution auch ein Modell für Afrika sein sollte, darüber scheiden sich bisher noch die Geister.

    Hunger bzw. Mangelernährung ist das größte Gesundheitsrisiko weltweit. Es sterben jährlich noch immer mehr Menschen an Hunger als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen. In Afrika gab es bezüglich der Ernährungssituation durchaus ermutigende Fortschritte. Die Herausforderungen bleiben jedoch groß, zumal das immer noch starke Bevölkerungswachstum – wie in allen anderen Bereichen – die Erfolge oft einholt. Die Zahl der an Unterernährung leidenden Menschen lag in Gesamt-Afrika 1990 bei 181,7 Mio. (27,6%), 2015 bei 232,5 Mio. (20%). In Nordafrika liegt der Anteil seit Jahren konstant bei etwa 5%, in Subsahara-Afrika waren es 1990 175,7 Mio. Menschen (33,2%), 2015 220 Mio. (23,2%). (Zum Vgl.: weltweit 1990 1.010,6 Mio. – 18,6%, 2015 794,6 Mio. – 10,9%) Besonders kritisch ist die Situation gegenwärtig in Zentralafrika – 58,9 Mio. (41,3%), aber auch in Ostafrika – 124,2 Mio. (31,5%). In Südafrika entspricht die Situation in etwa der im Norden. Die deutlichsten Fortschritte gab es in Westafrika – 1990 44,6 Mio. (24,2%), 2015 33,7 Mio. (9,6%).

    Die Bildungssysteme…

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  3. Anonymous
    ·
    1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Es gibt doch noch Hoffnung für Afrika, 9. August 2015
    Von 
    Gromperekaefer (Luxembourg) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 1000 REZENSENT)
      

    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Der Afrika-Boom: Die groÃ?e Ã?berraschung des 21. Jahrhunderts (Gebundene Ausgabe)
    Anders als viele andere Autoren zeigen die Gebrüder Sieren ein positiveres Bild von Afrika. Der schwarze Kontinent befindet sich somit in einer Aufbruchsphase, wobei mithilfe von ausländischen Investitionen in den Infrastrukturen der Länder (Energiegewinnung über Wasserkraft- oder Atomkarftwerke, Strassen- und Eisenbahnbau, verbessertes Schul- und Gesundheitswesen) ein Wirtschaftszuwachs verzeichnet wird und in Zukunft mit einem zusätzlichen Aufschwung zu rechnen ist. Die Hilfeleistung wird aber zunehmend von Ländern der südlichen Hämisphäre getragen, wobei insbesonders China hervorsticht. Anders als die westlichen Länder, welche den Kontinent eher vernachlässigen oder lediglich Hilfe unter Bevormundung leisten, mischt sich China nicht in die politischen Entscheidungen der jeweiligen Länder ein. Der ganze Aufschwung verdankt Afrika allerdings dem enormen Rohstoffreichtum, wobei nun aber ein Teil des Gewinns den Ländern zugute kommt. Anders als zumeist in den westlichen Medien dargestellt, sind die afrikanischen Staaten politisch stabiler als erwartet, obschon noch Korruption, Bürgerkriege und Vetternwirtschaft existieren, haben es aber trotzdem einige Länder geschafft, für stabilere Verhältnisse in ihren Ländern zu sorgen. Trotz allem existiert aber weiterhin eine grosse Kluft zwischen arm und reich, doch es bildet sich in den einzelnen Ländern eine breitere Mittelschicht, welche ihrerseits die jeweiligen chaotischen und instabilen Verhältnisse nicht mehr länger hinnimmt. Dadurch werden künftige Politiker gezwungen dieser Bevölkerungsschicht Rechnung zu tragen.

    Strategisch befinden sich die westlichen Industrienationen eher auf dem Abstellgleis, die vorhandenen Möglichkeiten der Länder Afrikas wurden zumeist missachtet, sodass nun China und die anderen BRIC-Staaten sich in den Vordergrund manövriert haben. Europa und die USA droht somit eine Abseitsstellung, wodurch die ehemalige strategische Führungsrolle verloren ist.

    Insgesamt eine positivere Darstellung Afrikas als in vielen anderen Werken, wo der Kontinent zumeist mit negative Schlagzeilen dargestellt wird. Es bleibt zu hoffen dass der erwartete wirtschaftliche Aufschwung alle Bevölkerungsschichten erreicht, sowie dass Korruption und Bürgerkriege ein Ende finden. Des weiteren erhofft man sich von Medien und Autoren eine realitätsnahe Darstellung des Kontinents.

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