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  1. DoBa
    ·
    12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Zum Verschlingen, 29. Juli 2016
    Von 
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    Verifizierter Kauf(Was ist das?)
    Rezension bezieht sich auf: Das Gold des Meeres: Historischer Roman (Die Fleury-Serie, Band 3) (Taschenbuch)
    Ich habe die ersten beiden Bücher der Trilogie gelesen und mich sehr gefreut, dass nun das dritte veröffentlicht wurde. Ich finde es noch besser als die beiden Vorgänger. Der Schreibstil von Daniel Wolf wirkt ausgereifter. Auch die Handlung ist kurzweiliger und spannender. Vielleicht liegt es daran, dass in diesem Teil die Hauptcharaktere mehr außerhalb Varennes unterwegs sind und schier ausweglose Abenteuer erleben, die sich aber im letzten Moment zum Guten wenden. Ich hoffe, Daniel Wolf schreibt noch viele solcher Bücher.
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  2. Mara
    ·
    9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Fesselnder und spannender Abschluss der Reihe!, 5. August 2016
    Von 
    Mara – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Das Gold des Meeres: Historischer Roman (Die Fleury-Serie, Band 3) (Taschenbuch)
    In letzter Zeit lese ich sehr gerne historische Romane und bin so auch irgendwann auf die „Fleury“ Serie gestoßen, die aus drei Bänden besteht: „Das Salz der Erde“, „Das Licht der Welt“ und „Das Gold des Meeres“. Die Bücher hängen zwar zusammen, da es um die verschiedenen Generationen der Fleury Familie aus Varennes-Saint-Jacques geht, können aber auch problemlos alleine gelesen werden.

    Daniel Wolf gelingt es meisterhaft, das Mittelalter in seinen Büchern wiederauferstehen zu lassen, was wohl vor allem an seinem Schreibstil liegt. In vielen anderen historischen Romanen die ich gelesen habe verwenden die Autoren eine sehr ausschweifende Sprache, wodurch die Geschichten sehr langatmig und schnell langweilig werden. Nicht so hier; die Sätze sind flüssig zu lesen aber trotzdem nicht zu einfach gehalten. So fällt das Lesen leicht und man hat nach Beenden keineswegs das Gefühl, gerade ein über tausend Seiten starkes Buch verschlungen zu haben.

    In „Das Gold des Meeres“ wird der Schauplatz der vorherigen zwei Bücher, Varennes-Saint-Jaques in Lothringen, verlassen und die Charaktere des Buches begeben sich auf eine Reise, die sie quer durch das damalige Heilige Römische Reich nach Gotland führt. Ich fand es wahnsinnig spannend, über die verschiedenen Städte und die dort herrschenden Gepflogenheiten zu lesen; zudem lässt Wolf am Rande auch immer wieder reale historische Begebenheiten und Personen einfließen, was ich in Romanen immer sehr gerne mag. Auch die Geschichte an sich lässt keine Langweile aufkommen, da immer irgendetwas passiert und mit jedem neuen Kapitel auch neue Konflikte und Probleme auftreten. Nie kann man sicher sein, was das Schicksal als nächstes für die kleine Handelsgemeinschaft bereit hält und was geschehen wird.

    Im Vergleich mit den ersten beiden Bänden haben mir auch die Charaktere in „Das Gold des Meeres“ am besten gefallen. Die Zwillingen Balian und Blanche sind beide starke Persönlichkeiten, wobei Balian anfangs allerdings so gar nicht den Eindruck eines versierten Händlers erweckt. Stattdessen scheint er vom Pech verfolgt zu sein und trifft ständig die falschen Entscheidungen, wodurch er die Familie schließlich beinahe in den Ruin treibt. Das ändert sich aber im Laufe der Reise und er wird zu einem entschlossenen und klugen Menschen. Blanche dagegen hat mir seit Beginn des Buches gefallen, was an ihrer aufgeschlossenen und durchsetzungsfähigen Persönlichkeit lag. Sie tut was getan werden muss und ist sich auch nicht zu schade, selbst an der gefährlichen Reise teilzunehmen. Auch die Nebencharaktere konnten überzeugen und besitzen alle viele Facetten. Besonders mochte ich Raphael – nach außen hin kalt und unnahbar, innen aber ganz anders.

    Fazit: „Das Gold des Meeres“ ist ein vollends überzeugender historischer Roman, der das Mittelalter wiederauferstehen lässt. Zudem bietet er eine spannende und ereignisreiche Geschichte, sympathische und vielschichtige Charaktere und macht beim Lesen einfach Spaß!

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  3. Mirjam Häger von Leserkanone
    ·
    17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Einerseits, andererseits, 10. August 2016
    Von 
    Mirjam Häger von Leserkanone – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Das Gold des Meeres: Historischer Roman (Die Fleury-Serie, Band 3) (Taschenbuch)

    Hinter dem Pseudonym »Daniel Wolf« verbirgt sich eigentlich der 1977 in der Nähe von Kaiserslautern geborene Autor Christoph Lode, der schon unter seinem richtigen Namen mit einigen historischen Romanen für Aufsehen sorgte. Der eigentliche Durchbruch gelang ihm dann mit den beiden ersten Romanen der »Fleury-Reihe«, die sich insgesamt mehr als 400.000mal verkauft haben. Der dritten Generation des Hauses Fleury kann seit dem 18. Juli beim Handelsreisen über die Schulter geschaut werden. Das zugehörige Buch »Das Gold des Meeres« (dessen Titel relativ wenig mit dem Inhalt zu tun hat) ist mit rund 670 Seiten etwas kürzer ausgefallen als seine beiden Vorgänger, man bekommt angesichts von lediglich 9,99 Euro für das Taschenbuch und 8,99 Euro für das E-Book dennoch sehr viel »Buch pro Euro«. Obendrein gibt es eine Hörbuchversion, die von Deutschlands vielleicht bestem Hörbuchsprecher Johannes Steck eingelesen wurde, der bei all seinen gelesenen Büchern so geschickt mit den Nuancen seiner Stimme spielt, dass allein dadurch bereits aus Figuren Charaktere werden. Ebenso sorgt er jedes Mal dafür, dass man die einzelnen Protagonisten sofort heraushört, und selbst bei schwächeren Buchvorlagen kann er eine großartige Atmosphäre erschaffen.

    In Daniel Wolfs neuestem Streich erfährt man die Geschichte von Balian Fleury, den die eifrigsten Verfolger von Wolfs Arbeiten womöglich schon Ende des vergangenen Jahres in dem kleinen Lesehappen »Der Vasall des Königs« näher kennengelernt haben. Bei ihm handelt es sich um den Sohn von Rémy Fleury, mit dessen Hilfe der Autor in »Das Licht der Welt« der Buchmalerei ein 1.150seitiges Denkmal gesetzt hat, und um den Enkel von Michel Fleury, der hierzulande den Fans historischer Romane auch ohne jede Erklärung ein Begriff sein sollte. Im Gegensatz zu seinem Vater und seinem Großvater ist Balian weder ein geschäftsmännisches noch ein künstlerisches Talent in die Wiege gelegt worden, und dennoch muss er nach dem Tod seines Bruders die Handelsgeschäfte des Hauses leiten. Aufgrund von Ungeschick und Nachlässigkeit setzt er der Erfolgsgeschichte seines Hauses beinahe einen Schlusspunkt und richtet es fast zu Grunde. Vor dem Weg in den Hungerturm kann ihn nur noch eine Handelsfahrt bewahren, und so schließt er sich gemeinsam mit seiner Schwester Blanche einer Händlertruppe an, die in Richtung Ostsee aufbricht.

    Nach einem kurzen Ausflug nach London umschmeichelt der Roman die Leser der beiden vorangegangenen Bücher spätestens in dem Moment, in dem es darin zum ersten Mal nach Varennes-Saint-Jacques geht. Auch wenn eine Weile verstrichen ist, so hat man doch den Eindruck, man würde wieder das eigene Wohnzimmer betreten. Das Buch lässt einem wiederholt einen wohligen Schauer über den Rücken fahren, wenn man einer liebgewonnenen Figur wiederbegegnet – selbst die inzwischen rüstige Rentnerin Isabelle gibt sich ein Stelldichein, so dass der Wiedererkennungswert nicht nur für die Leser des zweiten Buchs, sondern auch die glühenden Anhänger des ersten gegeben ist. Nicht zuletzt lösen die Begegnungen mit den Gildemitgliedern der dritten Generation immer wieder Aha-Effekte aus, denn dort ist vieles in den Familien geblieben und auf Nachfahren übergeben worden. Selbst dem heiligen Albertus Magnus, der im zweiten Buch vorübergehend als Lehrer aktiv war, begegnet man nochmals. Kurzum: Wer die anderen Fleury-Geschichten gelesen hat, der wird von Wolf schön gebauchpinselt und die heimelige Wirkung stellt sich unweigerlich ein. Auch ansonsten werden wieder alle Stärken aufgefahren, die Wolfs Arbeit bis hierhin ausgezeichnet haben: Eine sehr gute Verarbeitung von geschichtlichen Fakten, starke vielfältige Charaktere (im Fall von Balian dieses Mal mit einem Fleury, der sich aufgrund seiner anfänglichen Schwächen noch deutlich stärker entwickelt als seine Vorgänger), gutes Tempo. Und eine wirklich angenehme Sprache, die nicht zu gestelzt auf historisch getrimmt klingt, sondern genau den richtigen Mittelweg zwischen angenehm lesbaren und historischen Klang findet. Und bei der man aufgrund einiger Lieblingswörter des Autors nebenbei sehr schnell herausliest, wer dahintersteckt – spätestens dann, wenn mal wieder einer der Beteiligten seine Geldkatze zückt. 😉

    Dennoch: Es gibt bei Wolfs neuestem Roman neben dem ganzen großen positiven »Einerseits« auch ein deutliches »Andererseits«. Trotz aller Atmosphäre & Co. laboriert der Roman unter anderem daran, dass es eben dieses Mal eine »Reisegeschichte« geworden ist, was die üblichen Konsequenzen solcher Geschichten nach sich zieht. Was bedeutet, dass eine Station nach der anderen »abgearbeitet« wird, ohne dass die Etappen sonderlich stark miteinander…

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