Boygroups. Ein kulturelles, soziales und kommerzielles Phänomen

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Boygroups

Studienarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 2, Humboldt-Universität zu Berlin, Veranstaltung: Analytische Probleme populärer Musik, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Allgemeinen geht es in der Popmusik nicht nur um das Musikhören und Musikmachen, sondern um komplexe kulturelle, soziale und kommerzielle Prozesse, die damit zusammenhängen. Es wäre nach meiner Fragestellung eine unvollständige Analyse, würde ich nur klangliche Aspekte und nicht auch die gesellschaftlichen Hintergründe betrachten. So wird die Spannbreite der zu berücksichtigenden Faktoren ungeheuer groß. Die besondere Wirkung einer Boygroup geht nicht nur vom Klang aus, sondern von den fünf Personen und deren Image. Anzügliche Hüftbewegungen und Break Dance prägen das Gossenimage. Dazu tragen sie sehr teure und modische Kleidung. Sie sprechen die Kids aus dem Wohlstandsboom an. Die Stars prägen die Mode und machen aus mancher Kleidung sogenannte Szeneklamotten. Sie prägen die Haarmode und setzen für einen bestimmten Zeitraum fest, was ,in‘ ist. Die jeweilige Musik und der Verhaltensstil der Stars vermitteln ein Bild, mit dem sich die Heranwachsenden identifizieren wollen. Die Jugend der Gegenwart ist zu einem großen Teil orientierungslos, zum Beispiel in Hinblick auf die Ausbildungsplatzknappheit. Da die Fans einer Boygroup aus der Mittelklasse kommen, sind Wohlstand und die damit verbundenen Freiheiten für sie in unserer Konsumgesellschaft normal und somit bedeutungslos. Die Stars einer Boygroup sind ungefähr im gleichen Alter, wie ihre Fans. Ihr Image ist professionell kalkuliert. Es steckt ein gewaltiges Vermarktungskonzept dahinter.


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Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

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