Berichte aus der Swinger-Szene

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Es wurde der Abend festgelegt und nach telefonischer Anfrage im Club, an einem Pärchentag, unser erster Besuch fixiert. Waren wir aufgeregt, aber keiner gab dem anderen gegenüber jedoch dies zu. Gemeinsam beschlossen wir was wir anziehen würden ( wir wussten ja, dass Reizwäsche und möglichst wenig gewünscht wurde ). Ich muss vielleicht noch erwähnen, dass meine Frau 40 und ich 50 Jahre alt sind, also ( so dachten wir ) vielleicht die Möglichkeit des Lächerlichmachens gegeben wäre, falls da nur jüngere Pärchen, mit tollen Körpern anwesend sein würden. Dann kam die Stunde der Wahrheit. Gegen 20.00 fuhren wir los und jeder von uns hatte so seine eigenen Gedanken. Wir hatten allerdings fest vereinbart ( und dies ist glaube ich enorm wichtig ) dass wir im Club zusammenbleiben würden und keine Einzelaktionen stattfinden würden. Darüber hinaus könne und sollte jeder von uns beiden – jederzeit abwinken können – falls ihm etwas nicht passen sollte. Als wir nach ca. einer dreiviertel Stunde Fahrt vor dem Club ankamen, waren schon mehrere Autos auf dem beleuchteten Parkplatz. Natürlich war eine Besichtigungsrunde – mit dem Auto – angesagt, damit wir sofort wieder abhauen könnten, falls ein bekanntes Kennzeichen zugegen wäre. Aber es gab keines. Nach kurzem Überlegen, was wir tun sollten oder ob wir es wagen sollten, stiegen wir aus, nahmen unsere Schuhe mit ( für die Frau mit schönem, hohem Absatz natürlich – für mich einfach Sommersandalen ) und mit klopfendem Herzen gingen wir rasch auf den Eingang zu. Hier muss man läuten und nach Kontrolle über eine Kamera wir der Summer betätigt und man kann eintreten. Von da an gab es kein zurück. Schon stand eine sehr geil gekleidete Dame vor uns, die uns allerdings sehr freundlich begrüßte und uns fragte, ob wir zu ersten Mal hier wären. War uns wohl ohnehin anzusehen. Darauf hin bekamen wir jeder ein großes Badetuch, welches zum Draufsetzen bzw. später zum Drauflegen gedacht ist. Auch kann man sich darin einhüllen, falls man möchte ( habe ich jedoch noch kaum gesehen ). Sodann geleitete sie uns in die Garderobe, wo man sich wie in einem Bad ein Kästchen nimmt, indem man seine persönlichen Dinge einsperren kann. Da wir ja nicht viel an Kleidung trugen, die scharfen Dinge schon zu Hause angezogen hatten, waren wir rasch fertig und gingen sodann, wie uns geheißen wurde, in den Bar-Aufenthaltsraum. Dieser ist sehr gedimmt beleuchtet und beinhaltet eine lange Theke mit davor gelegenen Sitzgelegenheiten – so kleine Inseln und Gruppen. Dazwischen mit künstlichen Palmen und Sträuchern um einen gemütlichen Eindruck zu erzeugen. Am Ende der Theke läuft ein Fernsehen mit einem Porno – allerdings ohne Ton – um sich vielleicht einstimmen zu können. Wenn man den Raum betritt, wird man nach dem Vornamen gefragt (es sind alle per du und reden sich mit selbigem an) und gibt den Garderobenschlüssel ab, welchen man unter seinem Vornamen jederzeit wieder haben kann. Getränke und Essen sind frei – mit Ausnahme von Schnäpsen und Sekt sowie Zigaretten. Als Erstbesucher wird man sodann von einer Dame in sexy Outfit durch den Club geleitet und über die Sitten und Gebräuche unterrichtet. Der wichtigste Grundsatz jedoch lautet: „wenn eine Frau – nein – sagt, dann ist es in jedem Fall zu akzeptieren !" Und ich muss sagen, dieser wird peinlichst beachtet. Also kann auch eine Frau alleine ( ist an Pärchentagen auch möglich ) den Club besuchen ohne fürchten zu müssen, dass sie von einer Männerhorde belagert und begrabscht wird. Sodann kehrten wir zurück an die Theke und bestellten uns erstmal ein Getränk und rauchten einige „Verlegenheitszigaretten". Dabei schweiften die Blicke ständig über die andern Besucher und bei jedem Erschallen der Hausklingel, war die Befürchtung zugegen, dass jemand kommen könnte, den wir kennen. Dann sagte ich jedoch zu meiner Frau, falls jemand kommt, können wir ohnehin nicht mehr flüchten und wenn er uns sieht, so wird er auch von uns gesehen und muss genauso schweigen wie wir….


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