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  1. Sursulapitschi
    ·
    6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Wie Mode Grenzen sprengt, 28. Dezember 2014
    Von 
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    (TOP 500 REZENSENT)
      

    Rezension bezieht sich auf: Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge: Modeschöpferin und Gefährtin Gustav Klimts (Kindle Edition)
    Emilie Flöge war eine Modeschöpferin, die um die Jahrhundertwende herum die Reformmode in Wien etabliert hat, eine Mode, die mit allen Traditionen brach, das Korsett verdammte, beweisen wollte, dass Bequemlichkeit und Attraktivität vereinbar sind und damit ganz neue Wege beschritt.

    Dieses Buch erzählt ihre Geschichte, die untrennbar mit der Geschichte von Gustav Klimt verbunden ist und somit auch seine Geschichte erzählt.
    Es war die Zeit, in der der Jugendstil erfunden wurde, der Künstler aller Sparten mitriss. Weg mit dem Biedermeierplüsch, klare Formen, neue Wege, Freiheit.
    „Und wenn Emilie die Schere an den Stoff anlegte, sagte sie: "Jetzt schneiden wir auf Freiheit zu."
    Emilie Flöge und Gustav Klimt haben diese Kunstströmung mit geprägt, eine Idee, die viele begeisterte, die aber auch auf Unverständnis stieß.

    Mit sehr gewählter, authentischer Sprache, vielen Zitaten, Auszügen aus Briefen und sogar Fotos lässt uns Margret Greiner in die wiener Boheme abtauchen. Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Gustav Mahler, viele berühmte Künstler waren dort unterwegs. Aber vorrangig steht natürlich Klimt im Fokus. Man lernt ihn sehr gut kennen, einen bärbeißigen, wortkargen Individualisten, der sich nichts vorschreiben ließ, viele Frauen liebte und geniale Bilder malte.
    Bisweilen überschattet hier sein Werk sogar ein wenig Emilies Wirken. Aber das war wohl auch in der Realität ihr Problem. Es ist schwer, an der Seite eines berühmten Künstlers als eigenständige Künstlerin wahrgenommen zu werden, noch dazu in einer Zeit, in der Frauen üblicherweise nur Anhängsel großer Männer sind.

    Ich habe dieses Buch mit großem Vergnügen gelesen. Es bringt einem kurzweilig ein spannendes Stück Kunstgeschichte nahe.

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  2. Sikal
    ·
    5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Die Freiheit, die sie meinte …, 14. Oktober 2014
    Von 
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    Rezension bezieht sich auf: Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge: Modeschöpferin und Gefährtin Gustav Klimts (Gebundene Ausgabe)
    Emilie Flöge, Reformerin, starke Persönlichkeit, liebevolle Tante und eine Muse für Gustav Klimt. Während sich im Wien des späten 19. Jahrhunderts die Männer in die erste Reihe stellten, sich von den Damen umsorgen ließen und stolz auf ihre Kinder – vorzugsweise Söhne – blickten, wählte Emilie Flöge für sich ein anderes Leben. Sie blieb kinderlos, zog es vor nicht zu heiraten und lebte für ihre Kleider, ihre Kreativität – und natürlich auch für ihren Gustav, den sie unterstützte wo sie konnte, ohne ihm körperlich nahe zu sein. Selbstbewusst und kompetent ging sie ihren Weg, der sie raus aus Wien in die große weite Welt führte, um dort durch Neues inspiriert zu werden, die aktuellsten Stoffe einzukaufen und – zurück in Wien, Weltoffenheit und Begeisterung hervorzukehren. Sie wurde nicht müde, gegen Widerstände anzukämpfen, kaufte sich ein Auto, um ihre Freiheit zu spüren und befreite sich selbst (und andere) von Korsett und Mieder, die nicht nur den Körper einschnürten …

    Die Autorin Margret Greiner schreibt in ihrem Buch eine Biografie einer wunderbaren, emanzipierten Frau, die man als Leser bzw. Leserin gerne kennenlernt, deren Persönlichkeit faszinierend und interessant hervorsticht. Margret Greiner schafft es, eine Verbindung zwischen damals und heute zu schaffen, lässt uns Anteil nehmen an der Geschichte der Emilie Flöge als wäre sie eine gute Bekannte. Wenn man ein Interview von der Autorin liest, in dem sie schildert, wie die Idee für das Buch entstanden ist, kann man diese nachempfinden: „Eigentlich war es Ärger, der mich zum Schreiben gebracht hat, darüber, dass hier (wie so oft) eine großartige Frau nur als Anhängsel eines Mannes wahrgenommen wird.“
    Dass sie es geschafft hat, ihrem Ärger auf solch hochqualifizierte Art Luft zu machen, ist bemerkenswert.

    Der Schreibstil fesselt ab der ersten Seite und unterhält mit humorvollen Anekdoten. Ergänzend dazu liefert dieses Buch tolle Fotos. Die Geschichten werden begleitet von vielen bekannten Namen, die im Laufe des Lebens der Emilie Flöge immer wieder auftauchen.
    Mich hat dieses Buch restlos begeistert, historische Hintergründe in Romanform, dazu eine empathische Schreibweise, die seinesgleichen sucht und interessante Details, die ein Portrait einer Frau zeichnen, von der wir uns auch heute noch ein Stückchen abschneiden können.

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  3. PanRises
    ·
    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Reise in die Welt der Emilie Flöge…, 15. September 2014
    Von 
    PanRises – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge: Modeschöpferin und Gefährtin Gustav Klimts (Gebundene Ausgabe)
    Auf Freiheit zugeschnitten: Emilie Flöge: Modeschöpferin und Gefährtin Gustav Klimts
    Margret Greiner

    Gebundene Ausgabe 24 EUR | Genre: Romanbiografie | Spielt in: Wien | Seiten : 304

    Klappentext:

    15 Jahre vor Coco Chanel befreite Emilie Flöge die Frauen von Korsett und Mieder. Gemeinsam mit ihren zwei Schwestern betrieb sie den "Salon Flöge“ in Wien: Wer gesellschaftlich etwas auf sich hielt, ließ sich ein Haus von Josef Hoffmann bauen und einrichten, die Dame des Hauses von Klimt malen und von Emilie Flöge einkleiden. Adele Bloch-Bauer, Margarete Wittgenstein-Stonborough, Berta Zuckerkandl und Clarisse Rothschild liebten ihren bahnbrechenden neuen Stil.
    In Form eines spannenden Romans erzählt Margret Greiner das Leben der Emilie Flöge, die Gustav Klimt als junges Mädchen kennenlernte und die dem schwierigen und extravaganten Künstler bis zu seinem Tod eine verlässliche Gefährtin jenseits einer konventionellen Liebesbeziehung war. Die Biografie zeichnet vor allem das Bild einer Frau, die unbeirrt ihren Weg ging und, beruflich äußerst erfolgreich, einen völlig neuen, "secessionistischen“ Mode-Stil kreierte.
    Ihre für die damalige Zeit ungewöhnliche finanzielle Unabhängigkeit ermöglichte ihr auch eine selbstbestimmte Gestaltung ihres Privatlebens. Sie heiratete nie, blieb in freier Entscheidung kinderlos, verweigerte sich allen Rollenklischees.
    Das Buch basiert auf den Erkenntnissen der gegenwärtigen Forschung, geht aber über das rein Faktische hinaus und zeichnet in einer Mischform aus Roman und Dokumentarbericht das Lebensbild dieser außergewöhnlichen Frau.

    Die Protagonisten:

    Emilie Flöge, die langjährige Gefährtin des berühmten Malers Gustav Klimt, und eine großartige Modeschöpferin.
    Zusammen mit ihren beiden Schwestern betrieb sie in Wien zu Beginn des letzten Jahrhunderts einen Damensalon.

    Schreibstil:

    Die Autorin hat einen sehr fließenden Schreibstil und schreibt leicht verständlich. Man kann sich genauestens in die damalige Situation hinein versetzen und hat keinerlei Verständnisprobleme.

    Die Autorin hat in diesem Roman wirklich nichts vergessen. Von Humor über Charme ist wirklich alles dabei. Diesen Roman habe ich innerhalb weniger Tage regelrecht verschlungen.

    Ich gebe dieser Romanbiografie 4 von 5 Sternen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich gebe eine Kaufempfehlung für Leser, die gerne historische Bücher, die in Richtung Biografie gehen, lesen.

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