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  1. Janine H.
    ·
    7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Horror im ewigen Eis, 29. Januar 2015
    Von 
    Janine H. – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Arcadia: Eiskalter Horrortrip aus der Feder von "The Rising" – Autor Felix A. Münter (Kindle Edition)
    Treffen sich ein Journalist, eine Wissenschaftlerin und ein russischer Seemann…

    … was wir der Anfang eines Witzes klingt, beschreibt die Grundkonstellation im neusten Werk von Felix A. Münter ganz gut. In diesem Buch nimmt der Autor uns mit auf einen Horrortrip, den besagter Journalist bei einer privaten Expedition in die Antarktis erlebt.

    Der Aufbau ist klassisch: Die Expedition eines Privatmannes hat in der Antarktis einen weltbewegenden Fund gemacht, jetzt ist der Privatmann mit einer zweiten Expedition auf dem Weg ins ewige Eis, um die Lorbeeren einzusammeln. Der weltbewegende Fund – ein Meteorit – ist allerdings nicht so harmlos, wie es scheint.

    Der Grundaufbau ist sehr solide und durch die verwendete Ich-Perspektive auch sehr angenehm. Der Schauplatz ist angenehm unverbraucht, die Charaktere, die der Autor zeichnet, sind realistisch und handeln nachvollziehbar. Der Protagonist ist ein großer Zyniker und Sarkast, ihm zur Seite steht eine junge Forscherin, die genreuntypisch, eben nicht nur Nebendarstellerin mit Schreirolle ist. Abergundet wird das ganze durch den oben erwähnten Russen, der mit seiner ganzen Art das Ensemble abrundet. Hierbei hat der Autor die gebrochene Sprache eben jenes Russen gut umgesetzt – und vor allem so, dass einem dieser Charakter schnell ans Herz wächst und immer wieder für ein Schmunzeln gut ist.

    Die Geschichte beginnt beschaulich und langsam. Nämlich damit, dass der Hauptcharakter auf einem schwankenden Schiff über der Toilette hängt und sich die Seele aus dem Leib kotzt, wobei er sich ehrlich die Frage stellt, was ihn dazu gebracht hat, sich dieser Expedition anzuschließen. Innerhalb der nächsten Kapitel nimmt Arcadia dann aber eine unheimliche Fahrt auf. Spätestens ab dem dritten Kapitel ist die Geschwindigkeit hoch, Grauen, Action und enge Dialoge peitschen die Handlung voran. Felix Münter hat es verstanden, diese Geschwindigkeit zu halten, und das tatsächlich bis zur letzten Zeile.

    Ohne viel zu spoilern, muss ich hier noch etwas sagen: Lasst euch nicht vom Eindruck täuschen, dass der Autor auf den Zug aufgesprungen ist und seinen Protagonisten Zombies in den weg stellt. Hinter den Kreaturen im ewigen Eis steckt viel mehr – es sind, und das wird einige Seiten nach der ersten Begegnung klar – keine seelenlosen Zombies, sondern weit schrecklicher. Gänsehaut pur!

    Ich bin gut unterhalten worden. Danke dafür!

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  2. Lilly
    ·
    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Fesselnd!, 1. März 2015
    Von 
    Lilly – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Arcadia: Eiskalter Horrortrip aus der Feder von "The Rising" – Autor Felix A. Münter (Kindle Edition)
    „Arcadia“ ist ein solider Horror-Thriller mit starken Männern und schwachen Frauen. Sprachlich überzeugt der Roman fast auf voller Länge (lediglich einen kleinen Hänger in der actionlastigen Mitte könnte man bemängeln). Besonders gelungen sind die Dialoge zwischen den einzelnen Figuren sowie der Einstieg, der den Protagonisten glaubwürdig einführt und seine Charaktereigenschaften deutlich aufzeigt.

    Auf den ersten 60 Seiten steigt der Leser in die Story ein, die aus der Ich-Perspektive des Journalisten Neil geschildert wird. Zynisch und direkt urteilt er über andere Charaktere und deren Entscheidungen und nimmt den Leser mit auf einen Horrortrip, der spätestens nach den ersten 60 Seiten erste Vorboten schickt.

    Das Horror-Element erinnert an Zombie-Geschichten, grenzt sich aber gut und glaubwürdig davon ab. Die Erklärung für die Entstehung der Bedrohung erfolgt einige Kapitel später und ist nicht nur erzählerisch und stilistisch richtig gut in die Gesamtgeschichte eingebettet. Sie stillt die Neugier der Protagonisten und des Lesers und lässt wenige Fragen offen.

    Der Roman ist durch und durch spannend erzählt und lässt sich nur schwer aus der Hand legen. Nach circa fünf Stunden Lesevergnügen ist man durch. Lediglich das Ende könnte dem ein oder anderen nicht gefallen – denn im Vergleich zum Rest des Buches wird es eher knapp und schnell geschildert.

    Wer geradlinige Unterhaltung mit viel Spannung und ein bisschen Horror mag, wird „Arcadia“ gerne lesen.

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  3. Thorsten Schreck
    ·
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Mir hat’s gefallen, 17. September 2015
    Von 
    Thorsten Schreck – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Arcadia: Eiskalter Horrortrip aus der Feder von "The Rising" – Autor Felix A. Münter (Taschenbuch)
    Felix A. Münters dritter Roman „Arcadia“ erfindet das Rad sicherlich nicht neu oder entführt mich in völlig unbekannte Welten. Aber er unterhält erstklassig. Und darauf kommt es bei einem Buch doch letztlich an.

    „Arcadia“ wird aus der Sicht von Neigel „Neil“ White geschildert, einem zynischen, schwarzhumorigen Journalisten, den es in die Antarktis verschlagen hat. Er gehört zur Entourage des Milliardärs Bailey, der im ewigen Eis nichts anders will, als sich mit dem Fund des weltgrößten Meteoriten einen Namen zu machen. Eigentlich ist Whites Fachgebiet alles, nur nicht der wissenschaftliche Journalismus, doch das große Geld lockte ihn. Vielleicht hätte er aufmerksamer sein sollen und sich nicht vom großen Geld locken lassen sollen…

    Mit langsamem Tempo spinnt der Autor die Geschichte, die mit einem sich erbrechenden White auf einer Schiffstoilette beginnt. Nach den ersten drei Kapiteln, die sich viel mit der Gedankenwelt des Protagonisten sowie anderen Mitgliedern der Expedition befassen, nimmt die Geschwindigkeit jedoch merklich zu. Spätestens, wenn White zusammen mit anderen Expeditionsteilnehmern auf dem weißen Kontinent landet, ist es schwer, das Buch wieder zur Seite zu legen.

    Der Protagonist muss den Höllentrip, der ihn erwartet, nicht alleine durchstehen. Ihm zur Seite stehen Maria, eine Glaziologin und Jyrki, ein russischstämmiges Besatzungsmitglied des Eisbrechers. Jyrki lockert den Albtraum mit seiner Art und seiner Sprache (der Autor verleiht dem Charakter durchweg eine gebrochene Stimme mit allem, was dazugehört – der Akzent ist quasi beim Lesen hörbar) auf, was „Arcadia“ auszeichnet.

    Ein rundum angenehmes Lesevergnügen, dass mich mal ein Stück abseits der ausgetretenen Pfade geführt hat. Für Freunde von „The Thing“ oder „Berge des Wahnsinns“ eine absolute Kaufempfehlung.

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