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  1. HenryNick
    ·
    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    4.0 von 5 Sternen
    Neu-Fassung gewöhnungsbedürftig, 16. Juni 2013
    Von 
    HenryNick – Alle meine Rezensionen ansehen

    Rezension bezieht sich auf: Antarktis 2020 (Kindle Edition)
    Mit den Büchern von Alexander Kröger bin ich sozusagen aufgewachsen, kenne und besitze daher noch die wissenschaftlich-phantastischen Versionen in Papierform aus DDR-Zeiten. Da ich jedoch mittlerweile versuche meine Bibliothek, soweit es geht, auf dem Kindle zu vervollständigen, hat es mich natürlich gefreut die Bücher von Alexander Kröger als E-Book bei Amazon zu finden. Eingedenk einiger schlechter Erfahrungen mit dem (eher meist nicht durchgeführtem) Lektorat bei der Umsetzung von Papier in elektronische Schriftform habe ich mich entschlossen, mir erst einmal das bereitgestellte Sample/Lesemuster anzusehen. Was sich als gute Entscheidung herausgestellt hat … weniger wegen der Umsetzung, die nur einige wenige Buchstabenfehler aufwies, was trotzdem störend ist, als eher wegen – na ich formuliere es mal so – der an die ‚Nachwendezeit‘ angepasste Geschichte. Ich verstehe, dass Formulierungen eines Romans aus DDR-Zeiten für einen Leser, der nicht damit aufgewachsen ist, verwirrend sind. Mir jedoch macht es die Geschichte ein wenig kaputt. Eventuell hätte man mit einem größeren ‚Eingriff‘ am Roman die durch das Umschreiben entstandenen Ecken und Kanten vermeiden können; gegebenenfalls ist es aber auch bloß mein subjektiver Ärger darüber, dass die Geschichten meiner Jugend, von denen ich mal geglaubt habe, sie werden mal meine Zukunft sein, sich beim lesen nicht mehr so anfühlen, wie sie es sollten. Warum zum Beispiel die Idee mit dem 20-Stunden-Normtag (hier fehlte mir die Szene mit der ‚antiquierten 24-h-Weltzeituhr‘ auf dem Berliner Alex) weggefallen ist – keine Ahnung. Das ist aber gegebenenfalls nur eine subjektive Empfindung meinerseits – da müssen andere noch Kritik üben, die das Buch zum ersten Mal lesen.

    Zur Geschichte:

    Der vor dem Eintritt in sein bequem geplantes Berufsleben durch ein von der Firmenzentrale zur ‚Persönlichkeitsentwicklung‘ verordnetem Berufspraktikum etwas aus dem Ruder geworfenen Thomas Monig steht vor der Herausforderung, an drei überhaupt nicht bequemen Einsatzorten seines Unternehmens Erfahrung und ‚Charakter‘ zu erlangen. Das seine Freundin Evelyn in das gleiche Horn stößt, wie seine Vorgesetzten und sein Mentor, ist dabei dem eigenen Ego nicht hilfreich. Die drei Stationen befinden sich im Eis der Antarktis beim Titanabbau, im Pazifik auf einem ‚Militärschrott-Atoll‘ bei der maritimen Nahrungsgewinnung und in der Wüste beim Bau eines Bewässerungskanals. Alle Stationen stellen den Protagonisten vor Entscheidungen und Schwierigkeiten, an denen er jedoch letztendlich wächst und sich vom egoistischem, bequemen Spießbürger zum geachteten Mitarbeiter entwickelt, der zum Schluss sogar unter Einsatz seines Lebens seine neu gefundenen Ideale mit Überzeugung vertritt. Das Praktikum hilft dabei nicht nur ihm, einen neuen Weg in seinem Leben zu finden, sondern auch Menschen, denen er unterwegs begegnet.
    Ich bleibe bei der ‚alten‘ Papierversion wegen der angegebenen Gründe – deswegen nur 4 Sterne, aber trotz der subjektiven Ecken und Kanten immer noch eine lesenswerte Geschichte.

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