Amerikahaus und der Tanz um die Frauen (Delius: Werkausgabe in Einzelbänden)

Studentenbewegung '68

«Luna 9 weich auf dem Mond gelandet», «Neue Bombenangriffe auf Nordvietnam», «Fluchthelfer-Prozeß in Ost-Berlin» – Schlagzeilen von 1966 aus der Teil- und Frontstadt Berlin. Die ersten «Italiener» machen in der Stadt auf, «Julia und die Geister» läuft im Cinema Paris, ein unbekannter Schriftsteller namens Pasolini stellt seinen Film «La Ricotta» vor, und Reinickendorf, Steglitz und Tempelhof liegen im Beatles-Fieber. Am 5. Februar desselben Jahres kommt es zur ersten Demonstration gegen den Vietnam-Krieg in Berlin, zum ersten Sit-in vor dem Amerikahaus, bei dem die ersten vier Eier fliegen (von denen drei treffen). Martin, der Schweiger, den seine Freunde ‘Buster’ nennen, läuft mit, zögerlich, hin- und hergerissen zwischen Angst und Auflehnung, zwischen der Scham, etwas Verbotenes zu tun, und der aufkeimenden Verachtung für die, die satt aus dem Café Kranzler glotzen, hin- und hergerissen aber auch zwischen Ellen und Franziska, den beiden Freundinnen, in die er hoffnungslos verliebt ist.

«Eine Erzählung von der Pubertät der Studentenrevolte.» (Süddeutsche Zeitung)


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