Liebe Sabrina H. von [zensiert].de

Dies und Das
Google Anzeigen

gestern stieß ich auf deinen Post mit dem Titel "do-follow und no-follow – bitte was????" und wie es deine Frage schon fast vermuten lässt, besteht da noch ein klein wenig Informationsbedarf. Gerade der folgende Absatz in deinem Beitrag sollte vlt nochmal mit nem "Tintenkillah" überarbeitet werden 😉
sabrina, zitate, blockquote
Bitte beachte, dass Redaktionelle Werbung & Linkwerbung 2 verschiedene Paar Schuhe sind. Ersteres kann eine Abmahnung nach sich ziehen, Linkwerbung führt eher mal zu einer "Abstrafung" (durch Google). Scheinbar werden hier die Richtlinien von Google und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb gemeinsam in einen Topf geworfen. Wie jeder Webmaster & Blogger wissen muss, ist Redaktionelle Werbung in Deutschland vom Gesetz her verboten, weil es sich dabei um Schleichwerbung handelt und somit gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstößt
(siehe § 4 Abs. 3 UHG "den Werbecharakter von geschäftliche Handlungen verschleiert;" [LINK]).

Wenn sich beispielsweise in einer Zeitschrift ein Testbericht und eine Produktwerbung gemeinsam eine Seite teilen, müssen diese klar erkennbar voneinander abgegrenzt sein. Dieser Trennungsgrundsatz gilt auch im Internet, d.h. Werbeanzeigen müssen gekennzeichnet sein, selbst wenn es sich nur um einen einzelnen Werbelink innerhalb eines Postings handelt. So entschied jedenfalls das LG Berlin in seinem Urteil vom 26.07.2005:

"Ein Link, der aus einem redaktionellen Zusammenhang auf eine Werbeseite führt, muss so gestaltet sein, dass dem Nutzer erkennbar ist, dass auf eine Werbeseite verwiesen wird." (16 O 132/05)

Du kannst also für solche Links stets abgemahnt werden, und das völlig unabhängig davon, ob diese Links von Suchmaschinen nun crawlbar sind oder nicht. Google wird dich vielleicht nicht abstrafen, wenn Du Linkwerbung mit no-follow "SEO-technisch" entschärft hast, das ist dem Gericht auf der anderen Seite jedoch schnurzegal, NoFollow wird Dir dort nämlich nicht weiterhelfen wenn Werbung nicht als solche gekennzeichnet wurde und damit gegen das gesetzlich vorgeschriebene Trennungsgebot verstößt.

Am Ende des Beitrags führt diese Annahme leider zu einem ziemlich gefährlichen Schluß:
zitat, blockquote png, quotes about life
Es wird hier anderen Bloggern fälschlicherweise erklärt, dass no-follow getaggte Links grundsätzlich abmahnsicher seien, auch dann, wenn sie rechtswidrig sind. Sollte ein solcher "Ernstfall" tatsächlich einmal eintreten, weil Du zB. Werbung für eine online Casino-Seite gemacht hast, was ja ein Verstoß gegen das Glücksspielgesetz (GSpG) wäre, wird da die Erklärung "Ich habe den Casinolink doch mit dem NoFollow Tag zuvor extra für Google entwertet gehabt" auf die Entscheidung des Richters genauso viel Einfluss nehmen, als wenn Du auf dem Gericht statt ner Jeans eine Stoffhose trägst. :mrgreen:

Vielleicht trägst Du diese Info zum Schutz deiner LeserInnen ja noch nach und denkst im besten Fall sogar drüber nach, ob DoFollow nicht doch eine Option für dich sein könnte.

Cheers

(Auf Grund einer eingereichten Beschwerde von Frau H. wurden einige Namen zensiert. )

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Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

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5 Reaktionen zu “Liebe Sabrina H. von [zensiert].de”

  1. 1. wurden Textabschnitte falsch übernommen bzw. habt ihr das was ausgelassen, was doof aussah oder. Der Beitrag wurde bereits vor mehrern Tagen nochmals überarbeitet?
    2. habe ich den Beitrag geschrieben und keine Bianca
    3. haben wir im Text mehrfach darauf hingewiesen, dass mehrere Faktoren einfließen und Werbung eine große Rolle spielt und deren Kennzeichnung / sogar Beiträge entsprechend unten verlinkt
    4. ist es unsere eigene Entscheidung ausgehende Links zu do- oder no-follow zu kennzeichnen
    5. haben wir niemals gesagt, dass no follow abmahnsicher sei – die Kennzeichnung von Werbung hat wie ihr erkannt habt damit ja auch was zu tun.
    6. wäre es nett gewesen so etwas uns persönlich zu schreiben und nicht solch einen Shit-Storm loszutreten!
    7. Geben wir keinen Rat an unsere Leser, außer nicht weiterhin so leichtsinnig mit Werbekennzeichnung umzugehen.
    8. Haben wir den Eindruck, dass hier ausgelegt wird, wie man es eben möchte…
    9. Steht an keiner Stelle, dass NO-Follow sicher ist.
    10. Hättet ihr anhand der Kommentare schon erkennen können, dass das wir zur Differenzierung zwischen Werbekennzeichnung und Kennzeichnung der Links Stellung genommen haben.
    11. Das Casinobeispiel haben wir in keinster Weise aufgeführt oder auch nur anährend dazu geraten.
    12. in einem weiteren Post sind wir bereits auf die Werbekennzeichnung eingegangen, aber das wurde anscheinend auch nicht gelesen. nun gut…

    Kritische Posts mögen wir, aber das hier ist scheint als ein Versuch uns schlecht zu machen?? Damit ist alles gesagt. Über eine PN hätten wir uns gefreut. Weiterhin wünschen wir viel Erfolg!

  2. Im Original-Beitrag steht im Zusammenhang mit Anwalt-Abmahnungen etwas mit Google-Abmahnungen und dann ist auch noch ein Artikel von t3n verlinkt. Wusste gar nicht, dass Google Abmahnungen an Website-Betreiber verschickt?! Normal werden manuelle Maßnahmen durch Google eingesetzt.Dies hat aber nur Einfluss auf die Serps.

    Weiterhin ist im Original-Beitrag falsch, das ein nofollow-Link ein Werbelink kennzeichnet. Ein Werbelink muss immer gekennzeichnet sein, egal ob follow oder nofollow. Das nofollow Atribut ist nur für die google-Richtlienen wichtig und hat ansonsten nichts mit den Abmahnungen zu tun.

    Weiterhin ist in der Sidebar unten eine Werbung als "sponsered by" gekennzeichnet. Da es sich hier um Werbung handelt reicht dieser Hinweis nicht aus und ist Abmahnfähig (BGH, Urteil vom 06.02.2014, Az. I ZR 2/11)

    Das ist erst mal das, was mir bei mamahoch2 auf den ersten Blick ohne nähere prüfung aufgefallen ist.

  3. Liebe Sabrina,

    ohne Dich angreifen zu wollen, vielleicht solltest Du einen gut gemeinten Rat und konstruktive Kritik annehmen, anstatt hier die beleidigte Leberwurst zu spielen ;-). In dem oben aufgeführten Text kann ich keinerlei Absichten feststellen einen Shitstorm lostreten zu wollen oder Dir "eins auszuwischen".

    Im Gegenteil, Martin versucht Dich nur darauf hinzuweisen, dass man lieber nicht versuchen sollte seine User mit "Halbwissen" aufzuklären. Ich kann hier keine bösen Absichten erkennen. Wegen solcher Falschaussagen werden nämlich andere Nutzer verunsichert und handhaben ihren Blog genauso und irgendwann gibt es gar keine Dofollow Blogs mehr im Netz, was eigentlich ziemlich schade ist, denn gute Kommentare oder Beteiligungen anderer Art sollten schon eine Empfehlung in Form eines "Dofollow Links" wert sein.

    Der Linkgeiz heutzutage ist so schlimm wie nie, vor allem in Deutschland. Da muss man mittlerweile schon mit der Lupe suchen. Natürlich hast Du das Recht zu entscheiden welche Kommentare oder Links in welcher Form auch immer auf Deiner Seite erscheinen. Man kann aber auch Follow Links setzen und Müll einfach per Hand aussortieren anstatt alles pauschal auf nofollow zu setzen.

    Viele Grüße
    Felix

  4. Vlt. sollte man diese Diskussion einfach beenden, da der Artikel bereits vor mehreren Wochen bearbeitet wurde?