Google ist zu doof — Um neue Domainendungen vorzubestellen

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[Pressemitteilung] Google ist im Rahmen des "new gtld icann"-Programms bei der Bewerbung neuer Domainendungen ein doofer Fehler unterlaufen. Google hatte sich für 18.6 Million Dollar bei der ICANN um ganze 101 new gTLDs (neue generische Domainendungen) beworben, und lag damit als Spitzenbewerber direkt hinter der Donuts Inc (mit 307 Bewerbungen). Nur leider hatte Google dabei vergessen, seine gTLD-Bewerbungsliste vorab mit der im Jahre 1974 eingeführten Länderkürzel-Liste abzugleichen.

Mit einer Anmeldegebühr in Höhe von 142417 Euro wurden für die 3 generischen Domainendungen ".are", ".est" und ".and" Bewerbungen seitens Google eingereicht. Die letztere TLD ".and" sollte vermutlich den mobilen Android-Sektor von Google stärken und die beiden anderen wären wohl eher für Domainhacks wie "we.are/awesome" oder "bigg.est/penis" genutzt worden.

Marketingstrategisch sicher auch gut durchdacht, dumm nur, wenn die beworbenen Top-Level-Domains nach ISO-3166-1 ALPHA 3 als eingetragene Länderabkürzungen vor Reservierungen geschützt sind.

Dabei hatte die ICANN im gTLD Applicant Guidebook unter Abschnitt "2.2.1.4 Geographic Names Review" ausdrücklich daraufhingewiesen , dass Länderkürzel nach der ISO-3166-1-Kodierliste als gTLD nicht zur Verfügung stehen.

Laut Vertrag, darf die ICANN jetzt 30% der Anmeldegebühr einbehalten. Damit kostet Google dieser doofe Faupax voraussichtlich 42725 EUR!

Quelle: http://domainincite.com

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Autor: Martin Osman Hamann »

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13 Kommentare

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  1. Na die paar Euros zahlen die aus der Portokasse. Aber der Fehler an sich ist schon verwunderlich und deswegen: HHAAAAHHHAAAA!

  2. Zu doof oder amerikanisch-geographische Arroganz und Unwissenheit. Google ist schliesslich ein US Unternehmen. Und im Allgemeinen kennen Amis ja nur Länder, gegen die sie bereits Krieg geführt haben. Heisst ja nicht umsonst: Krieg ist Gottes Weg, den Amerikanern Geographie beizubringen.

  3. Premium-Domaingrabber-Fail trifft’s ganz gut, trotzdem unvorstellbar wie sowas überhaupt passieren kann. Hätten sie einfach mal gegoogelt 🙂

  4. Aloha @ ALL

    So hat Google reagiert, als die Ablehnung der ICANN eintraf: http://goo.gl/ocIXs
    D;

    Cheers

  5. 42725 EUR….

    hmmm….

    Woher kenne ich diese Zahl…?

    Ist das nicht, was Sergey Brin und Larry Page pro Sekunde verdienen???? 🙂

  6. Auch wenn das Geld Google wohl kaum interessieren dürfte, bleibt die Frage sind sie so unwissend, so dreist, oder beides?

    Lg Nancy

  7. @Nancy: Ich denke mal, das war einfach Dummheit. Wobei man bei einem solchen Laden wie G**gle eigentlich davon ausgehen sollte, dass an der Stelle ein "Profi" sitzt, der sich mit Domains auskennt, bzw. vorher mal recherchiert was es schon gibt… naja… trotzdem irgendwie lustig 😮

  8. Profis bei google ist ein gutes Stichwort. Der Hass auf google wird immer größer. Vorallen bei den SEOs macht sich google immer unbeliebter, warum auch immer. Bin immernoch der Meinung, dass google sich da ins eigene Fleisch schneidet und letzten Endes dadurch "weniger" Gewinn erwirtschaftet. (Was trotzdem noch genug sein wird -.-)

    Grüße
    Flo

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