Google-Disavow-Links-Tool — Dürfen SEOs sowas in die Hände bekommen?

Jetzt kann man evilige SPAM-LINKS selber für ungültig erklären, mit dem Google-Disavow-Links-Tool wirds möglich. Matt Cutts hatte das Disavow-Tool übrigens, aufgrund der großen Nachfrage, bereits vor 4 Monaten auf der SMX Advanced 2012 angekündigt gehabt. Damit geht allerdings die Frage einher: Kann aus dem neuen Desavouierungstool nicht vielleicht auch irgendwann, ein gefährliches Denunzierungstool werden?

Eins nach dem anderen…

Bei SEO geht's in erster Linie um das Erreichen bestmöglicher Positionen in großen Suchmaschinen (Gloogle & Co). Dh., dass man zu bestimmten Keywordeingaben so gut rankt, dass keine Seite mehr besser als man selbst darsteht. Ist die Top-Position dann gesichert & auch stabil, ist dies meist ein Zeichen dafür, dass Goofl einem nicht misstraut und man -theoretisch- gute Arbeit geleistet hat.

Disavow – Deutsche Übersetzung

disavowed: abgeleugnet
to disavow: leugnen
to disavow sth.: etw. desavouieren, etw. nicht anerkennen bzw. in Abrede stelle, sich von etw. distanzieren

Doch die vorderen Plätze in Gaogle sind natürlich heiß umkämpft; Wer von Anbeginn nicht alles richtig gemacht hat, also sich zum Beispiel nicht um den technischen Aufbau einer Seite gekümmert, die Aufbereitung der Inhalte vernachlässigt, und die Vernetzung verschlampt hat, zieht in Bezug auf SEO-Traffic zwangsläufig den Kürzeren.

An diesem Punkt angelangt, wägt eine nicht geringe Anzahl von Webmastern regelmäßig ab, ob sie nicht mal die eine oder andere Spam-Methode ausprobieren sollte, um der Suchmaschinenoptimierung damit ein klein wenig auf die Sprünge zu helfen. Das Stichwort lautet: Steigerung der Linkpopularität durch Vernetzung auf anderen Websites (Blogs, Foren, etc). Und ob dieser real gewordenen Krise ist daraus mit den Jahren schließlich ein richtiger Markt entstanden, mit allem was dazu gehört: Linkhandel-Plattformen, Seminare/Kurse/Veranstaltungen, Bücher/eBooks/Videos/ und haufenweise Tools (Pligg-Submitter zB.), mit denen der SEO Tausende von "Gratis-Links" herbeiwünschen konnte, mit dem Ziel, den Goolgl-PageRank künstlich zu pushen um damit Suchmaschinen eine Schein-Popularität vortäuschen zu können.

Nun wissen viele Webmaster aber auch, dass solche " Black-Hat " Linkaufbau-Methoden negative Konsequenzen nach sich ziehen können, nicht auszumalen, wenn Google einem vormals rosig dastehenden Shop gegenüber plötzlich Misstrauen hegt. Die Folge: Weniger Sales. Trust ist damit eine existenzielle Angelegenheit, denn ohne ihn wird es schier unmöglich, im Rankingkampf -gegenüber der Konkurrenz- die Nase vorne zu haben.

Die logische Konsequenz davon: Webmaster bestellten billige Linkaufbau-Pakete für ihre Konkurrenten, damit diese dann wegen Spam abgestraft werden und sie selbst mit Nichtstun an ihnen vorbeiziehen konnten.. Negatives-SEO war geboren! Jedoch ist es bisher immer strittig gewesen, ob Negative-SEO wirklich funktioniert….

Doch das Disavow-Tool sagt JA und verkommt damit zur Farce

Es ist das Zugeständnis seitens der Anti-Spam-Mannschaft Gafoogls, dass Negative-SEO in bestimmten Fällen durchaus funktionieren kann. "Negative-SEO"-Linkspammer haben es nun, dank Matt Cutts, also Schwarz auf Weiß stehen, dass ihre unlauteren Methoden früher oder später Erfolg haben! Sie werden folglich auch ungehindert weitermachen und wahrscheinlich sogar noch in verstärkter Form vorgehen, weil sie ja jetzt wissen, dass ein Teil ihrer Müll-Links auf die Konkurrenz wahrscheinlich vom Disavow-Tool geschluckt werden wird. Für diese SEOs ist die Einführung des Google-Disavow-Links-Tools quasi eine Einladung zum pathologischem Sonnenbaden im Ruin anderer Webmaster!

Das Disavow-Links-Tool könnte auch DoFollow Blogs treffen

Vielleicht wäre das Disavow-Tool überhaupt nicht nötig gewesen, weil Gafoogl längst über passende, technische/algorithmische Schutzmechanismen verfügt, die soein Abschuß mit "Negativ-SEO-Bombing" zu jeder Zeit erkennen könnten. Doch wer schützt eigentlich alle DoFollow-Blog-Betreiber, wenn deren Blogs in einen mit Scheiße-überquellenden Disavow-Topf voll von billigen und für die Besucher völlig wertlosen Spam-Seiten geworfen werden? Es ist kein Geheimnis, dass doFollow Blogs sehr beliebt sind, um mal schnell ein paar Links klarzumachen; und wer weiß, vielleicht sind sie ja auch schon seit Langem Haupt-Durchgangspassage für besagte Negative-SEO-Agenturen….

Die Antwort darauf könnte uns eigentlich nur Matt Cutts himself geben…

…doch seine Standardantwort auf alle SEO-Fragen kennen wir ja bereits!

Bitch Please, matt cutts, ist der pagerank noch wichtig, is pagerank still important for seo

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7 Replies to “Google-Disavow-Links-Tool — Dürfen SEOs sowas in die Hände bekommen?”

  1. Wurde auch Zeit, dass dieses Tool endlich rauskommt, denn dann gibt es wieder sehr viel lustiges rumgeheule von den Leuten, die sich damit selber aus den SERPs kicken 😉
    Zumal der Onkel Matt ja auch mehrmals sagt, dass die Otto-Normal-Mutti dieses Tool nie benutzen muss.
    Bestimmt versuchen jetzt wieder X Leute mittels Tool herauszufinden, welche Links stark sind und welche nicht. G wäre echt ziemlich dämlich, wenn die net daran gedacht haben – aber laut dem Video von Matt hört man ja schon raus, dass die da schon einen Riegel vorschieben.

  2. Halte das Tool für ziemlich überflüssig. Hab eher die Erfahrung gemacht, das sogar schlechte Links in nem Allgemein guten Profil, die Domain weiter stärken. Son paar spammy links bringens scho 😉

  3. Spam MoFu Links von Seiten stinkender Milfs … ja die habe ich auf einer Contentloser Seite und ich Ranke auf P1 von Goloffel. Meine Contentsite mit Themenlinks rankt darunter … Gologle ist 'n Nutte. Oder die haben unsre Branche noch nicht genagelt.

    Und ich weiß auch, warum meine die-oppenheimer.de nicht Rankt. Weil ich auf dofollow.de immer Wörter wie Milf und MoFu benutze.

    Und da goggel ja bekanntlich eine mit Wolle beklebte und mit Eiern gefickte Drecksau ist, wird das auch immer so bleiben.

    Verdammt …. ich habe "ficken" gesagrt. ISt das jetzt schlimm?
    Ich gleiche es mit der erwähnung von "Matt Cutts" mal aus … wird schon passen!

  4. Ich schließe mich da den anderen an.

    Das Tool habe ich selbst getestet und finde es überflüssig, mal sehen was in naher Zukunft noch so kommt.

    Danke für den Beitrag.

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