Prof. Günter Bentele: „Verdeckte PR ist vom Teufel.“

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Vor 2 Tagen zeigte das ARD-Magazin "Monitor" in der Reportage "Wikipedia: Angriff der PR-Industrie" auf, wie PR-Berater für Firmen Wikipedia-Artikel manipulieren. Der DRPR-Vorsitzende Prof. Günter Bentele äußerte sich dazu wie folgt: „Verdeckte PR ist schlecht, ist unethisch, ist vom Teufel. PR sollte immer offen sein, weil das immer manipulativ ist, wenn man nicht weiß, woher die Informationen kommen.“

Gemäß Wikipedia leitet sich der Begriff des Teufels von dem griechischen Wort "diábolos" ab, was „Durcheinanderwerfer“ im Sinne von „Verwirrer, Faktenverdreher, Verleumder“ heißt. Mit anderen Worten stiftet der Teufel also Chaos indem er Lügen sät. Wer das mutwillig unterstützt, verkauft seine Seele an den Teufel. Und die Meister dieser Disziplin schimpfen sich PR-Berater, oder wie es besser heißen sollte: Huren des Kapitalismus!

[stextbox id="info" caption="Anton Pawlowitsch Tschechow (1860 – 1904)"]"Die Blattlaus vernichtet die Pflanzen, der Rost Metall und die Lüge die Seele."[/stextbox]

In der Enthüllungsreportage meldet sich auch ein nicht Unbekannter zu Wort: der Online-Marketer Malte Landwehr gilt als Insider, weil er beruflich als Wiki-Laus tätig ist. Also diese Sorte von gemeiner Schädling, die unsere wundervolle Nutzpflanze der Information "Wikipedia" befällt und immense Schäden verursacht, die von Qualitätsverlusten bis hin zur Löschung ganzer Artikel reichen.

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Die Wiki-Laus Malte Landwehr beschreibt das Vorgehen der Wiki-Läuse wie folgt:

„Wenn man einen Zielartikel hat, geht man nicht nur mit einem Account daran, sondern direkt mit mehreren und löscht dann Stück für Stück mit den verschiedenen Accounts einzelne Informationshappen, bis all das weg ist, was man weg haben will. Und falls sich andere Nutzer einmischen, startet man eben eine Diskussion auf der Diskussionsseite zum Artikel und nimmt daran dann auch mit 20, 30 oder 50 Accounts teil, und nicht nur mit dem eigentlich einen Account.“

Die Probleme die sich durch die gezielte Faktenverdrehung auf Wikipedia -dem größten Online-Lexikon der Welt- noch entwickeln werden, sind zurzeit kaum vorhersagbar. Aber eine Sache ist gewiss: was ein kleiner Schnitt für die Wiki-Laus ist, kann schon bald ein großer Schnitt für die Menschheit sein….

Weitere Reaktionen zur Reportage:

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Autor: Martin Osman Hamann »

Martin Osman Hamann bloggt hier schon seit 2009 und es ist immer noch so aufregend wie am Ersten Tag. Was wahrscheinlich daher rührt weil er bisher nur 1 Artikel oder so veröffentlicht hat :)

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5 Kommentare

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  1. Nun ja, jeder muss halt schauen wo er bleibt und wie er sein Geld verdienen will. Manche helfen halt anderen sich positiv in der Wikipedia darzustellen. Ich persönlich finde daran nix verwerfliches. Jeder macht halt das was er kann.

  2. Dieses PR-Business diese Art der Werbung und Verbesserung der Außendarstellung ist doch mindestens so alt wie das andere "älteste gewerbe der welt". Finde daran auch nich so viel verwerfliches so lange alles in einem gewissen Rahmen bleibt und die Realität nicht völlig verdreht wird.

  3. 30 bis 50 verschiedene Accounts… Und das fällt Wikipedia nicht auf das die alle von vielleicht 3-4 Endgeräten genutzt werden und geografisch in die selbe Region fallen?

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